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Pressemitteilung als Maulkorb: Zensur aus der PR-Abteilung

Die PR-Abteilung der Bundesagentur für Arbeit versucht, Journalisten Maulkörbe anzulegen. Im so genannten Themendienst bietet die Agentur online Texte an. Journalisten müssen die Texte ohne redaktionelle Bearbeitung übernehmen. (Stand: 19. 10. 2009)
(PM) Bremen, 12.11.2009 - Laut den Allgemeinen Geschftsbedingungen (AGB) des Themendienstes drfen Journalisten die Texte nicht einmal kommentieren oder ergnzen. "Wenn PR die journalistische Pflicht zu sorgfltiger Recherche und Prfung von Informationen aushebeln soll, manvrieren sich die Verantwortlichen ins Abseits", kritisiert der Bremer Medien-Experte Roland Bsker. Verantwortungsvolle Kommunikation mit ffentlichkeit und Medien bedeutet nach Ansicht des gelernten Journalisten, journalistische Berufsethik und die Vorschriften der Pressegesetze zu respektieren.

Gesetzliches Recht zur Kritik

Laut Bayerischem Pressegesetz obliegt der Presse "die Pflicht zu wahrheitsgemer Berichterstattung und das Recht, ungehindert Nachrichten und Informationen einzuholen, zu berichten und Kritik zu ben" (BayPrG, Artikel 3 Absatz 2 - Pressegesetze sind Lndersache, die Regelungen der jeweiligen Bundeslnder sind hnlich). "Die AGB der Arbeitsagentur kratzen das journalistische Recht, Kritik zu ben, mindestens an", urteilt Bsker. Hinzu komme, dass nicht der Anbieter von PR-Material, sondern der im Sinne des Pressegesetzes jeweils verantwortliche Journalist fr den Wahrheitsgehalt gedruckter oder gesendeter Beitrge hafte.

"Wenn eine Information der Arbeitsagentur also fehlerhaft ist und verffentlicht wird, mssen jene dafr gerade stehen, die nach dem Willen der Agentur gar keine Mglichkeit haben sollen, die Beitrge zu bearbeiten." Solche "Trickserei" untergrbt nach Einschtzung des Inhabers des Bremer Text- und PR-Bros medien-dialog & kommunikation (mediko), das Vertrauen von Journalisten in die jeweilige Presse- und PR-Stelle. "Ein PR-GAU."

Versto gegen Pressekodex

Zudem hat der Deutsche Presserat am 22. Oktober in Berlin den berarbeiteten Leitfaden zu Ziffer 7 des Pressekodex vorgestellt. Der Pressekodex ist die berufsethische Leitlinie fr Journalisten; der Presserat ist das Selbstkontrollgremium der Medien in Deutschland. Demnach mssen Medien und Journalisten streng zwischen redaktionellen Beitrgen und Werbung trennen.

"Bloes Kopieren von Verlautbarungen kommt aber dem Verffentlichen werblicher Beitrge sehr nahe, weil entsprechende Texte ja dem Interesse des Anbieters – in diesem Falle der Arbeitsagentur – dienen", urteilt der gelernte Journalist Bsker, "das lernen Volontre im ersten Ausbildungsjahr."

Negativ-Beispiel

Unternehmen seien gut beraten, "aus diesem Fall zu lernen". "PR-Arbeit muss auf gegenseitigem Verstehen zwischen Pressestelle und Journalisten aufbauen. Wer Information mit Drangsalierung verwechselt, erweist seinem Unternehmen einen Brendienst", warnt Bsker und rt, entsprechende Angebote von Dienstleistern zu prfen.

"PR-Verantwortliche gut beraten, professionelle journalistische Untersttzung zu nutzen und sich nicht von vermeintlichen Erfolgsrezepten blenden zu lassen. Wir von medien-dialog & kommunikation setzen auf vertrauensvollen Dialog zwischen Medien und unseren Klienten."
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