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Entwarnung: Zimt ist für den Menschen doch ungefährlich! Das Bundesinstitut für Risikobewertung vertut sich und warnt vor Zimt

(PM) , 21.12.2006 - (Aachen - 21. Dezember 2006): Vom Gewrz Zimt und damit hergestellten Lebensmitteln wie Zimtsternen oder Tee geht keine Gefahr fr den Menschen aus. Das Bundesinstitut fr Risikobewertung (BfR) in Berlin irrt, wenn es vor Zimt warnt und Verzehrsmengen fr Zimtsterne vorschreibt. Das BfR steht mit seiner Meinung gegenber Zimt weltweit ziemlich alleine da, betont Sven-David Mller-Nothmann vom Zentrum fr Ernhrungskommunikation und Gesundheitspublizistik. Nicht nur, dass die Food and Drug Administration Zimt mit dem GRAS-Status bewertet, was bedeutet, dass Zimt gesundheitlich unbedenklich ist, sondern darber hinaus widerspricht die kritische Auseinandersetzung mit der Toxikologie des Gewrzes sowie dem Zimtinhaltsstoff Cumarin den BfR-Wissenschaftlern. Die Europische Behrde fr Lebensmittelsicherheit hat 2004 festgestellt, dass Cumarin nicht krebserregend ist, und die zugefhrte Menge liegt nicht oberhalb der Duldbarkeitsgrenze. Auf Europischer Ebene ist nach wie vor geplant, die Mengenbegrenzung fr Cumarin aus der Aromenverordnung zu streichen. Zimt ist ohnehin kein Bestandteil der Verordnung, da es ein Gewrz ist. Auch die Cumarinbewertung stellt das BfR nicht wirklich richtig dar, denn an der Toxizitt von mit Zimt aufnehmbaren Cumarinmengen gibt es extreme Zweifel. Es liegen keine Daten ber die Bioverfgbarkeit von Cumarin aus Zimt vor. Zudem ist nicht bekannt, welche Cumarine in Zimt enthalten sind. Scheinbar werfen hier Wissenschaftler diese Gruppe chemisch unterschiedlicher Stoffe in einen Topf, was die Pharmakologie und die Toxikologie anbelangt. Dabei ist das Gemeinsame eigentlich nur das chemische Fluoreszenz-Verhalten. Da die toxikologische Bewertung an isoliertem Cumarin vorgenommen wurde und nicht an im Zimt enthaltenem Cumarin, sind Matrixeffekte und antagonistische Wirkungen durch andere Zimtinhaltsstoffe unbercksichtigt geblieben. Das ist so, als vergleiche man Vitamin C mit Zitronen. In einer 2005 in der Fachzeitschrift Food and Chemical Toxicology publizierten Arbeit kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass von Cumarin keine relevante Toxizitt fr den Menschen ausgeht. Die Autoren berichten, dass fr Cumarin aus Lebensmitteln noch nie eine unerwnschte Reaktion beobachtet wurde. ber die Haut aufgenommenes Cumarin hat keine Toxizitt. Wieso Behrden in Deutschland trotzdem vor Shampoo mit Zimt warnen, ist nicht nachvollziehbar. Die Autoren betonen, dass bei Menschen nach Cumarin-Zufuhr ber die Nahrung keine Lebernebenwirkungen berichtet wurden und dass selbst nach Anwendung klinischer Dosen ber lngere Zeitrume keine Toxizitt beobachtet wurde. Falsch sind die Aussagen des BfR zu Zimt-Kapseln, die Diabetiker zur natrlichen Regulation des Blutzuckers einnehmen. Das Institut verlautbart, dass solche Produkte nicht als Ditetikum verkehrsfhig sind und die Werbeaussagen nicht rechtens seien. Das Landgericht Bielefeld hat jetzt ein solches Prparat als ditetisches Lebensmittel besttigt. Eine Vielzahl von Studien, die in angesehenen Fachzeitschriften publiziert wurden, zeigt die blutzuckersenkende Wirkung von Zimt. Die Cumarinbelastung durch Produkte mit wssrigem Zimtextrakt sind so gering, dass wahrscheinlich noch nicht mal das BfR davor warnen wrde. Die dortigen Wissenschaftler und die „Verbraucherschtzer“ von Foodwatch mssen sich vor der erdrckenden Datenlast der Kritik stellen und hre Warnungen relativieren, fordert Zimt-Buchautor Mller-Nothmann. Jetzt sind zudem Warnungen vor Zimt-Tee laut geworden. Davor muss jedoch niemand Angst haben, da Cumarin nicht wasserlslich, sondern fettlslich ist. Aber vielleicht essen ja Wissenschaftler in Berlin den Teebeutel oder das Teenetz und bestreichen es zuvor mit Butter oder tunken es in l. Die amtliche Auenhandelsstatistik 2005 zeigt, bezogen auf den Zimt-Im- und Export, einen Verbrauch fr Deutschland von 2.718 Tonnen. Das entspricht einem jhrlichen Zimtverbrauch von 33 Gramm pro Bundesbrger, und daraus ergibt sich eine ungefhrliche Cumarinmenge von 100 Milligramm im Jahr oder 0,27 Milligramm tglich. Nur wer die Cassia-Zimt-Aufnahme um mehr als das Achtzehnfache steigert, kme in den Bereich der vom BfR als maximal vertretbar gehaltenen Menge. Das macht die Diskussion um Zimt lcherlich, denn 18,5 mal 33 Gramm Zimt bedeutet eine Jahresaufnahme von 610 Gramm Zimt. Merkwrdig ist, dass das BfR anstatt Cassia-Zimt Ceylon-Zimt empfiehlt, denn auch den Wissenschaftlern sollte bekannt sein, dass Ceylon Zimt viel weniger zimttypisch schmeckt und kein gleichwertiger Ersatz ist, kritisiert Mller-Nothmann die Behrde. Bedenklich ist, dass Ceylon-Zimt auf Sri Lanka traditionell geschwefelt wird und die Verwendung in Deutschland deshalb unzulssig wre. Da weltweit keinerlei Daten vorliegen, die eine Gesundheitsgefhrdung durch Zimt-Genuss in welcher Form und Menge auch immer nachweisen, ist die Warnung vor dem Gewrz nicht gerechtfertig und somit ist es „freizusprechen“, betont Zimtexperte Sven-David Mller-Nothmann abschlieend. Weitere Hintergrundinformationen und Literatur: info@svendavidmueller.de
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