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Pressemitteilung

Google StreetView

Segen oder Fluch?
(PM) Saarbrcken, 21.05.2010 - Whrend Google Earth seinerzeit noch mit Spannung erwartet wurde, wird gerade in Deutschland ber kein Google-Projekt mehr diskutiert, als ber Google StreetView.

Das Straennetz der USA ist schon lange fast vollstndig unter Google StreetView abrufbar und immer mehr europische Staaten ziehen nach, um Besuchern einen virtuellen Sparziergang durch ihre Metropole zu ermglichen.
Noch dieses Jahr sollen weite Teile des deutschen Verkehrsnetzes online gestellt werden.

Whrend dieses Projekt auch in Deutschland von vielen mit Spannung erwartet wird, werden auch immer mehr Bedenken laut:

Fr die Befrworter von Google StreetView liegen die Vorteile auf der Hand

Nutzer knnen sich am Reiseort ihrer Wahl umsehen, ohne auch nur einen Fu vor die Tr zu setzten, oder die neue Nachbarschaft erkunden, ohne schon die Umzugskartons gepackt zu haben.

Datenschtzer warnen allerdings

Zur Katalogisierung der Straen und Landschaften fahren speziell ausgerstete Pkw mit mehreren hochauflsenden Kameras durch die eigene Strae und halten alles fest, was sich dort gerade abspielt.
Personen werden genauso erfasst und dargestellt, wie das eigene Haus – mit allen vorhandenen oder auch nicht vorhandenen Sicherungsvorkehrungen.

Zwar hat sich Google dazu verpflichtet, die Gesichter aller aufgenommenen Personen unkenntlich zu machen – zu pixeln –, allerdings gibt es keine Gewissheit, dass eine Identifizierung von Personen, gerade in der passenden Umgebung, z. B. vor der eigenen Haustr, nicht doch mglich ist. Hinzu kommt, dass die Anonymisierung der Gesichter automatisch erfolgt und keineswegs sichergestellt ist, dass das entsprechende Bildbearbeitungsprogramm alle Gesichter auch tatschlich erkennt.

Welche Mglichkeit bleibt also denen, die nicht sich selbst oder das eigene Haus fr jedermann zugnglich im world wide web prsentieren wollen?

Das Bundesministerium fr Ernhrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) empfiehlt Brgern, die eine Verffentlichung in Google StreetView ablehnen, der Verwendung des aufgezeichneten Bildmaterials zu widersprechen.
Der Widerspruch kann bei Google formlos erhoben werden und zwar

- per E-Mail an streetview-deutschland@google.com, oder
- per Briefpost an Google Germany GmbH,
Betreff Google Streetview
ABC-Str. 19
20354 Hamburg.

Einen Musterwiderspruch finden Sie auf der Homepage des BMELV unter:

www.bmelv.de/cln_172/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Internet-Telekommunikation/GoogleStreetview.html.

Alles Wissenswerte ber Google StreetView – insbesondere wann Aufnahmen von Ihrer Wohngegend geplant sind - erfahren Sie unter:

maps.google.com/intl/de/help/maps/streetview/faq.html.
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Frau Daniela Wagner-Schneider LL.M.
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