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Fachgesellschaft fr Ernhrungstherapie und Prvention (FET) e.V.
Pressemitteilung

Lightprodukte haben ausgedient

(fet) – Fett macht nicht „fett“. Dies bestätigt nun auch der Datenvergleich von vier europäischen Ländern im Rahmen der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition).
(PM) Aachen, 22.10.2009 - „Fettiges Essen ist die Ursache fr das bergewicht der Deutschen“ Dieser Zusammenhang hlt sich seit Jahrzehnten hartnckig in den Kpfen der Menschen und fhrte dazu, dass manch namenhafte Ernhrungsgesellschaft hohem Fettkonsum den Kampf ansagte. Auch die Nahrungsmittelindustrie sprang auf den Zug auf und ersetzte ihre Produkte zunehmend durch fettreduzierte Lightvarianten. Doch genutzt hat es wenig, wie der Blick auf unsere Straen besttigt.

Einen herben Dmpfer bekommen die Anti-Fett-Kampagnen nun auch durch die Ergebnisse der EPIC-Studie, die seit 17 Jahren die Auswirkungen unserer Ernhrung auf die Krebsentstehung untersucht. Beim Vergleich der Daten von etwa 90.000 Patienten aus Deutschland, den Niederlanden, England, Italien und Dnemark war kein Zusammenhang zwischen aufgenommener Fettmenge und bergewicht erkennbar. Selbst beim Blick auf die Fettzusammensetzung zeigte sich kein Einfluss. Weder schienen gesttigte Fettsuren Gewichtszunahmen zu erklren noch ungesttigte Fettsuren Pfunde purzeln zu lassen. „Fettreduzierte Diten sind keine Lsung fr die Adipositasepidemie“, so die Schlussfolgerung der Wissenschaftler. Vielmehr sehen sie die Ursache in der zunehmenden Bewegungsarmut begrndet. So weisen die deutschen Mnner im europischen Vergleich den hchsten Anteil massiv bergewichtiger und die geringste Aktivitt auf. Bei unseren niederlndischen Nachbarn verhlt es sich hingegen umgekehrt.

Wer mit der Tte Lightchips vor dem Fernseher sitzt oder fettarme Fruchtgummis vor dem Computer nascht, braucht sich daher nicht zu wundern, wenn die Waage unerwnschte Zahlen anzeigt. Denn Kalorien, die der Mensch nicht verbraucht, fhren zu berflssigen Pfunden. So bringt es nichts, die Schuld in einer bestimmten Nhrstoffgruppe zu suchen. Vielmehr sollte das Augenmerk der Ernhrungsempfehlungen auf der Qualitt der Nahrungsmittel und nicht auf deren Fettgehalt liegen. Pflanzenle beispielsweise verlieren durch industrielle Hrtung einen groen Teil der gesunden Eigenschaften. Ist pflanzlicher Sahneersatz dann wirklich besser fr die Figur?

Fettarme Diten sind ohnehin meist von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn Fett ist ein wichtiger Geschmackstrger. Was bringt es da die meist eh schon verminderte Lebensqualitt bergewichtiger Patienten durch das Verbot aromatischer Speisen noch weiter einzuschrnken? Zudem gehren fettreiche Nahrungsmittel wie Olivenl, Seefisch und Nsse zu einer gesunden Ernhrung einfach dazu.

Redaktion: Christine Langer

Quelle: Forouhi NG et al.: Dietary fat intake and subsequent weight change in adults: results from the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition cohorts. Am J Clin Nutr: 2009. [Epub ahead of print]
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