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Virtuelle TK-Anlage im Unternehmen - IP-Centrex vor dem Durchbruch

(PM) , 04.10.2006 - Von Gunnar Sohn Stuttgart/Dsseldorf - Einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan www.frost.com zufolge knnen die Erlse fr sogenannte Hosted IP-Telefon-Dienstleistungen bis 2008 auf 1,23 Milliarden Euro ansteigen. Vor zwei Jahren lag man erst bei 45,80 Million Euro. „Die Anwendung von offenen Standards, wirksames Netzwerk-Management und Service-Bestndigkeit sind Meilensteine fr das Wachstum in diesem Markt“, so die Feststellung von Shomik Banerjee, TK-Analyst bei Frost & Sullivan. Hosted IP-Telefonie biete Unternehmen kostengnstige Verbindungen ber Datennetze, wobei das Technologie-Risiko vom Diensleister getragen werde. “Die Grundidee dahinter ist keineswegs neu: Das Central Office Exchange-Prinzip (Centrex) wurde bereits in den 60er Jahren von den Bell Laboratories entwickelt und stie in den USA und Kanada auf reges Interesse - vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen. Schtzungen zufolge wird in diesen beiden Lndern derzeit etwa jede vierte installierte Telefon-Nebenstelle von einer Centrex-Lsung bedient. In Europa konnte sich dieses Modell dagegen lange Zeit nicht durchsetzen. Dem Erfolg von Centrex stand immer der Preis fr die Leitungen auf der letzten Meile im Wege. Mit dem Wechsel von der Leitungsvermittlung zur Paketvermittlung ber das Internet Protokoll ndert sich diese Kostensituation massiv“, erklrt Mehdi Schrder; Vice President Enterprise Sales der Ericsson Deutschland GmbH www.ericsson.com/de. Das Equipment fr das Management der Anrufe und die gesamten Dienste, etwa Voice-Mail und Unified-Messaging, gehre bei Centrex dem Anbieter und werde auch von diesem betrieben. Die Telefonanlage stehe in diesem Fall nicht in den eigenen Firmenrumen, sondern bei dem lokalen oder regionalen Netzbetreiber oder bei einem Application Service Provider, also einem Dienstleister, der sich auf Anwendungen spezialisiert habe. Die Virtual PBX (Public Branch Exchange) - auch IP-Centrex genannt - ermgliche es den Anwendern, auf eigene Investitionen zu verzichten. „Es besteht die Mglichkeit, die Telefon-Nebenstelle (PBX) ber den Web-Zugang zu konfigurieren. So knnen die Firmen die Anschlsse selber administrieren, die Kosten fr Konfiguration und Installation entfallen. Das Ganze kann man sehr flexibel handhaben“, wei Schrder. Es zeichne sich ab, dass schon mit der IP-Migration der Trend zum Outsourcing bei Telefonanlagen zunehmen werde. „Die serverorientierte IP-Telefonielsung, die das aktive Ethernet-Netz zur Anbindung der Terminals nutzt, unterliegt damit den Anforderungen an Planung, Monitoring und Fault Management der gesamten IT-Netzlsung. Durch diese Einbindung, quasi als Untermenge der IT-Lsung, ist sie prdestiniert fr Managed Service-Angebote. In einem weiteren Schritt wird dann auch der lokale Standort der Telefonie-Server unwichtig, womit die Grenzen zwischen CPE-basierter Lsung und Centrex-Lsung verschwinden. Es kann daher unterstellt werden, dass Managed Services und IP Centrex/Hosted PBX sich zusammen entwickeln werden“, prognostiziert Schrder. „Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass dieses Thema einer der Erfolgsfaktoren fr Managed Services sein knnte. So bieten zentral angebotene Dienste gerade kleinen und mittleren Unternehmen den kostengnstigen Einstieg in komplexe Anwendungen“, besttigt Andreas Schulz von Andamus Consult andamus.com, die am 20.Oktober in Stuttgart in Kooperation mit der „Akademie der Technologien“ einen Technik-Workshop mit dem Schwerpunkt "Zusatzdienste fr IP Centrex" durchfhren. Der Verzicht auf eigene Investitionen biete den Nutzern die Freiheit, alle Dienste der Telekommunikation - egal ob Festnetz, Mobil oder Voice over IP - an jedem beliebigen Standort zu einer privaten Gruppe zusammen zu fassen. „Indem dieses Prinzip in IP-basierte Netze bertragen wird, lassen sich die Funktionen fr die Anwender von Sprachtelefonie nochmals erweitern. Derzeit ist dieser Markt weltweit auf dem Vormarsch und in allen Industrielndern ein fester Bestandteil der Angebotspalette vieler Netzbetreiber, so Schulz Die Standortunabhngigkeit der virtuellen PBX, ob IP Centrex oder Hosted PBX, sieht auch Ericsson-Manager Schrder als groen Vorteil. Die Benutzer knnten das IP-Telefon im Geschft, im Heimbro oder weltweit nutzen. Die jeweiligen Gesprche unter den Teilnehmern seien kostenlos. „Die Grundfunktionen wie Weiterleitung, Ringruf, Zeitschaltungen und Interactive Voice Response (IVR) sind heute verfgbar. Es kann zwischen Hardware-IP-Telefonen oder PC-basierten Software-Telefonen gewhlt werden. Die Nutzung der vorhandenen LAN- Infrastruktur ermglicht erhhte Effizienz und einen niedrigeren Verkabelungsaufwand. Bei den Installations- und Betriebskosten liegt das Einsparpotenzial bei bis zu 60 Prozent“, so Schrder.
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