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Mehr ist nicht immer besser

(PM) , 25.01.2007 - Multivitaminprparate im ko-Test schneiden schlecht ab In der neuen Ausgabe von ko-Test Kompakt stehen Nahrungsergnzungsmittel im Fokus der Untersuchungen. Besonders Multivitaminprparate schneiden durch ber- oder Unterdosierungen, unzureichenden Deklarationen sowie fehlenden Warnhirnweisen schlecht ab, kommentiert heute die Ernhrungswissenschaftlerin Anja Baustian von der Gesellschaft fr Ernhrungsmedizin und Ditetik e.V. aus Aachen. Multivitaminprparate mit Vitamin A bis Z wie Zink, sollen den Verbraucher mit allen lebenswichtigen Vitaminen und Mengenelementen versorgen. ko-Test untersuchte die Prparate hinsichtlich Dosierung, Deklaration sowie Zusammensetzung. Hierzu wurden 29 Nahrungsergnzungsmittel aus Reformhusern, Apotheken, Supermrkten und Drogerien zusammengetragen und analysiert. Das Ergebnis ist erschreckend. Nur 3 Produkte von 29 erhielten die Bewertung „ausreichend“, 15 Produkte bekamen „mangelhaft“ ausgestellt und 11 Erzeugnisse erhielten „ungengend“ als Gesamturteil. Grund fr die Kritik sind ber- beziehungsweise Unterdosierungen von einzelnen Inhaltsstoffen. Einige Anbieter berschreiten die Menge an Vitaminen um das Dreifache. Weiter sind teilweise Stoffe hinzugesetzt, dessen Nutzen noch nicht eindeutig geklrt ist. Warnhinweise fr Kinder bei der Verwendung von Molybdn fehlten fast vollstndig. Darber hinaus vermissten die Tester Kennzeichnungen, dass die Prparate kein Ersatz fr eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernhrung sind. Vitamin-C-Produkte hingegen erzielten erfreulicherweise gute Ergebnisse. Die Hlfte der Vitamin-C-Prparate wiesen kaum Mngel auf. Lediglich 13 der 28 untersuchten Erzeugnisse erhielten Gesamturteile von „befriedigend“ bis „ausreichend“. Die Hhe der Zufuhr stellte den Kritikpunkt der ko-Tester dar. Die Analyse von ACE-Sften wies durchwachsene Ergebnisse auf. Hier berzeugten 5 von 19 Sften mit dem Gesamturteil „gut“. 3 ACE-Getrnke erzielten noch „befriedigend“ sowie „ausreichend“. Die restlichen Sfte fielen im Test durch. Oft ist Beta-Carotin den ACE-Getrnken hinzugefgt. Beta-Carotin geriet schon vor einiger Zeit in die Schlagzeilen. Bei einer erhhten Zufuhr stellte man ein gesteigertes Risiko an Lungenkrebs fest. Das Bundesinstitut fr Risikobewertung rt nicht mehr als tglich 2 Milligramm synthetisches Beta-Carotin aufzunehmen. Um das schlechte Image zu umgehen, findet sich jetzt die Bezeichnung Pro-Vitamin A statt Beta-Carotin auf den Produkten. Anzumerken ist jedoch, dass in den Sften niemals die krebserregenden Dosen von Beta-Carotin zugesetzt ist. Nahrungsergnzungsmittel suggerieren oftmals dem Verbraucher, mit der Einnahme einer Pille die Bedarfsdeckung jeglicher Vitamine und Mengenelemente zu erreichen. In bestimmten Lebenssituationen oder bei bestimmten Erkrankungen kann eine Supplementation sinnvoll sein. Aber mehr ist nicht immer besser sowie kein Ersatz fr eine ausgewogene Ernhrung, zeigte der ko-Test anschaulich (1). 3.006 Zeichen Literatur: (1) ko-Test Kompakt Vitamine. Januar 2007
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