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CO2-Emissionen: Verladende Industrie erhöht Druck auf Logistiker

Transporte sollen umweltfreundlicher werden / Maut-Kostenerstattung nur für Euro 5-Norm / Standard zur Ermittlung des CO2-Ausstoßes gefordert
(PM) Bonn, 30.10.2009 - Deutsche Industrie- und Handelsunternehmen wollen ihre Logistik-Dienstleister beim Thema Nachhaltigkeit stärker in die Pflicht nehmen, um ihre hochgesteckten Klima- und Umweltschutzziele für die kommenden Jahre erreichen zu können. So sollen beispielsweise moderne Motorentechnik und multimodale Transporte Lieferketten umweltfreundlicher machen.

Dies ist ein Ergebnis der ersten Nachhaltigkeits-Konferenz, die der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. mit dem ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (SPC) ins Leben gerufen hat. Zur Auftaktveranstaltung der Kooperationspartner, die unter dem Titel „Nachhaltigkeit als strategischer Erfolgsfaktor in der Logistik“ stand, trafen sich führende Vertreter aus Industrie, Handel und Logistik in Bonn.

Um zweistellige Einsparpotenziale in der Energie- und CO2-Bilanz realisieren zu können, werden Transportketten durchgängig auf den Prüfstand gestellt. „Auch bei den LKW-Spediteuren setzt die BASF auf Nachhaltigkeit. So erstatten wir beispielsweise unseren Spediteuren nur die Maut der LKW Euro 5-Norm“, unterstrich Dieter Rogge, Senior Manager Global Procurement and Logistics/ Transportation Solutions von BASF SE in Ludwigshafen. Nach derselben Maßgabe handeln mittlerweile auch andere große Verlader, die sich für die kommenden Jahre hohe Umweltschutzziele auf die Fahne geschrieben haben.

Neben dem Einsatz umweltfreundlicher Motoren werden multimodale Verkehrskonzepte bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten verfolgt. So hat die ThyssenKrupp Steel AG ihren Modal Split in den vergangenen Jahren sukzessive zugunsten umweltfreundlicher Verkehrsträger erhöht. 82 Prozent ihrer Rohstoffe transportiert die Thyssenkrupp Steel AG heute per Schiff, 17 Prozent per Bahn und nur zu einem Prozent per LKW. Auch in Ausschreibungen achtet das Unternehmen auf die Nachhaltigkeit von Verkehrslösungen.

Dr. Winfried Häser, Vice President Umweltstrategie und -politik der Deutschen Post AG, machte den Finanzmarkt als „starken Treiber“ dieser Entwicklung aus: „Nachhaltigkeit wird ein immer wichtigeres Kriterium für das Engagement von Investoren“, verdeutlichte Häser auf der Konferenz. Der Finanzmarkt wolle die Risiken des Klimawandels bewerten und Entscheidungen zunehmend auch auf Basis messbarer Emissionen treffen. Das Umweltprogramm GoGreen des Konzerns setze genau dort an und biete Kunden damit die Möglichkeit, ihre eigenen Klimaschutzverpflichtungen auch über die Logistik einzulösen.

Nachdrücklich gefordert wurde auf der Bonner Nachhaltigkeitskonferenz ein international einheitliches Verfahren zur Ermittlung von CO2-Emissionen entlang der Transportkette. „Es gibt kein standardisiertes Vorgehen für die Berechnung, Deklaration und das Reporting von Emissionen“, monierte BASF SE Manager Dieter Rogge, der sich bislang unter anderem über das Öko-Institut und internationale Protokolle Orientierung verschafft. Hier liege die Verantwortung sowohl in den Unternehmen als auch bei der Politik.

Der Handlungsdruck, nachhaltige Verkehrslösungen zu entwickeln und zu dokumentieren, steigt. DHL Umweltmanager Dr. Häser: „Der Ruf nach Transparenz in unserer Industrie wird lauter. Und wir werden diesen Ruf auch an unsere Subunternehmer richten.“

Martin Oldeland, Mitglied des B.A.U.M.-Vorstandes, sieht an vielen Stellen dringenden Handlungsbedarf: „Viele kleine und mittlere Logistiker haben beim Thema Nachhaltigkeit Nachholbedarf. Als Teil einer nationalen oder internationalen Transportkette kann dies schnell zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden“. Unterstützung soll der neu gegründete Arbeitskreis „Nachhaltige Mobilität“ liefern, mit dem B.A.U.M. e.V. und SPC die Nachhaltigkeit in der Logistik gezielt voranbringen wollen. „Verkehre auf Schiene und Wasserstraße zu verlagern, sind eine investitionsarme Sofortmaßnahme, um Emissionen zu sparen und die Wettbewerbsfähigkeit im Markt nachhaltig zu steigern“, hob SPC-Geschäftsführer Georg Waischnor hervor.
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