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Wenn der Materialfluss stockt - Die Verkehrslogistik leidet unter ihrem eigenen Boom

(PM) , 01.07.2008 - Bonn - Gter in angeforderter Qualitt und Menge zum richtigen Zeitpunkt an den entsprechenden Ort bringen – dafr zeichnet die Verkehrslogistik verantwortlich.
In Deutschland bleibt der Lkw dabei Transportmittel Nummer eins - Tendenz steigend. Laut Verkehrsprognose des Bundesministeriums fr Verkehr wird im Jahr 2015 der Straengterfernverkehr 70 Prozent der gesamten Verkehrsleistung ausmachen.
„Bis zum Jahr 2050 wird das Gterverkehrsaufkommen von heute gut 3,7 Milliarden Tonnen um knapp die Hlfte auf fast 5,5 Milliarden Tonnen zunehmen“, so Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee whrend der Erffnung der „transport logistic 2007“ in Mnchen. Wo heute auf Autobahnen eine Fahrspur von LKWs genutzt wird, wren in knapp 20 Jahren zwei Spuren ntig, um das gestiegene Gteraufkommen bewltigen zu knnen, so ein Bericht von Logistik Inside www.logistik-inside.de.

„Die Logistik beruht auf einem Dreiklang aus Technik, Informatik und Betriebswirtschaft. Die technische Sicht der Logistik stellt den Materialfluss als eine Verkettung aller Vorgnge bei der Verteilung von Gtern in den Vordergrund“, so Professor Michael ten Hompel im Buch „Materialflusssysteme“. Um diese logistischen Anforderungen berhaupt bewltigen zu knnen, wird die Technik vor neue Herausforderungen gestellt. „Moderne Waagen beispielsweise ermitteln heutzutage das Gewicht ber die Frequenz einer schwingenden Saite. Dadurch arbeiten sie besonders schnell und przise“, erklrt Reto Gianotti, Vice Managing Director Sales and Marketing bei PESA www.pesa.ch.

Auf lange Sicht kann der Gterverkehr aber nur dann reibungslos rollen, wenn man Strae, Wasser, Schiene und Luft besser miteinander vernetze, berichtet die Financial Times Deutschland. Doch hier bemngeln Experten oftmals das Zusammenspiel der einzelnen Verkehrstrger. „Wir haben in der Verkehrslogistik heute den Status eines Schwellenlandes, weil wir in der Zusammenfhrung der Verkehrstrger nicht weit genug gekommen sind“, klagt Helmut Baumgarten, Professor fr Logistik an der TU Berlin gegenber der FTD. Bereits 2006 berichtete das Handelsblatt von den Problemen der Branche. Sie leide unter dem eigenen Boom. Auf der Sonnenseite stnden Milliardenumstze, auf der Schattenseite verlngerte Lieferzeiten durch anschwellende Warenstrme.

„Aus unserer Sicht ist es nicht fnf vor, sondern zehn nach zwlf fr eine substanzielle Steigerung der Investitionen in das Schienennetz und eine Konzentration auf die Schaffung von Kapazitt“, so Gnter Elste, Prsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen , anlsslich der Jahrestagung seines Verbandes in Nrnberg. Zu allem berfluss wird es laut Jens Baganz, Staatssekretr im Wirtschaftsministerium von NRW, sptestens im Jahr 2011 zu Flchenengpssen in den Binnenhfen kommen. Um zuknftigen Aufgaben gerecht werden zu knnen, bentigen die 23 ffentlichen Hfen landesweit in den kommenden 15 Jahren rund 325 Hektar zustzliche Flchen, sagte Baganz whrend des Logistikkongresses Log:08 in Kln. Nur durch solche Investitionen knne eine optimale Arbeitsteilung und Gterversorgung in Deutschland und Europa gewhrleistet werden.
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