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Die Seer - Hoffen, glauben, liab’n

(PM) , 13.07.2009 - Die SEER im Wandel der Zeit - aktuelle CD „Hoffen. Glauben, Liabn" erschien am 3.7.2009 – Sony Music

Der See liegt zwischen den Bergen wie ein Spiegel. Kein Kruseln an der Wasseroberflche, kein Windsto der Ahnungen auf Kommendes heran weht. Aus den dunklen Wolken bahnt sich ein Sonnenstrahl seinen Weg. Ist es das letzte Aufbumen der Sonne vor dem Sturm oder soll es den beiden Mnnern, die mit ihrem kleinen Boot am See rudern sagen: ‚alles bleibt gut‘? Es ist der Moment des Glaubens an eine positive Entwicklung, der in diesem Moment in dem kleinen Boot herrscht und der allgemein ‚Hoffnung‘ genannt wird. Hoffen auf das Ausbleiben des Sturms, kein Kentern. Gut nach hause kommen.
Diese grafisch dargestellte Szene auf dem neuen CD-Cover der SEER, sie sagt mehr ber den musikalischen Inhalt des Albums aus, als jeder Werbetext. Die CD trgt den Titel ‚hoffen, glauben, liab’n‘ und das ist nicht nur ein, auf dem Album zu hrender Song, sondern die Gruppe berhrt damit auch die ‚drei christlichen Tugenden‘: Glaube, Liebe, Hoffnung.

Die SEER im Wandel der Zeit. Der Albumtitel lsst erahnen, dass die vergangenen beiden Jahre, also die Zeit seit der CD ‚1 Tog‘, eine Zeit der intensiven Beschftigung mit derselben und ihren Einfluss auf die Musik der SEER war. Fred Jaklitsch, Autor, Komponist und jener Mann, der die Wurzeln und den Spirit der 9-kpfigen Formation pflegt und prgt, berrascht daher mit 17 neuen Titeln, die sich in ihrer Darstellung von der Discografie der SEER umso deutlicher unterscheiden, je fter man das Album hrt. Ja, da sind die unverkennbaren Harmonien, der Songaufbau, die Stimmen, aber die Arrangements haben sich etwas verndert. Ist es mehr reine Handarbeit als frher? Ist die Technik im Studio erst dann zum Tragen gekommen, als die Tonspuren schon von den Musikern bespielt waren?
Die CD ist auf ihre Art rauher. Sie hat so etwas wie eine knorrige Herzlichkeit, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass die Band reifer geworden ist. Teenie-Stars waren die SEER ja nie, aber in 13 Jahren luft schon viel Wasser in den See und beim Wein ist es ja auch nicht anders. In der Jugend ungestm, spter zu Charakter und Milde gereift und auf eine Art offen fr den Blick aufs Wesentliche. Und genau da beginnt der Zeitgeist seine Spuren zu hinterlassen. Ja, diese Zeit, dieses Heute ist anders als noch vor zwei Jahren und ja, all das was geschieht hat Auswirkungen auf die Musiker, deren Musik und auf jene Menschen die diese gerne hren. Pop-Musik war seit jeher ein Spiegel der Zeit und Musiker hatten immer schon Antennen fr Vernderungen, die schlielich in die Kunst einflossen. Im Fall der SEER ist dies ein hrbarer Schritt, tiefer in die manuelle Musikwelt, die gereiftere Songs hervorbringt. Mglicherweise ist nicht jeder Titel ein Hit, aber das muss er gar nicht sein, dafr zeigen die Lieder Tiefgang, Emotionen. Trockene Riffs statt Bratgitarre, Klavier statt omniprsenter Keyboardsounds.

Der Titelsong ist ein Juwel fr sich und wird sich fr Radioleute mit Sicherheit erst Schritt fr Schritt offenbaren, aber das ist gut so. Dieses Lied darf einen nicht anspringen sondern soll wachsen drfen wie die Knospe zur Blte. Oder der Titel ‚Oma‘. Berhrend wie Sassy Holzinger sich stimmlich des Themas annimmt. hnlich und so gar nicht spekulativ angelegt ist der Song ‚I konn nit mit, i konn nit ohne di‘. Es ist ein Liebeslied, aber eines, das sich ein unkonventionelles Intro erlaubt. Es fngt anders an als man es gewohnt ist, was mit sich bringt, dass man gerne und neugierig weiter hrt.
Gbe es so etwas wie einen programmierten Hit auf der CD, dann mit Sicherheit der Song ‚Jodl Mi‘. Das Lied ist kein Schenkelklopfer sondern ein Kracher. Das ist ein groer Unterschied. Schenkelklopfer sind Schunkler, die wie Wellen immer wieder kommen und zwar so lange bis man freiwillig am Wellenkamm die Flucht ergreift. Krachern kann man sich nicht entziehen. Sie bauen auf, reien mit und bieten am Schluss einen wirklichen Schluss. Nicht dieses Auslaufen im Tonspuren-Nirvana, sondern so wie hier, einen krftigen Tuscher!
17 neue Lieder. Sie alle hier aufzuzhlen wre eine Vorwegnahme des eigenen Entdeckens. 17 Lieder, die den Zeitgeist in ihrer Art atmen. Es ist die Hoffnung, die als erstes Wort den Albumtitel anfhrt. Die Hoffnung ist eine emotionale, positive Ausrichtung auf die Zukunft. Glauben und die Liebe folgen im Albumtitel der Hoffnung. Hoffen, glauben und liab’n sind Verben, also ‚Tun-Wrter‘. Und genau darin liegt die Botschaft: Tut es! Man braucht nur genau hinzuhren.
Quelle: -az- / Julia Griese Ariola

Links:
www.dieseer.at
www.ariola.de

Veranstaltungshighlight 1.8.2009 / 11. Seer Open Air in Grundlsee
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