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Jeder, wie er’s mag

(PM) , 29.05.2008 - Dem Trend zu mehr Zweirad-Individualismus begegnen immer mehr Radhersteller mit Baukasten-Systemen. Der pressedienst-fahrrad hat sich einige Online-Konfiguratoren angeschaut.

[pd-f] Fahrrder im Einheitslook? Hierzulande sind immer weniger Radfahrer bereit, sich ein Trekking-Bike mit Dreifachkurbel und Federgabel von der Stange als universell einsetzbares Allzweck-Rad einreden zu lassen.

Utopia: schon immer individuell
Immer mehr Hersteller gehen deshalb dazu ber, Fahrrder im Baukasten-System anzubieten. Die Standard-Modelle dienen hufig nur noch als Basis fr die Bestellung eines individuell konfigurierten Fahrrades, das der Kufer zu Hause am Rechner schon vorab ausgetftelt hat. Dass dies funktioniert, liegt laut Ralf Klagges vom Fahrradhersteller Utopia (www.utopia-fahrrad.de) an vernderten Gewohnheiten der Informationsgewinnung: „Immer mehr Kufer hochwertiger Rder informieren sich erst im Internet oder in Fachzeitschriften; dadurch haben sich die Aufgaben des Hndlers gendert. Heute liegt der Schwerpunkt bei der Probefahrt und konkreten Zeigen der Komponenten sowie bei dem spteren Werkstattservice.“

Klagges kennt sich aus. Sein Unternehmen bietet seit 25 Jahren individuell aufgebaute Fahrrder an; der Online-Konfigurator ist seit 1998 im Netz. Allein aus Rahmenmodellen, -hhen und –farben sowie den diversen Schaltungsvarianten entstehen bei Utopia rund 1600 Kombinationsmglichkeiten, dazu kommen zahlreiche Optionen bei Bremsen Lenker, Beleuchtung und so weiter. Die Qual der Wahl, die sich daraus ergibt, gehrt dazu, Utopia-Modelle „von der Stange“ wrden laut Klagges keinen Sinn machen: „In den letzten 20 Jahren sind alle Versuche gescheitert, so genannte Basic-Rder anzubieten, obwohl die Hndler diesen Wunsch immer wieder vorbrachten. Sich selbst seine Ausstattung auszuwhlen, ist in der Vorstellung der Kufer ein integraler Bestandteil der Marke geworden.“

Sinus: Modellvielfalt als Markenzeichen
Mit der Marke Sinus (www.sinus-fahrrad.de) stieg der Fahrradhersteller Winora vor rund fnf Jahren ins Baukasten-Geschft ein. Sinus bietet Modelle vom Citybike bis zum Reiserad, diverse Schaltungsoptionen, etliche Wahlmglichkeiten bei den Anbauteilen und mehr als 40 Farbvarianten. Diese groe Auswahl an Farben dient dem Hersteller brigens auch als Seismograph: „Bei Sinus wurden schon vor Jahren weie Rder geordert, als die Masse noch schwarz oder silbern war“, erklrt Marketing-Chef Moeschler.

Standard-Konfigurationen werden nur selten gewhlt; stattdessen berraschen die Kunden immer wieder durch ausgefallene Kombinationen. Ein Tiefeinsteiger-Cityrad mit der edlen Mountainbike-Schaltung Sram X.O zum Beispiel wre weder den Hndlern noch den Produktplanern in den Sinn gekommen – doch der Konfigurator zeigt, dass diese Kombi durchaus eine Fan-Gemeinde hat.

Dass die Sinus-Rder im Vergleich zu hnlich ausgestatteten Standard-Rdern etwas teurer sind, erklrt sich mit dem deutlich hheren Aufwand, den der Hersteller treibt: „Die Custom-made-Rder werden nicht am Band gefertigt, sondern entstehen in Einzelmontage. Der Kunde erhlt einen Fahrradpass mit der Unterschrift des Monteurs, der fr die Qualitt brgt“, erklrt Moeschler.

riese und mller: alles auer ungefedert
Erst seit dieser Saison bietet riese und mller, der Spezialist fr voll gefederte Fahrrder (www.r-m.de), ein Baukasten-System an. „Seit 2005 wurde der Ruf nach mehr Wahlmglichkeit strker“, erklrt Firmensprecher Tobias Spindler. „Mit unserem Konfigurator wollten wir einen einfach bedienbaren und bersichtlich gestalteten Custom-Bereich kreieren.“ Dafr sorgen bei riese und mller die Grundkonfigurationen aller Rder, die in modellbergreifende Kategorien sowie die gngigen Schaltungsvarianten eingeteilt sind.

„Unsere Grundkonfigurationen finden weiterhin groen Anklang“, erklrt Spindler, insgesamt wrden inzwischen jedoch 85 Prozent aller Rder individuell konfiguriert. „Es gibt nicht mehr nur einen Topseller in jeder Kategorie. Die Farbwahl wird brigens auch vom Konfigurator optisch angezeigt – ausgesprochen hilfreich bei der Auswahl der passenden Optik; bedeutete jedoch ber 150 Rder aufzubauen und einzeln zu fotografieren.

Auswahl ja! Narrenfreiheit nein!
„Die meisten Konfiguratoren im Fahrradbereich sind unserer Meinung nach sehr voll gepackt und zu komplex“, erklrt Spindler; so verzichtet riese und mller beispielsweise darauf, dem Kunden unzhlig viele Sattel- oder Lenkermodelle zur Wahl zu bieten. Bauteile wie Sattel und Lenker lassen sich vor Ort beim Hndler ausprobieren und tauschen.

Serotta: Individualismus hoch zehn
Beim US-amerikanischen Rennradspezialisten Serotta(www.serotta.de) ist jedes Rad ein Unikat, denn die traditionsreiche Firma baut seit jeher vorrangig auf Ma – einige konfektionierte Standard-Modelle ausgenommen. Zustzlich zu dem Service, sich eingehend vermessen und beraten zu lassen, damit der Traumrenner auch wirklich passt, knnen Kunden nun am Computer ihren individuellen Serotta-Rahmen gestalten.

Serotta entwarf dafr eigens ein Computerprogramm, das die Zusammenstellung des Nutzers blitzschnell und lebensecht auf den Bildschirm zaubert. Frank Stefan Kimmel von Serotta Deutschland lobt die „fantastische Mglichkeit fr unsere Kunden, die Vielfalt an Mglichkeiten auszuprobieren, zu verndern und das Resultat umgehend vor sich zu sehen“. Mehr als eine Millionen unterschiedlicher Rahmen-Design lieen sich so erklicken.
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