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Warnung vor Ebermast

Der Speck ist zu dünn und könnte zu einem Versorgungsengpass führen, außerdem bräuchte man doppelt so große Ställe.
(PM) bundesweit, 12.03.2010 - So warnte der Vorsitzende der Erzeugergemeinschaft fr Ferkel und Schlachtvieh aus Oberschwaben im Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW), Peter Huber, in seiner Erffnungsrede bei der Jahresmitgliederversammlung in Ehingen vor der Einfhrung der Ebermast in Deutschland. Einer Mast, bei der unkastrierte Eber und Sue voneinander getrennt aufwachsen sollen.

Die Spaltung des Schlachtschweinemarktes in mnnliche und weibliche Schweine bringe eine Revolution der bestehenden Verhltnisse mit sich, erklrte Peter Huber. Es gebe Vorteile, aber auch viele Nachteile.

In der Alternative zur Ferkelkastration shen viele Mster eine Reihe von Vorteilen, zunchst mit gutem Recht. So verbesserten sich bei der Ebermast wichtige Leistungsmerkmale um 5 Prozent bis 15 Prozent, insbesondere die Futterverwertung. Bei den Edelstcken (Schweinelachs) liege der Vorsprung immer noch bei 2 Prozent.

Doch hier ergebe sich bereits das erste Problem, unterstrich Huber. Wegen der extrem unterschiedlichen Magerfleischanteile bei kastrierten und unkastrierten Ebern knnten diese nicht mit derselben Schtzformel klassifiziert werden. Die unkastrierten Tiere wrden dabei grob unterschtzt, kritisierte Huber. Der gespaltene Markt fange also schon vor der Waage an. Der sehr dnne Speck der Eber knnte wiederum zu einem Versorgungsengpass in diesem Segment fhren.

Auch bentigen nichtkastrierte Eber eine andere Ftterung

Im Rahmen der AgrarUnterunternehmertage in Mnster machte Dr. Alfons Heseker, Ftterungsexperte von Agravis, im Februar 2010 deutlich, dass Eber in der Mast spezielle Rationen bentigen. Denn das Fleischbildungsvermgen der Eber ist wesentlich hher als das kastrierter Tiere. Nur mit einer um etwa 15 bis 20 Prozent hheren Lysinversorgung knne man das hohe Wachstumsvermgen der Eber wirklich ausschpfen.

Landwirte stnden vor der Wahl: wachsen oder aufgeben

Mit Blick auf die Ferkelproduktion und Schweinemast warf Huber die Frage auf, was passieren wrde, wenn es zu einem zweigeteilten Markt komme, auf dem mnnliche und weibliche Tiere separat vermarktet wrden.

Fr ihn stellt sich dann auch die Frage, ob die Stlle doppelt so gro gebaut werden mssten, um noch die gleiche Gruppengre vermarkten zu knnen. Eine andere Mglichkeit sei, dass es in Zukunft spezialisierte Mastbetriebe fr Eber gebe. Solche Optionen sieht er vor dem Hintergrund eines Zwangs zu immer greren Gruppen fr die Betriebe, der die Landwirte vor die Wahl stelle, zu wachsen oder aufzugeben.

Warnung vor Vertrge mit Schlachtunternehmen

„Ich mchte die Ebermast sicherlich nicht verteufeln“, erklrte Huber. Aber seiner Meinung nach gehen die Landwirte, die derzeit mit einem der grossen Schlachtunternehmen einen Vertrag ber die Anlieferung von Ebern abschlieen, ein groes Wagnis ein. Denn die langfristigen Folgen seien berhaupt nicht abzuschtzen.

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