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KWAG - Kanzlei fr Wirtschafts- und Anlagerecht
Pressemitteilung

Ein trauriges Kapitel der Commerzbank geht (langsam) zu Ende

Investmentfonds Premium Management Immobilienanlagen (WKN: A0ND6C)
(PM) Hamburg/Bremen, 22.08.2011 - Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) lst den seit September 2010 eingefrorenen Immobiliendachfonds Premium Management Immobilien-Anlagen (PMIA) auf. Die Commerzbank bietet zeitgleich ca. 50.000 Anlegern an, ihre Wertpapiere fr 43,38 Euro pro Anteil abzukaufen. Die Commerzbank reagiert hiermit auf Tausende Beschwerden und Klagen von Kunden, die sich falsch beraten fhlten und fhlen.

Der Fonds wurde im Mai 2008 zum Erstausgabepreis von 52,50 Euro aufgelegt und nur an Kunden der Allianz und Commerzbank AG verkauft, in der Spitze verwaltete er 2,2 Mrd. Euro. Nach der bernahme der Dresdner Bank fiel er an die Commerzbank.

Im Zuge der Einfhrung der Abgeltungssteuer empfahlen viele Berater der Commerzbank im Jahr 2008 einen Tausch aus dem zum Konzernverbund gehrenden Hausinvest Europa in den damals ebenfalls von der Cominvest gefhrten Immobiliendachfonds. Spter, im September 2010, wurde der Dachfonds als unattraktiv eingestuft und geschlossen. Die Berater sollten mit einem anteiligen Ausgabeaufschlag wieder in andere Fonds umschichten, nicht selten in den Hausinvest Europa. Im Zuge der bernahme der Dresdner Bank ging die Cominvest in der Folgezeit an den Allianzkonzern ber, der Exklusiv-Vertrieb des Dachfonds oblag indes weiterhin der Commerzbank. Bizarr ist dabei, dass die Commerzbank auch die Rolle der „anlegerschtzenden“ Depotbank bei dem Fonds innehat und jetzt auch das Vergleichsangebot unterbreitet.

Schon seit Oktober 2010 bietet die Commerzbank Kunden an, ihre Anteile fr einen gewissen Prozentsatz anzukaufen. Die Angebote wurden dabei oftmals als Hrteflle bezeichnet. Wohl auch, damit sich die Commerzbank einen altruistischen Anstrich gibt. Die Mehrheit der Anleger war sensibilisiert. Eine Vielzahl von Schadensersatzklagen gegen die Commerzbank war die Folge. Bis es nun zu diesem Angebot - 43,38 Euro pro Anteil - kam.

„Was nun?“, fragen sich viele verunsicherte Anleger. Soll das Angebot angenommen werden oder soll die Commerzbank vor Gericht gezogen werden? „Diese Frage kann sicherlich nicht generell beantwortet werden. Allerdings erscheinen 43,38 Euro pro Wertpapier sehr gering“, erklrt Lutz Tiedemann, Fachanwalt fr Bank- und Kapitalmarktrecht bei der Kanzlei KWAG. „Wir haben bereits Vergleiche zum Preis von ber 49,00 € abgeschlossen“, so Tiedemann weiter. Das sind dann schnell ein paar Hundert Euro mehr.
Es lohnt sich folglich, ernsthaft zu berlegen, ob dieses Angebot angenommen werden sollte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die geschdigten Anleger oftmals bereits im Rentenalter sind und in diesem offenen Immobiliendachfonds ihre Altersvorsorge „liegen“ haben, allerdings nicht an das Kapital heranknnen.
Auch Anleger, die die Wertpapiere schon vor drei Jahren erworben haben, kann noch gerichtlich geholfen werden. Denn es gibt hier viele Faktoren, die von einer vorstzlichen Fehlberatung ausgehen lassen. Unsere Mandanten berichten ber identische Beratungsfehler, die fr uns ein erhebliches Indiz fr ein vorstzliches Organisationsverschulden der Commerzbank darstellen. Auch die Rolle der Commerzbank in ihrer Doppelfunktion als Vertrieb einerseits und anderseits als anlegerschtzende Depotbank berhrt Schadensersatznormen, die nicht an eine dreijhrige Verjhrungsfrist gebunden sind.

Angesichts des von der Commerzbank vorgelegten „Niedrig-Angebots“ sollten sich die betroffenen Anleger gut berlegen, ob das Angebot wirklich angenommen werden soll. Auch ein „Nachverhandeln“ oder die gerichtliche Auseinandersetzung bleiben als Option weiterhin bestehen. Bereits die Beauftragung eines Rechtsanwalts stellt fr Kreditinstitute einen deutlichen Hinweis dar, dass die Anleger sich nicht mit einem geringen Vergleichsangebot abspeisen lassen werden. Dies hat in der Vergangenheit vielfach schon bei anderen Anlageprodukten zu einem Einlenken und der Nachbesserung von Vergleichsangeboten gefhrt.
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�BER BER KWAG KANZLEI FR WIRTSCHAFTS- UND ANLAGERECHT AHRENS UND GIESCHEN - RECHTSANWLTE IN PARTNERSCHAFT

Die Bremer Rechtsanwälte Jan-Henning Ahrens und Jens-Peter Gieschen gründeten 2007 die KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens und Gieschen - Rechtsanwälte in Partnerschaft mit Sitz in Bremen und Hamburg. Die ...
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