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E-Food in Deutschland

Docdata-Geschäftsführer Stefan Heine sieht Potenzial vor allem im Luxussegment
(PM) Grobeeren, 08.07.2013 - Das Konzept des E-Commerce ist simpel: Kunden bestellen Waren online und lassen sich diese bequem nach Hause liefern. Beliebt sind Produkte wie Schuhe, Laptops oder Bcher. Da liegt es nahe, auch Lebensmittel ber eine Online-Plattform zu ordern und Gemse, Obst, Fleisch oder Getrnke bis an die Tr gebracht zu bekommen. Das sogenannte „E-Food“ knnte eines Tages den Supermarkt ersetzen oder das Angebot zumindest erweitern. „In Deutschland findet der E-Commerce von Lebensmitteln bisher besonders im Luxussegment Anklang“, erklrt Stefan Heine, Geschftsfhrer des Logistikdienstleisters Docdata. „Das liegt vor allem an der Zielgruppe und an den zu erzielenden Margen.“

E-Food versus E-Commerce

E-Food unterscheidet sich in einigen Punkten grundlegend vom allgemeinen E-Commerce. Zunchst bersteigen die Kosten fr Lagerung und Transport bei einer Vielzahl der Produkte den Warenwert. Gleichfalls sind aber die Lieferung und die Retourenbearbeitung bei Lebensmitteln weitaus kritischer. „Frischeprodukte bedrfen einer ununterbrochenen Khlkette, sonst verfllt ihre Haltbarkeit und sie verlieren ihren Wert. Das niedrige Bestellvolumen und die geringe Marge von Eiern, Frischmilch, Joghurt und Co. knnen den erhhten Aufwand nicht kompensieren“, so Heine. Der Online-Handel von Delikatessen wie beispielsweise Wagyu-Fleisch, Champagner oder Kaviar ist dagegen weitaus lukrativer. Gleiches gilt fr nicht verderbliche Lebensmittel.

Qualitt vor Preis

E-Food ist das Online-quivalent zum wchentlichen Einkauf im Supermarkt. Das heit, der Kunde empfngt beispielsweise spontanen Besuch, will diesen bekochen und bentigt fr den Abend noch Pasta, Mozzarella, Eier, Tomaten und einen Wein. Um mit dem stationren Supermarkt zu konkurrieren, erwartet der Kunde eine Same-Day-Delivery, idealerweise innerhalb der nchsten Stunden. Preislich kann sich eine solche Service-Leistung fr den E-Food-Anbieter bei der Menge und der Marge aber hufig nicht rechnen. „Anders stellt sich die Situation im Luxussegment dar“, erklrt Heine. „Hier ist das Bewusstsein des Kunden fr auserwhlte Produkte geschrft. Der Einkauf gleicht dem Gang zum Feinkosthndler. Im Vordergrund steht die Qualitt. Die Faktoren Zeit und Kosten sind eher zweitrangig.“

Toleranz fr hochpreisige Produkte

Fr den preisverwhnten, deutschen Kunden gilt hufig „Geiz ist geil“. Die Kosten sind fr Lebensmittel grtenteils prsent. Fr einen Extra-Service wie den Lieferdienst wollen viele jedoch nicht aufkommen. Bei einem Warenwert von 20 Euro ist das Gros der deutschen Lebensmittel-Konsumenten nicht bereit, Lieferkosten von beispielsweise 5 Euro on top zu bezahlen – unabhngig davon, ob der Einkauf im Supermarkt selbst auch Kosten fr Benzin oder ffentliche Verkehrsmittel nach sich zieht. „Bei exquisiten Lebensmitteln wie Trffeln, Steaks, Weinen oder Champagner zahlen Kunden jedoch gerne mehr. Mitunter steht ein hherer Preis sogar fr Qualitt und Exklusivitt der Produkte“, verdeutlicht Heine.

Kombination aus stationr und online

Lukrativ ist der E-Food-Markt vor allem im Multi-Channel. Einige stationre Supermrkte bieten bereits Online-Shops an. Vorteil fr den Kunden: Sie knnen Lebensmittel auch online ordern und am Point-of-Sale abholen. Auch in Ballungszentren kann es fr E-Food-Anbieter profitabel sein, Lebensmittel ausschlielich ber den Online-Shop zu verkaufen – jedoch primr regional und in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Logistikdienstleister. Aufgrund der Margen und der Preissensibilitt der Kunden birgt das Luxussegment im E-Food dagegen das grte Potenzial – von Online-Shops fr Steak, Hummer und Fisch bis hin zu Wein oder Champagner.

Weitere Informationen zu Docdata unter www.docdata.de
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