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Die Angst vor der Immobilienblase

Sorgen sind laut Studien allerdings größer als tatsächliche Gefahr
(PM) Hamburg, 18.06.2012 - Krzlich verkndete eine Studie der Wstenrot & Wrttembergische, die Deutschen wrden sich vor einer Immobilienblase frchten. Von dieser Furcht ist rund ein Drittel der Befragten betroffen, in Bayern sogar 59 Prozent. Demgegenber zeigt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Empirica, dass die Immobilienpreise fr Ein- und Zweifamilienhuser noch nicht die Hchststnde von 2004 erreicht haben. „Die Untersuchungen zeigen offensichtlich die Differenz zwischen der gefhlten Wahrnehmung und dem tatschlichen Preisniveau", analysiert Stephan Scharfenorth vom Baufinanzierungsportal Baufi24.de. „Regional steigen die Immobilienpreise verhltnismig stark, aber in der Flche macht sich das kaum bemerkbar, wie auch der Baufi24-Lnderindex zeigt. Deutschland ist nach unserer Einschtzung noch weit von einer Immobilienblase entfernt. Selbst die kurzfristige berhitzung erlesener Hotspots spricht nicht nachhaltig fr eine nationale Blasenbildung.“

Die Wstenrot & Wrttembergische ermittelte mithilfe des Marktforschungsinstitutes TNS Infratest in einer reprsentativen Befragung, dass sich 34 Prozent der Befragten vor einer Immobilienblase in den nchsten zwei Jahren frchten. In einzelnen Bundeslndern wie Bayern ist diese Angst besonders ausgeprgt. Etwa die Hlfte der Bevlkerung erwartet auerdem einen weiteren Preisanstieg bei Immobilien. Diesen Befrchtungen steht jedoch die Studie von Empirica entgegen, die den tatschlichen Verlauf der Immobilienpreise seit 2004 dokumentiert. Demnach liegt das Preisniveau fr die besonders beliebten Ein- und Zweifamilienhuser bei rund 95 Prozent des Ausgangswertes von 2004, die Immobilien sind also heute landesweit 5 Prozent gnstiger als noch im Jahre 2004. Allerdings sind die Immobilienpreise in den letzten 2 Jahren im Vergleich zu den Tiefstwerten im Jahr 2009 um etwa 5 Prozent gestiegen. Etwas anders sieht die Situation nur fr den Erwerb von Eigentumswohnungen aus, hier zeigt die Empirica-Studie, dass Eigentumswohnungen einer strkeren Teuerungstendenz unterliegen. So stieg der Wert im ersten Quartal 2012 erstmals ber den Basiswert von 2004 und damit auf einen Hchststand von rund 101 Prozent. Hier zeigt sich auch die strkere Beschleunigung in den greren Stdten, so stieg dort der Wert sogar auf knapp 108 Prozent. Dennoch: Die Sorge vor einer nationalen Immobilienblase ist grer als die tatschliche Gefahr. Regional knnen jedoch berhitzungstendenzen nicht ausgeschlossen werden. Wie die Empirica-Studie jedoch auch zeigt, sind die Immobilienpreise nach wie vor auf einem guten Niveau, allerdings verteuern sich Eigentumswohnungen schneller als Ein- und Zweifamilienhuser.

Gleichzeitig zu dieser Entwicklung beobachtet Stephan Scharfenorth noch einen Trend: „Die Nachfrage nach gnstigen Anschlussfinanzierungen steigt. Vielen Erwerbern und Bauherren ist klar, dass im Moment eine auergewhnliche Niedrigzinsphase herrscht, die sie nutzen wollen.“ Zwar sind die gnstigen Zinsen sehr verlockend, wer jedoch noch einige Jahre Vertragsbindung bei der Baufinanzierung vor sich hat, fr den lohnt sich ein Umstieg nicht immer. Eine Anschlussfinanzierung kann bis zu fnf Jahren per Forwarddarlehen im Voraus vereinbart werden, doch dann ist auch immer ein erheblicher Zinsaufschlag fllig. Ob die Zinsen bis zur Anschlussfinanzierung aber erheblich steigen, ist unklar. Daher sollten sich Kreditnehmer in diesen Fllen noch gedulden und sich etwa ein Jahr vor Auslaufen der Zinsbindung mit dem Thema Anschlussfinanzierung beschftigen. Etwas anderes gilt nur fr Darlehensnehmer, deren Darlehensvertrge bereits ber zehn Jahre laufen, diese knnen den Vertrag ohne Vorflligkeitsentschdigung kndigen und so sofort in den Genuss gnstiger Bauzinsen kommen.

Weitere Informationen sowie den Kontakt zu den Experten gibt es unter www.baufi24.de
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