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Pressemitteilung

“Beluga Shipping GmbH & Co. KG ‚Beluga Flirtation’” unter der Lupe

KWAG schließt Verlust von 50 Prozent nicht aus
(PM) Bremen, 11.03.2011 - „Immer wieder Beluga“ heit es dieser Tage: Was auch immer mit der Beluga-Reederei passieren mag, Anleger, die in Schiffsfonds mit Beluga-Schiffen investiert haben, befassen sich in erster Linie mit der Frage, was aus ihrem Investment wird. KWAG Rechtsanwlte aus Bremen hat ein Beluga-Team (Rechtsanwalt, Steuerberater Unternehmensberater) zusammengestellt und hat untersucht, was die Fondsanleger unter welchen Bedingungen zu erwarten haben. Exemplarisch wurde der Fonds „Beluga Shipping GmbH & Co. KG ‚Beluga Flirtation’“ herangezogen – mit erschreckendem Ergebnis: „Wenn die Patronatserklrung der Beluga Shipping GmbH gegenber der Beluga Chartering GmbH sich als nicht mehr werthaltig erweist und die Beluga Chartering nicht in der Lage sein sollte, die vereinbarten Charterraten an den Fonds zu zahlen und deshalb das Schiff am freien Markt zur Charter angeboten werden muss, ist ein Gewinn kaum zu erwarten. Unter solchen Umstnden erscheint ein Verlust in Hhe der Hlfte des eingesetzten Kapitals nicht unrealistisch“, erklrt Jan-Henning Ahrens, Fachanwalt fr Bank- und Kapitalmarktrecht.

Beluga Flirtation

Der Fonds wurde im Jahr 2007 von der Ownership Emissionshaus GmbH, Hamburg, aufgelegt und beinhaltet die MS „Beluga Flirtation“. Ein Mehrzweckfrachtschiff mit einer Tragfhigkeit von 12.782 tdw beziehungsweise 665 TEU sowie zwei Schwergutkrnen von je 120 t. Die Ablieferung war fr Juni 2007 geplant.

Das Schiff wurde fr zunchst sieben Jahre an die Beluga Chartering GmbH zu einer Netto-Charterrate von 10.650 Euro fest pro Tag verchartert. Die Muttergesellschaft der Beluga Chartering GmbH, die Beluga Shipping GmbH, steht ber eine Patronatserklrung dafr ein, dass die Beluga Chartering GmbH ber die ntigen Mittel zur Zahlung der Charterraten verfgt. Nach Ablauf der Erstcharter wurde von dem Fonds mit einer Charterrate von 8.600 Euro pro Tag bis zum Ende der Fondslaufzeit kalkuliert. Auf dieser Basis sollten die Anleger Auszahlungen von insgesamt 19,1 Millionen Euro erhalten. Dies entsprche 203 Prozent des von den Anlegern (Kommanditisten) eingezahlten Kapitals von 9,45 Millionen Euro (einschlielich 7,536 Millionen Euro Erls aus dem Verkauf des Schiffes am Ende der Fondslaufzeit). „Anleger wrden somit bei prospektgemem Verlauf ihr eingesetztes Kapital innerhalb der Fondslaufzeit verdoppelt haben“, fasst Rechtsanwalt Ahrens zusammen.

Berechnung

Von KWAG befragte Marktkenner sind der Meinung, dass eine marktgerechte Charterrate fr die Beluga Flirtation gegenwrtig bei 8.000 bis 10.000 US Dollar pro Tag liegt. Tendenz sinkend, weil neue Schiffe auf den Markt drngen. Bei Umrechnung der Dollarwerte mit einem Kurs von 1,40 US Dollar fr einen Euro ergibt sich daraus eine Charterrate von 5.714 bis 7.143 Euro pro Tag mit einem mittleren Wert von 6.429 Euro pro Tag.

Sollte die Beluga Chartering GmbH die vereinbarten Charterraten nicht mehr zahlen knnen, msste das Schiff am freien Markt verchartert werden. Wendet man die genannten Charterraten auf die Restlaufzeit des Flirtation-Fonds (2011 bis 2022) an und lsst alle anderen Angaben gegenber den Prospektangaben unverndert, auch den prospektierten Verkaufspreis des Schiffes im Jahr 2022, so ergibt sich folgendes Bild:

Eine Charterrate von 5.714 Euro bedeutet einen Verlust von 7,745 Mio Euro, prozentual sind das 82 Prozent*.
Eine Charterrate von 6.429 Euro bedeutet einen Verlust von 4,673 Mio Euro, prozentual sind das 50 Prozent*.
Eine Charterrate von 7.143 Euro bedeutet einen Verlust von 1,606 Mio Euro, prozentual sind das 17 Prozent*.
Eine Charterrate von 7.517 Euro bedeutet einen Verlust von 0 Euro, prozentual sind das 0 Prozent*.

*vom eingesetzten Kapital der Anleger

Unter den beschriebenen Umstnden wre ein Gewinn kaum zu erwarten, er wrde sich erst ab einer Charterrate ber 7.517 Euro einstellen. „Wenn sich eine Charterrate von 6.429 Euro als realistisch erweist, wrde das zu einem Verlust von 50 Prozent fr die Anleger fhren wrde“, so Ahrens.

Wie wre die Situation fr den Anleger, wenn die Beluga Flirtation jetzt verkauft wrde? Das Schiffsfinanzierungsdarlehen drfte Ende 2010 mit circa 9,4 Millionen Euro valutieren. Wrde der Verkauf des Schiffes einen Netto-Verkaufserls von mehr als 14 Millionen Euro bringen, so stnden sich die Anleger besser, als wenn das Schiff bis zum Fondsende einen Chartererls von 6.429 Euro tglich einfahren wrde. Wie realistisch ein Verkaufserls von mehr als 14 Mio Euro ist, kann KWAG derzeit nicht abschlieend beurteilen.

„Es ist dabei aber zu bedenken, dass die Beluga Flirtation sich in ‚guter‘ Flottengesellschaft befindet “, erklrt Ahrens. Die Gegebenheiten drften sich bei den anderen Beluga-Schiffen kaum anders darstellen. Insofern sind dem gleichzeitigen Verkauf mehrerer Beluga-Schiffe enge Grenzen gesetzt. Ahrens: „Wir werden in den nchsten Tagen auch die anderen Beluga-Schiffe betrachten und die Ergebnisse auf unserer Homepage verffentlichen.“
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Die Bremer Rechtsanwälte Jan-Henning Ahrens und Jens-Peter Gieschen gründeten 2007 die KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht Ahrens und Gieschen - Rechtsanwälte in Partnerschaft mit Sitz in Bremen und Hamburg. Die ...
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