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Achtung, Fehlerquelle: Rechnungsstellung bei Auslandslieferung

(PM) , 19.11.2007 - Deutschland ist Exportweltmeister – ein Satz, der schon seit Jahren seine Gltigkeit immer wieder von Neuen unter Beweis stellt. Immer mehr Unternehmen bedienen nicht nur den heimischen Markt, sondern nutzen auch die Absatzpotenziale der umliegenden Lnder fr Ihre Waren und Dienstleistungen. Besonders im Mittelstand ist ein zunehmender Exporttrend zu beobachten. Die neuen Mglichkeiten des eCommerce tun ein brigens, um diese Entwicklung noch zu beschleunigen.

Dabei sind es vor allem Nischenprodukte und exotische Waren, die vermehrt internationale Kundschaft anzieht. Neben sprachlichen Hindernissen mssen aber noch ganz andere Hrden fr einen ordentlichen Geschftsabschluss gemeistert werden.

Hervorzuheben ist besonders die Erstellung und Versendung ordnungsgemer Rechnungen bei Geschften mit auslndischen Kunden. Vielfach ist zu beobachten, dass gerade in diesen Fllen viele Fehler bei der Rechnungserstellung gemacht werden. Die Folgen sind dann zumeist verrgerte Kunden, unntige Brokratie und vielfach Steuernachzahlungen im eigenen Land.

Knackpunkt ist vor allem der richtig Ausweis der Umsatzsteuer auf der Rechnung. Dieser richtet sich nach Art des Kufers und Zielland der Lieferung.

Bei Kunden in Deutschland sind grundstzlich alle Lieferungen umsatzsteuerpflichtig. Bei auslndischen Kunden ist eine Unterteilung vorzunehmen:
Auf der einen Seite mssen die Kunden im Gemeinschaftsgebiet der EU und auf der anderen Seite Kunden im Ausland unterschieden werden.

Betrachtet man zunchst Kunden im Gemeinschaftsgebiet der EU, z.B. sterreich, so handelt es sich bei Lieferungen an Unternehmen in diesen Lndern um eine innergemeinschaftliche Lieferung. Bei einer gltigen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt.-IdNr.) des Empfngers erfolgt die Lieferung und damit auch die Rechnungsstellung grundstzlich ohne Ausweis der Umsatzsteuer. Die USt.-IdNr. fr deutsche Hndler wird auf Antrag vom Bundeszentralamt fr Steuern vergeben. Hier kann auch eine erhaltene USt.-IdNr. auf ihre Gltigkeit geprft werden.

Jedoch ist das empfangene Unternehmen verpflichtet, die geltende Umsatzsteuer auf die Lieferung in seinem Land abzufhren. Erfolgt die Lieferung indes an Privatpersonen im EU-Gemeinschaftsgebiet, so richtet sich die Besteuerung nach den so genannten landesabhngigen Lieferschwellen. Gemeint ist damit die wertmige Menge der Lieferungen im Wirtschaftsjahr in das entsprechende Land. Wird diese Grenze nicht berschritten, so sind die Lieferungen in Deutschland zu versteuern, bei einer berschreitung erfolgt die Versteuerung im Zielland. Fr bestimmte Verbrauchsgter, wie Tabak oder Alkohol gelten hier gesonderte Regelungen.

Bei Lieferungen in ein Drittland, wie z.B. die Schweiz, ist es unerheblich, ob es sich bei dem Empfnger um Unternehmen oder Privatpersonen handelt. Die Lieferung ist als Ausfuhrlieferung in Deutschland von der Umsatzsteuer befreit. Damit entfllt auch die Umsatzsteuerausweisung auf der Rechnung. Um sich spteren rger mit den Behrden zu ersparen, sollte der Unternehmer vor allem auf entsprechende Nachweise fr die tatschliche Versendung der Ware achten. Dies sind zum Beispiel Frachtbriefe oder Posteinlieferungsscheine.

Gerade beim Versand von Waren ins Ausland sind eine Menge Sonderflle und komplizierte Fallkonstellationen zu beachten. Besonders bei mehreren beteiligten Lndern oder bestimmten Waren und Produktgruppen kann die umsatzsteuerliche Handhabung sehr kompliziert werden. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, sollte auf jeden Fall ein fachkundiger Steuerberater zu Rate gezogen werden.
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