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Pressemitteilung

Rechtzeitige Stiftung bringt Steuerabzug

(PM) Bonn, 10.06.2010 - Meist ist das vorrangige Stiftermotiv aber nicht die Steuerersparnis, sondern die Konservierung des Vermgens, was mangels qualifizierter Nachfolger mit dem herkmmlichen Erbfall nicht erreichbar erscheint. Der Nachlass lebt und vermehrt sich dann ber eine Stiftung auf lange Sicht nach den persnlichen Vorstellungen. Das Kapital bleibt erhalten, der Stiftungszweck wird nur aus den Ertrgen gefrdert. Allerdings lohnt sich der ganze Aufwand nicht mit jedem Einsatz, erst ab 300.000 Euro Startkapital ist eine Grndung sinnvoll.
Bei dieser Grenordnung wirken auch die Privilegien des Fiskus. Steuerbefreiung whrend der gesamten Verwaltungsdauer und ein hoher Sonderausgabenabzug bei Grndung und spteren Einzahlungen machen Einrichtungen attraktiv, die gemeinntzige oder mildttige Ziele – wie die Frderung von Umweltschutz, Kunst oder Forschung – verfolgen. Die Mittel mssen mindestens in einen der begnstigten Zwecke flieen und das Handeln der Stiftung muss selbstlos erfolgen. Hierzu gibt es von der Finanzverwaltung eine Musterformulierung, wie eine Stiftungssatzung auszusehen hat.
Ein formloser Antrag beim Finanzamt auf Anerkennung der Gemeinntzigkeit ist der erste Schritt zur Steuerbefreiung fr die neu gegrndete Stiftung. Dann geht der Besitz ohne Belastung mit Erbschaft- oder Schenkungsteuer auch nach der Reform ab 2009 ber und kann anschlieend in voller Hhe fr die erwnschten Frderzwecke eingesetzt werden.
Sofern sich Brger im Rahmen ihrer Nachlassplanung mit der Alternative einer Stiftung beschftigen, sollten sie den Zeitpunkt der bertragung beachten. Denn der Sonderausgabenabzug von bis zu einer Million Euro gelingt nicht mehr, wenn Bankguthaben, Immobilien oder Betriebsvermgen aufgrund der testamentarischen Anweisung erst unmittelbar nach dem Tod an eine gemeinntzige Stiftung flieen sollen. Das Finanzgericht Hamburg stellte jetzt klar, dass beim Sonderausgabenabzug das Abflussprinzip gilt, wonach Gelder erst in dem Jahr steuerlich zhlen, in dem sie tatschlich berwiesen werden (Az. 3 K 242/08). Der Sonderausgabenabzug scheitert bei der Stiftungszuwendung aus Anlass des Todes, da der Erblasser in einem solchen Fall selbst keine Ausgabe leistet und wirtschaftlich somit nicht mehr belastet ist. Das Vermgen geht erst mit dem Erbfall auf die Stiftung ber, fliet also nicht mehr zu Lebzeiten ab. Dies gilt unabhngig davon, ob die gemeinntzige Stiftung bereits besteht oder anlsslich des Todes des Erblassers erst neu gegrndet wird, so die Richter. Mehr zum Thema der mustergltigen Satzung bei der Errichtung einer gemeinntzigen GmbH finden Interessierte in dem Band „Gemeinntzige GmbH“ von Dr. Andreas Rohde und Dr. Lutz Engelsing, erschienen 2010 beim VSRW-Verlag, Bonn. Der Band kann fr 19,80 € unter Tel. 0228 95124-0 oder unter www.vsrw.de bestellt werden.
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Der VSRW-Verlag Dr. Hagen Prühs wurde 1977 als Einzelunternehmen gegründet. Hinter der Abkürzung VSRW verbirgt sich der Verlag für Steuern Recht und Wirtschaft. 1988 wurde der Verlag in eine GmbH umgewandelt, deren ...
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