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Bergradeln

(PM) , 17.07.2008 - Unzhlige Hobbyradler kurbeln leidenschaftlich gern bergauf, mglichst die groen Alpenpsse, die durch Rennen wie die Tour de France bekannt geworden sind. Worauf muss achten, wer sich dieser Herausforderung einmal selbst stellen und dem Ruf der Berge folgen mchte?

[pd-f]Kaum sind die Passstraen wieder geffnet, beginnt die Saison der radelnden „Bergziegen“. Sehnig und braun gebrannt, mit entschlossenem Blick und lockerem Tritt, streben sie den Gipfeln entgegen. Wer es ihnen gleichtun mchte, braucht erst einmal das richtige Rad. Leichte Rennrder sind auf den asphaltierten Bergstraen erste Wahl. Hier knnen sie ihre Strken – geringes Gewicht und niedrige Fahrwiderstnde – ausspielen.

Empfehlenswert ist ein drittes, kleines Kettenblatt vorn als „Steighilfe“. „Damit hat das Rad nicht nur die blichen 18 oder 20 fein gestuften Gnge, sondern bis zu 30, darunter auch extrem kleine, mit denen man lange Steigungen im Sitzen hinaufkurbeln kann“, erklrt Stefan Scheitz vom Rennradspezialisten Felt, der zahlreiche Modelle mit drei Kettenblttern im Programm hat (www.felt.de).

Auch die Fachleute der Aktion Gesunder Rcken (AGR, www.agr-ev.de) raten zu leichten bersetzungen. „Ein runder, flssiger Tritt im Sitzen ist am schonendsten“, sagt Georg Stingel von der AGR.
Ebenfalls ein heier Tipp vom Rennrad-Experten Felt sind Rennrder mit Komfort-orientierter Geometrie. Seine Firma hat unter dem Namen „Z-Serie“ ein ganzes Sortiment solcher Modelle im Programm (ab 699 Euro, „Z90“). Deren Topmodell steht dem regulren Profirad in Sachen Hightech in nichts nach, sorgt jedoch mit krzerem Oberrohr und lngerem Steuerrohr fr eine deutlich aufrechtere Sitzhaltung. „Am Berg kann man mit dieser Position besser die Rumpfmuskulatur einsetzen und auch die Atmung fllt leichter“, erklrt Stefan Scheitz die Vorzge des Konzepts. brigens: Auch viele Fahrer des US-Profiteams Slipstream-Chipotle setzen auf den Z-Rahmen ihres Materialsponsors Felt.
Es muss nicht gleich ein neuer Rahmen sein, wenn man aufrechter sitzen mchte: Ergonomie-Hersteller Humpert (www.humpert.com) bietet mit dem „Swell-R“ (ca. 65 Euro) einen winkelverstellbaren Vorbau an, der sehr verwindungssteif und leicht ist (unter 200 g) und auch in passenden Maen frs Rennrad erhltlich ist.

Locker fahren, hufig trinken
Um die Belastung am Berg richtig zu dosieren, fhrt man am besten in der Gruppe: „Wer sich unterwegs noch unterhalten kann, fhrt im grnen Bereich“, meint Thomas Johanterwage vom mobilen Leistungsdiagnostiker „OnTrack“ (www.ontrack-online.de). Genug Getrnke und Verpflegung sollte man stets dabei haben. „Bananen, einige Power-Riegel und Apfelschorle“, rt Thomas Wiemann vom italienischen Trinkflaschen-Spezialisten Elite (www.elite-it.com). „Und regelmig trinken, bevor der Durst kommt.“ Fr die hochsommerlichen Touren der kommenden Saison hat der renommierte Hersteller eine kleine Sensation parat: „Nanogelite“, die erste Thermo-Trinkflasche (18,50 Euro), die elastisch ist wie ein richtiges „Bidon“.
Sie wird durch Zusammendrcken entleert, nicht durch anstrengendes Saugen.

Ab und zu eine kurze Pause einlegen schtzt vor beranstrengung – und erlaubt es dem Sportler, einmal ausgiebig die Landschaft zu genieen. Schnellere Fahrer sollte man ziehen lassen. Entweder sie haben sich bernommen und werden spter wieder eingeholt, oder sie sind strker ...

Gute Vorbereitung zhlt
Thomas Wiemann rt, sich vor dem Start unbedingt mit wasserfester Sonnenmilch einzucremen: „In groer Hhe ist die Sonnenstrahlung sehr intensiv.“ Auerdem, so sein Tipp, Sitzcreme verwenden und die Beine mit Startl einreiben. „Das erfrischt, macht die Beine locker und frdert die Durchblutung“, erklrt Wiemann, dessen Firma zahlreiche Berufssportler mit „Ozone“-Pflegeprodukten versorgt. Wichtig ist auch eine gute Sportbrille, die die Augen vor hellem Licht und Insekten schtzt.

Vor dem Gipfelsturm sollte man sein Rad vom Fachhndler auf Herz und Nieren prfen lassen, mit besonderem Augenmerk auf den Bremsen und Reifen. Die Pneus drfen nicht abgefahren sein. Auf dem oft rauen und geflickten Asphalt in den Alpen und den Pyrenen fahren viele Hobbyradler brigens mit etwas breiteren Reifen: 25 oder 28 Millimeter statt der blichen 23, mit denen die Profis unterwegs sind. „Mehr Volumen gleich deutlich mehr Komfort und Grip in den Kurven“, beschreibt Carsten Zahn vom Reifenhersteller Schwalbe die Vorteile (www.schwalbe.de).

Unerwarteter Nebel kann in den Bergen genauso die Sicht verschlechtern wie schlecht beleuchtete Tunnel oder Galerien. Ein Tipp fr bessere Sichtbarkeit unter erschwerten Bedingungen: „TT-Reflect Reflexbnder, die bis zu 400 Meter weit reflektieren“, so Uwe Dohse vom Anbieter Rema Tip Top (www.rema-tiptop.de, ab 5 Euro). Oder die winzigen, aber ultrahellen Leuchtdioden des „TopFire“-Helmrcklichts von Busch und Mller, das in die Lftungsschlitze des Helms geklebt wird (www.bumm.de, 14 Euro).

„Houston, wir haben ein Problem“ – kleine Helfer
Radsportler sollten nur komplett ausgestattet ins Gebirge ziehen. Dazu gehrt auf jeden Fall ein hochwertiger Fahrradhelm. Modelle wie der „ S-Force Road“ von Abus (www.abus.de, ab 54 Euro), den auch die Rennfahrer des Teams Sparkasse einsetzen, verbinden gute Belftung mit optimaler Schutzwirkung.
Nicht fehlen sollten Ersatzschlauch, Miniwerkzeug und eine kompakte Luftpumpe, dann steht dem ersten Gipfelsturm nichts mehr im Weg. Erfahrene Radsportler packen alles in eine kompakte Satteltasche wie die „Euston“ von Abus (12,95 Euro), damit die Rckentaschen von drckender Fracht frei bleiben; die Pumpe lsst sich leicht am Rahmen befestigen.
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