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Wolkenschieber Steinmeier: Warum Politiker schlechte Arbeitsplatz-Beschaffer sind

(PM) Berlin, 04.08.2009 - Berlin, 3. August 2009, www.ne-na.de - Als "Wolkenschieberei und Wunschdenken" hat der Prsident des Bundesverbands mittelstndische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, den Deutschland-Plan von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier kritisiert: "Die Steuer- und Arbeitsmarktpolitik der SPD ist eher geeignet, Arbeitspltze zu vernichten, anstatt neue Jobs zu schaffen. Ohne eine Kurskorrektur fr mittelstandsfreundlichere Rahmenbedingungen bleibt Steinmeiers Plan frommes Wunschdenken."

Neue Belastungen fr die Unternehmen und neue Arbeitspltze schlssen einander aus, betonte der Mittelstandsprsident. "Wer in seinem Regierungsprogramm Steuererhhungen und eine weitere Regulierung des Arbeitsmarktes fordert, kann nicht im gleichen Atemzug von vier Millionen neuen Arbeitspltzen sprechen." Eine nachhaltige Entlastung der Betriebe und Brger sei das Gebot der Stunde.

Ohoven zeigte sich skeptisch ber die von Steinmeier vorgeschlagene Allianz fr den Mittelstand. "Mit einem neuen Gremium ist niemandem geholfen. Das lehrt die Erfahrung mit dem Bndnis fr Arbeit." Der Mittelstand knne auf Kaffeekrnzchen dieser Art verzichten. Steinmeier solle lieber dafr sorgen, dass die in der SPD vorhandene wirtschaftspolitische Kompetenz sich gegen die Ideologen in den eigenen Reihen auch durchsetze.

Zukunfts- und Trendforscher Matthias Horx hlt es fr eine anmaende Politiker-Attitde, wenn man den Whlern Millionen neuer Arbeitspltze verspricht. Es sei ein falsches Gesellschafts- und Wirtschaftsverstndnis, dass der Staat diese Arbeitspltze schaffen knne. Das habe nie funktioniert. "Aber die Deutschen mgen das natrlich auch auf der anderen Seite, die mchten immer, dass der Staat quasi Arbeitspltze garantiert. Und das ist unser sehr komisches Gesellschaftsverstndnis", sagte Horx im Interview mit dem Deutschlandfunk www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1009441/.

Zudem msse man sich fragen, ob diese Idee der Arbeitspltze berhaupt noch funktioniert im 21. Jahrhundert. "Das ist ja eine tiefe Fixierung, die wir haben, auf ein letzten Endes in der Industriegesellschaft entstandenes Arbeitsmodell, und genau das fllt momentan auseinander. Wir werden immer weniger Pltze haben, also, 'Platz!' sagt man zu seinem Hund im 21. Jahrhundert, aber nicht mehr zur Arbeit", so Horx.

Die Menschen htten keine lebenslangen Arbeitsbiografien mehr, das verndert sich im Laufe des Lebens, wir arbeiten weniger, wenn wir die Familien bekommen, wir arbeiten lnger im Alter und wir arbeiten vielleicht fr vier, fnf, sechs, sieben Arbeitgeber, Arbeitnehmer sind wir dann unter Umstnden selber, der Selbststndigenanteil wird stark steigen. Und das sei eben nicht mehr mit diesen alten Formeln zu bearbeiten.

Siehe auch:

konomen zweifeln an Steinmeiers Jobwunder-Vision:
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,640085,00.html

Zweifel an Steinmeiers Plan D:
www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E2539C8598C10402DA8C5C4562511C640~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Steinmeiers Heilsversprechen hat SPD-Tradition:
www.welt.de/politik/deutschland/article4251012/Steinmeiers-Heilsversprechen-hat-SPD-Tradition.html

Genosse Murphy:
www.wiwo.de/politik/genosse-murphy-404591/

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