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Die Mühlenstadt Gifhorn: 16 Mühlen, zwei Flüsse und ein Welfenschloss

16 Mühlen im Internationalen Mühlen-Freilichtmuseum, der Zusammenfluss der Aller und der Ise und das 1525 erbaute Welfenschloss von Herzog Franz von Braunschweig und Lüneburg –
(PM) Südheide Gifhorn, 18.02.2010 - das sind die markanten Details der Mühlenstadt Gifhorn in der Südheide. Die Südheide Gifhorn ist das südliche Tor der Lüneburger Heide und liegt im geographischen Mittelpunkt von Wolfsburg, Braunschweig, Celle und Lüneburg.

Gifhorn entwickelte sich im 12. Jahrhundert am Wegekreuz der alten Salz- und Kornstraße. Heute hat Gifhorn 43.000 Einwohner. Die schöne Altstadt mit Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert lädt zum Bummeln ein. Gifhorns Gastronomie verwöhnt mit regionaltypischen Gerichten, wie Spargel, Heidschnucken- oder Ziegenspezialitäten aus der Lüneburger Heide.

Das Internationale Mühlen-Freilichtmuseum hat Gifhorn in der Neuzeit über die Grenzen hinaus bekannt und zur „Mühlenstadt“ gemacht. Es ist die weltweit größte Sammlung von Mühlen in Originalgröße. Unter den 16 Mühlen aus 14 Ländern dieser Welt sind so berühmte Bauwerke wie die Mühle von Sanssouci, wie sie im Potsdamer Park steht oder die Kellerholländermühle am Eingang des Museums – ein Geschenk des Verlegers Axel Springer. Ein mächtiges Niedersachsenhaus mit historischem Backofen ist der gastronomische Mittelpunkt der Anlage. Hier besteht die Möglichkeit, Streuselkuchen und frisches Brot aus dem Steinbackofen zu kosten.
Die schottische Mühle ist als weiße Hochzeitsmühle von Gifhorn bekannt. Die Flügel der Hochzeitsmühle drehen sich speziell für das Brautpaar. Alte Märchen aus Russland werden wahr, wenn man die russisch-orthodoxe Holzkirche des Heiligen Nikolaus besichtigt. Die 1756 erbaute Christi-Verklärungskirche steht ebenfalls auf dem Gelände des Freilichtmuseums und besticht durch besonders wertvolle Architektur und Nachbildungen zahlreicher und wertvoller Ikonenmalereien.

In den Jahren 1539 bis 1549 war das Gifhorner Welfenschloss Residenz von Herzog Franz von Braunschweig und Lüneburg. Im Kommandantenhaus werden heute Ausstellungen präsentiert, die sich mit der Geschichte des Schlosses beschäftigen. Des Weiteren gibt es Exponate zur Ur- und Frühgeschichte sowie zur Stadtentwicklung und Naturkunde. Die in den Museumsbereich integrierte Schlosskapelle von 1547 zählt zu den ersten Sakralbauten, die eigens für den evangelischen Gottesdienst errichtet worden sind. Das alte Schloss der Welfen wird als schöner Rahmen für kulturelle Veranstaltungen, wie Konzerte, Vorträge und Sonderausstellungen genutzt.

Die Natur rund um Gifhorn ist von Heidegebieten und Flusslandschaften der Aller, Oker und Ise geprägt. Dieses vielseitige Wasserwandergebiet wird vom Elbe-Seitenkanal und dem Badeparadies am Tankumsee ergänzt. Die sonnenspeichernden Sandböden der Heide schaffen ein Heilklima, in dem Wanderungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad eine erholsame Wirkung auf Körper und Geist haben.

Attraktive Ausflugsziele sind beispielsweise das Otter-Zentrum und das Kloster in Hankensbüttel, das Kinomuseum in Vollbüttel und das Schulmuseum in Steinhorst. Ganz in der Nähe liegen Wolfsburg mit der Autostadt und dem phaeno und die Löwenstadt Braunschweig.
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