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Fachgesellschaft fr Ernhrungstherapie und Prvention (FET) e.V.
Pressemitteilung

Wenn das Schutzschild des Darms versagt

(PM) , 09.07.2009 - Aachen (fet) – Mit Darmbeschwerden ist nicht zu spaen, denn bleiben diese unbehandelt knnen auf Dauer schwerwiegende Schden und Erkrankungen auftreten.

Bei aller Sorge um die Gesundheit von Herz und Hirn vergessen wir hufig eines unserer wichtigsten Organe – den Darm. Dieser bernimmt nicht nur den Hauptteil der Verdauung, sondern umfasst auch den grten Verteidigungswall gegen Bakterien, Pilze, Viren und krperfremde Stoffe. Mit 400 Quadratmeter Oberflche bietet sich Keimen hier die grte Eintrittspforte in den Krper. Ein intakter Darm ist somit entscheidend fr unsere Gesundheit.

Jede Belastung schdigt das empfindliche Organ. bermiger Alkoholkonsum, Zucker und einige Zusatzstoffe beeintrchtigen den Darm ebenso wie fortdauernde Blhungen, Durchfall oder Verstopfungen. Insbesondere bei schlecht behandelten Nahrungsmittelunvertrglichkeiten, chronisch entzndlichen Darmerkrankungen oder Reizdarmsyndrom bekommt der Darm kaum Zeit sich zu erholen. Anfangs treten Lcken in der schtzenden Schleimhaut auf, wodurch Keime bis zu der dahinterliegenden Zellschicht vordringen. Hier aktivieren diese Immunzellen, welche Entzndungen frdern und Zellen zerstren. Enzyme sowie Transportsysteme in den Zellen gehen verloren und damit die Fhigkeit des Darms, Nhrstoffe zu spalten und aufzunehmen.

Eine zustzliche hohe Druckbelastung durch Blhungen und eine vermehrte Ansiedlung krankhafter Keime schdigen auf Dauer Eiweiketten, welche die Zellen der Darmschleimhaut zusammenhalten. Fehlen diese, entstehen Lcken zwischen den Zellen, durch die Keime und grere Nahrungsmolekle wie Getreide- oder Milcheiweibruchstcke ungehindert die Schleimhautbarriere berwinden. Das Immunsystem sieht sich nun einer Heerschar von Eindringlingen und allergieauslsenden Stoffen ausgesetzt und gert in Dauereinsatz. Chronische Entzndungen, Infektionen aber auch echte Nahrungsmittelallergien knnen sich hieraus entwickeln.

Wer beispielsweise als Betroffener einer Nahrungsmittelintoleranz denkt „Ich esse das doch so gern, dafr nehm ich halt das Drcken im Bauch in Kauf“ sollte sich bewusst sein, dass dies auf Dauer weitere Unvertrglichkeiten hervorrufen knnte. Auslser sind daher nur in vertrglichen Mengen zu konsumieren. Auch zucker- und strke- sowie zusatzstoffreiche Nahrungsmittel schdigen den Darm auf Dauer. Sauermilchprodukte wie Naturjoghurt, Saure Sahne und Kefir, aber auch Sauerkraut enthalten Bakterien, welche die physiologische Darmflora frdern. Omega-3-Fettsuren aus Seefisch, hochwertigem l und Walnssen wirken entzndungshemmend und strken den Zellzusammenhalt. Ballaststoffe aus Roggenvollkorn, Gemse, Beerenobst sowie Pilzen untersttzen die Verdauung und dienen der Darmflora als Nhrstoff. Diese bilden aus den schwerverdaulichen Stoffen kurzkettige Fettsuren, welche die Darmbarriere stabilisieren und das Immunsystem frdern.

Redaktion: Christine Langer
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