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Bürokratie und fehlender gemeinsamer Ansatz verhindern einen schnellen Wandel im Bildungswesen

(PM) London, 25.03.2014 - Führungskräfte im europäischen Bildungswesen sind der Ansicht, dass sie sich heute schneller als in den letzten drei Jahren ändern müssen. Fast alle (98 Prozent) sagen, sie stünden unter Druck, sich an den schnellen Wandel anzupassen. Dennoch sind sie sehr gespannt auf die Rolle der Technologie für die Zukunft des Lernens – ein Viertel der Befragten aus dem Bildungssektor nennen die „Erweiterte Realität“ (Augmented Reality) als eine der führenden Technologien, welche die Leistung ihres Unternehmens verbessern und das Lernerlebnis optimieren können. Zum Vergleich: In anderen Branchen geben dies nur fünf Prozent der Befragten an. Diese Erkenntnisse stammen aus einer neuen Studie mit dem Titel „The Challenge of Speed“ (Die Herausforderung der Geschwindigkeit), die von der Economist Intelligence Unit durchgeführt und von Ricoh gesponsert wurde.

Jedoch befinden sich die Schlüsselbereiche, die im Hinblick auf einen schnellen Wandel für die Zukunft entscheidend sind, im Wesentlichen bei den Back-Office-Aktivitäten. Die beiden größten Engpässe auf dem Weg zu einer größeren Flexibilität im Geschäftsbetrieb sind erstens die Schwierigkeit, dass sich Mitarbeiter, Geschäftsbereiche oder Stellen auf eine gemeinsame Herangehensweise einigen (44 Prozent) und zweitens bürokratische Entscheidungsfindungsprozesse (35 Prozent).

Carsten Bruhn, Executive Vice President von Ricoh Europe, erklärt: „Im Bildungssektor herrscht hinsichtlich der Zukunft des Lernens großer Enthusiasmus. Die Initiative „Opening Up Education“ der Europäischen Kommission fördert die Entwicklung hin zu offeneren Bildungsressourcen, einschließlich MOOCs (Massive Open Online Courses, offene Online-Kurse mit sehr vielen Teilnehmern), wobei die Technologie das Lernerlebnis für Studenten aller Fachrichtungen optimiert. Es besteht jedoch auch ein unterschwelliger Druck, immer mehr zu bieten, obwohl immer weniger Ressourcen zur Verfügung stehen – und dennoch eine attraktive Bildungseinrichtung zu bleiben. Die Studie zeigt, dass die zeitraubende Bürokratie, die verschiedenen Verwaltungsebenen und unterschiedliche Zukunftsvorstellungen dazu führen, dass Einrichtungen ohne wirkliche Veränderungen ihrer Abläufe weiterarbeiten. Lässt man sie unbeachtet, können sich diese Engpässe zukünftig negativ auf die breiteren Kernziele der Bildungseinrichtungen auswirken.“

Führungskräfte haben die Notwendigkeit einer Veränderung im Back-Office zur Verbesserung der Kernfunktionen, die oft dokumenten- und prozesslastig sind, erkannt. Auf die Frage, in welchen Bereichen Veränderungen am wichtigsten seien, wurden am häufigsten die Verbesserung der Kerngeschäftsabläufe (44 Prozent), die Einstellung neuer Mitarbeiter (42 Prozent) und der Einsatz neuer Technologien (40 Prozent) angegeben. Darüber hinaus wurden genau diese Bereiche als eben jene angeführt, in denen in den nächsten Jahren die größten Veränderungen erwartet werden. Dies unterstreicht die Ansicht, dass die richtigen Abläufe, Mitarbeiter und die richtige Technologie für einen schnellen Wandel ausschlaggebend seien.

Die Studie zeigt zudem, dass über zwei Drittel der Befragten (71 Prozent) durch technologische Veränderungen in den letzten drei Jahren einer moderaten bis extremen Disruption ausgesetzt gewesen sind. In die Zukunft blicken sie mit etwas mehr Optimismus: nur noch 56 Prozent erwarten in den nächsten drei Monaten dasselbe Ausmaß an Disruption. Dies könnte auf ihre Zuversicht zurückgeführt werden, dass sie die Hindernisse im Back-Office überwinden können und dass mehr Bildungseinrichtungen größere Schritte auf ihrer digitalen Reise machen. Die digitale Agenda der EU – welche die Mitgliedstaaten dazu anhält, eLearning umfassend zu etablieren – hilft ihnen ebenfalls, die Herausforderungen zu meistern.

Bruhn fügt hinzu: „Führungskräfte erkennen deutlich, dass mehr Tempo und Effizienz wichtig sind. Aber während Technologie neue Horizonte eröffnet, müssen sie sich stärker auf die Kerngeschäftsabläufe konzentrieren und diese in echte digitale und vernetzte Abläufe umwandeln, bei denen Bildungsmaterialien und wichtige administrative Informationen zur richtigen Zeit im richtigen Format zur Verfügung stehen. Der schnelle Wandel ist ein wesentlicher Faktor zur Gewährleistung erfolgreicher Bildungsprogramme für das 21. Jahrhundert. Die gute Neuigkeit ist, dass die Führungskräfte im Bildungswesen damit nicht allein gelassen werden. Sowohl Initiativen seitens der Regierung und der Behörden als auch Innovationen aus der Privatwirtschaft unterstützen die Führungskräfte auf ihrem Weg in die Zukunft.“

Weitere Informationen über die größte Herausforderung, vor der Bildungseinrichtungen stehen, sind unter thoughtleadership.ricoh-europe.com/de verfügbar.
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ÜBER DIE STUDIE

Der Bericht basiert auf einer Befragung von 461 europäischen Führungskräften aus einer Vielzahl von Branchen. Die Befragten kommen aus Unternehmen aller Größenordnungen. Die Befragungsgruppe besteht aus ...
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