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Pressemitteilung

Unternehmen und Kommunikation: "Keiner versteht mich"

(PM) Mnzenberg, 16.07.2015 - So gut wie kein Unternehmen, was mangelhafte Kommunikation nicht beklagt. Kaum ein Mitarbeiter, die sich hier nicht beschwert. Immer fehlt irgendeine Information, htte der Chef, Kollege, Mitarbeiter es doch wissen mssen, kann es doch nicht sein, dass durch mangelnde Kommunikation so dumme und teure Fehler und Versumnisse entstehen. Aber es passiert jeden Tag, berall, immer wieder.

Wissen ist keine Holschuld

Gedankenlosigkeit ist einer der wichtigsten Grnde fr mangelhafte Information; die Mitarbeiter sollen sich geflligst einlesen, wozu hat man einen Mund zum Fragen, und die meisten Dinge erklren sich doch sowieso von selbst. Und da herrscht grte Verwunderung, wenn ein neuer Mitarbeiter morgens im Bro steht und niemand wei Bescheid oder nimmt ihn in Empfang. Blankes Entsetzen, wenn das Telefon bedingt durch eine groe Werbekampagne ununterbrochen schellt und die Zentrale ist unterbesetzt und wei nichts ber diese Kampagne. Oder wenn Handwerker ins Haus kommen, alles umrumen mssen und niemand ist darauf vorbereitet. Aber Information ist keine Holschuld, Information wird berbracht, nicht zur Verfgung gestellt.

Der wahre beltter

Hier wird Geld mit beiden Hnden zum Fenster rausgeschmissen. Was aber noch viel schlimmer ist, der Ruf des Unternehmens leidet; bei Kunden, Mitarbeitern und Geschftspartnern. Wenn dann von Kunden oder Geschftspartnern Beschwerden kommen gibt es ein Donnerwetter im Unternehmen. Das prasselt auf alle nieder, fhrt zu noch mehr Demotivation und Frustration ber die bestehende Situation, ohne die zu treffen, die das Chaos verursacht haben. Denn die, die das Donnerwetter loslassen, mssen sich oft an die eigene Nase packen.

Ein Plan ist ein Plan

Kommunikation in einer Organisation oder in einem Unternehmen hat einen informativen, einen kommunikativen und einen verkuferischen Aspekt. Richtige und gezielte Informationen ber das Unternehmen an seine Mitarbeiter bekommt man durch Zuordnung von Verantwortung. Wenn ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird, muss es eine Verantwortung fr den Einarbeitungsplan und die interne Bekanntmachung geben.

Wenn eine Kampagne geplant ist, mssen alle Mitarbeiter, besonders die, die in die Kampagne eingebunden sind, rechtzeitig informiert werden. Gleiches gilt natrlich auch fr Umbauarbeiten, von denen Mitarbeiter betroffen sind. Fr alle diese Bereiche gibt es im Unternehmen verantwortliche Abteilungen, die eingebunden werden knnen.

Kommunikation muss berzeugen

Kommunikation und internes Verkaufen hngen eng zusammen. Unzureichende Kommunikation ob im Gesprch oder beim Vortrag kommt daher, dass gedacht nicht gesagt ist, gesagt nicht gehrt ist, gehrt nicht verstanden ist und verstanden nicht getan ist. Kommunikation muss also darauf abzielen, die Information so aufzubereiten, dass sie verstanden und umgesetzt wird. Dazu gehrt auch der zweite Part, der verkuferische Aspekt.

Viel zu wenig wird in Unternehmen darauf geachtet, Entscheidungen und Manahmen intern zu verkaufen. So wie man – hoffentlich – fr einen Kunden seine spezifischen Vorteile bei Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung darstellt, sollte man auch bei internen Prozessen und Aufgaben die Vorteile fr die Mitarbeiter suchen. Sie werden dann viel leichter und motivierter ihre Aufgaben erfllen, als wenn sie zu einer Ttigkeit befohlen wird. Natrlich ist der Befehl oder die Anordnung fr einen Vorgesetzten viel einfacher, weil er sich keine Gedanken um seinen Mitarbeiter zu machen braucht. Vielleicht ist es auch manchmal nicht anders mglich. Aber der Erfolg wird bei einem berzeugten Mitarbeiter ungleich hher sein.

Instrumente zur Information

Kommunikationsinstrumente gibt es viele; schnelle Informationen per E-Mail ber einen neuen Mitarbeiter. Regelmige Informationen ber Werbe- und Verkaufskampagnen per Aushang oder auf dem Server so abgelegt, dass alle Mitarbeiter eine Nachricht bekommen, wenn sich die Datei ndert. Abteilungsbesprechungen, wenn Vernderungen wie Umbauten oder Kampagnen kommen und die Arbeit dafr anders geplant werden muss. Und nicht zu vergessen, die gute alte Firmenzeitung oder der Betriebsaushang, wo in Papierform oder als Newsletter regelmig ber alles Relevante oder vielleicht auch nicht Relevante berichtet wird.

Man sollte auch nicht so blauugig sein, zu glauben, alle Kommunikationsprobleme seien damit gelst. Defizite werden immer noch vorhanden sein, aber auf einem deutlich geringeren Niveau und die Betriebsablufe werden davon nicht mehr so stark betroffen sein. Und vor allem sollte man auch des Guten nicht zu viel tun; zu viel Kommunikation, zu viel Information verstopft die Kommunikationskanle, das ist sicher genauso schlimm. Praktisches Beispiel dafr ist die nicht zu bewltigende Flut, die uns per E-Mail erreicht. Wenn hier keine Regeln geschaffen werden, bleibt keine Zeit mehr fr die wirklich wichtigen Themen.
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Profil Autor Helmut König von Königskonzept Helmut König arbeitet als Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt Vertriebskonzepte. Er gibt regelmäßig Fachartikel zu Vertriebsthemen heraus.
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