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Chinas Logistiker wollen vom SPC lernen

Umweltfreundliche Shortsea-Konzepte als Vorbild Chinesische Delegation macht sich ein Bild von der Binnenschifffahrt in Deutschland/ Grüne Logistik auf dem Jangtsekiang
(PM) Bonn, 30.11.2011 - Die Binnenschifffahrt in China soll umweltfreundlicher werden. Dies machten Vertreter einer 20köpfigen Delegation des chinesischen Logistikverbandes „Chinese Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) bei einem Besuch des ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (SPC) in Bonn deutlich.

Was können moderne Abgasreinigungsanlagen auf Binnenschiffen leisten? Welche Fördermodelle für umweltfreundliche Antriebe gibt es? Wie lassen sich Rückstände aus dem Ladungsbereich nach CDNI-Vorbild (Übereinkommen über die Sammlung, Abgabe und Annahme von Abfällen in der Rhein- und Binnenschifffahrt) sicher entsorgen?

Um sich ein Bild von den technischen Möglichkeiten und der Leistungsfähigkeit des Verkehrsträgers machen zu können, tauschten sich chinesische Unternehmer und Vertreter der Non-Profit-Organisation CFLP mit dem SPC und den beteiligten SPC-Mitgliedsunternehmen Imperial Reederei & Spedition sowie H&S Container Line aus.

„Die Binnenschifffahrt spielt in China als Verkehrsträger eine zunehmend wichtige Rolle“, beobachtet Peter Stuckardt, Prokurist der Imperial Reederei & Spedition GmbH. „Es freut mich, dass wir als SPC-Mitglied den Erfahrungsaustausch mit einer sich so dynamisch entwickelnden Volkswirtschaft pflegen können.“

„Die Chinesen interessieren sich sehr für ökologische Themen und sind auf der Suche nach den bestmöglichen umweltverträglichen Transportlösungen in der Binnenschifffahrt“, sagt Ralf Tietze, Prokurist und Leiter Binnenschifffahrt bei H&S Container Line in Duisburg.

Neben „Grüner Logistik“ stand auch das Thema Bulk Cargo auf der Interessenliste der Besucher und damit die Frage, wie sich Massenguttransporte produktiver planen und abwickeln lassen.

Organisiert wurde die maritime Studienreise der Delegation vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. „Der Dialog zeigt, dass sich in Europa umgesetzte, umweltfreundliche Shortsea- und Binnenschifffahrtskonzepte auch in anderen Teilen der Welt erfolgreich realisieren lassen“, resümiert SPC Geschäftsführer Markus Nölke.

Ein Überblick zur Binnenschifffahrt in China (Quelle: Wikipedia)

China hat 123.964 km schiffbare Wasserstraßen, 1.300 Häfen und verfügt über eine Flotte von 194.352 Schiffen. Ungefähr 60 % der Wasserstraßen sind für Schiffe über 50 m befahrbar, 6,5 % für Schiffe über 1.000 t Tragfähigkeit und 10 % für Schiffe unter 500 Tonnen. Alle Schiffe zusammen haben ein Ladevermögen von 30 Mio. t und 900.000 Passagiere. Die drei größten Flüsse sind der Jangtsekiang, der Perlfluss und der Kaiserkanal. Der Yangtse (6.378 km) verbindet Mittel- und Südwestchina mit Shanghai. Über den Yangtse werden jährlich 795 Mio. t befördert, das entspricht ungefähr 80 % aller Güter im Binnenschifffahrtsverkehr. Im Jahr 2003 wurden rund 3 Mio. Container transportiert.
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