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Pressemitteilung

Zalando macht den Herstellern Beine

Aktuelle Studie belegt: Das starke Wachstum der online-Händler setzt den stationären Fachhandel unter Druck – die Markenhersteller arbeiten an neuen Vertriebsstrategien
(PM) Mnchen, 01.08.2013 - Bereits jedes 10te Paar Schuhe wird online gekauft. Noch vor wenigen Jahren belchelt, wchst E-Commerce mit Schuhen und Lederwaren zweistellig – in einem aktuell stagnierenden Gesamtmarkt. Versuche einiger Fachhndler, Zalando im E-Commerce-Geschft Paroli zu bieten, waren bislang wenig erfolgreich, wie die Rckzugsmanver einiger Ketten der letzten Zeit zeigen. Die Hersteller sehen ihren angestammten Vertriebskanal straucheln und suchen neue Wege, ihre Produkte zu vermarkten – vor allem mit Online-Shops. Dies zeigt eine reprsentative Studie der Mnchner Unternehmensberatung Suberg Strategy Consultants (SSC), die in Kooperation mit dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) durchgefhrt wurde. Der Verband reprsentiert nahezu die komplette Branche der Hersteller von Schuhen, Lederwaren und Taschen in Deutschland. „Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass die Hersteller nun an ihren Strategien arbeiten und auch das Internet fr sich nutzen wollen“, zeigt sich Manfred Junkert, Hauptgeschftsfhrer des Verbandes HDS/L, berzeugt, dass eine digitale Aufbruchsstimmung bei den Markenunternehmen Einzug hlt.

Gerade im atomisierten Schuhhandel wirkt das Modell eines Pure Players wie Zalando besonders stark: Die meist kleineren Hndler verfgen nicht ber Finanzkraft und Know-how, um im ECommerce erfolgreich zu ein. Die greren Ketten wie Deichmann oder Grtz haben – wie in vielen anderen traditionell geprgten Branchen auch - den Trend ber Jahre negiert. Funktierende „Multichannel-Anstze“, also eine nutzenstiftende Verbindung zwischen E-Shop und stationrem Ladengeschft, sind bislang nicht zu finden.

Auch fr die Hersteller ndert sich die Welt: Oft sind die Pure Player bereits deren umsatzstrksten Kunden. Die Sorge vor einer hohen Abhngigkeit wchst. Dabei erstaunlich: Viele Hersteller sind im Internet bereits aktiver als die Hndler: „Whrend nur 18 Prozent der Fachhndler im E-Commerce aktiv sind, hat bereits knapp ein Drittel der Hersteller eigene Shops – Tendenz steigend“, so Ralph Hbner, Leiter der Studie. „Direktvertrieb kann fr Hersteller durchaus Sinn machen. Viele Konsumenten informieren sich gerne direkt in den Online-Shops von Markenherstellern und kaufen dann auch dort“, wei Dr. Kai Hudetz, Geschftsfhrer des Instituts fr Handelsforschung (IFH) und des dort angesiedelten ECC Kln, aus den jngsten Untersuchungsergebnissen seines Hauses zu berichten.

Gem der SSC-Studie arbeitet die Mehrzahl der Markenunternehmen derzeit intensiv an neuen Vertriebsstrategien und Online-Konzepten fr ihre Hndler. Insbesondere Letzteres tut Not, denn oftmals bieten die Hndler die Ware nur auf Drittplattformen wie Amazon an, wo berwiegend ber den Preis verkauft wird. „Die Studienergebnisse zeigen, dass die Hersteller dieses Thema nun aktiv angehen wollen, indem sie selbst prsenter sind und klare Regeln fr den E-Commerce ihrer Hndler aufstellen“, verweist Sven Suberg, Geschftsfhrer der Suberg Strategy Consultants, auf die vermehrte Einfhrung selektiver Vertriebskonzepte wie sie bereits Sportartikelmarken wie Adidas, Deuter & Co. initiiert haben.

Doch dabei nutzen die meisten Hersteller ihre eigenen Absatzpotenziale bei weitem noch nicht aus: Wie die Studie zeigt, sind die meisten Markenshops fr den Konsumenten im Internet nicht ausreichend auffindbar und durchdacht. „Es gengt nicht, einen E-Shop zu erffnen – Marketing, Service, Logistik, IT und viele andere Funktionen mssen ebenfalls konsequent auf „online“ ausgerichtet werden“, deutet Ralph Hbner das Aufgabenspektrum an. Der Aufbau von Online-Abteilungen sowie Investitionen in Instrumente und Prozesse beginnen gerade erst, so das Fazit der Berater. Der markenaffine Konsument drfte sich freuen.

ber die Studie: Die Untersuchung wurde im Zeitraum Mrz bis Mai 2013 durchgefhrt. Mit spezieller Online- Analyse-Software wurde die Markt- und Wettbewerbssituation in den Branchensegmenten Schuhe, Taschen, Lederwaren und Accessoires erhoben. Darber hinaus wurden die HDS/L-Mitgliedsunternehmen fokussiert analysiert und in Interviews befragt. Im Vordergrund standen hierbei die strategischen und organisatorischen Konzepte in Bezug auf das Internet sowie deren Vertriebsmodelle und Umgang mit den Handelspartnern.
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