VOLLTEXTSUCHE
Pressearchiv
NeueNachricht
Pressemitteilung

Virtuelle Mobilfunkbetreiber setzen auf Nischenangebote - Mobiles Internet als Bindeglied zur Medienbranche

(PM) , 16.06.2008 - Dsseldorf – Die gemeinsame Zukunft der virtuellen Mobilfunkbetreiber (Mobile Virtual Network Operators/MVNOs) und der klassischen Medienanbieter stand im Mittelpunkt des ersten Business Forums „MVNO meets Media“ der Dsseldorfer acoreus AG www.acoreus.de. Scheinbar gesttigte Mobilfunkmrkte stehen nach Expertenmeinung nicht im Widerspruch zu speziellen Nischenangeboten auch fr vergleichsweise kleine Zielgruppen von bisweilen nur 5.000 potenziellen Nutzern. Hier liegt offensichtlich noch Wachstumspotenzial. Die Bedeutung des Mobilfunkmarktes unterstrich Michael Stenberg, bei Yahoo Deutschland Partner Director Connected Line. Schon in zwei Jahren gebe es vier Milliarden Mobilfunkgerte weltweit. „Das zeigt heute schon, dass ein mobiles Endgert etwa dreimal oder in Krze dreimal so stark verbreitet sein wird als der Internet-PC“, so Stenberg. Zudem gibt es offensichtlich noch immer groes Potenzial bei den Festnetzkunden. „Immer noch telefonieren zu viele Leute mit dem Festnetz. Der Anteil geht zurck, auch der Anteil der Mobile Home-Haushalte geht hoch, aber viel zu langsam“, erluterte Andreas Gregory, Chief Marketing Officer bei E-Plus. „So lange die Preis-Schere zwischen Mobilfunk und Festnetz immer noch relativ hoch ist, werden auch immer viele Leute aus unserer Perspektive zum Festnetz greifen. Auf der anderen Seite haben wir in Deutschland eine gewisse konservative, fast schon romantische Einstellung zum Festnetz und da mssen wir ran.“, so Gregory. Darber hinaus sieht er fr die nchsten Jahre auch weiterhin Zuwachsmglichkeiten beim Abwerben von Wettbewerbskunden, die nach seiner Einschtzung zu teuer telefonierten.

Gregory wurde besttigt von Roman Friedrich, Geschftsfhrer der Beratungsgesellschaft Booz & Company www.booz.com und hier verantwortlich fr das Telekommunikationsgeschft in Nord-West-Europa. Man msse sich freimachen davon zu glauben, dass der Mobilfunkmarkt oder TK-Markt insgesamt ein gesttigter Markt sei. „Ich glaube noch nicht, dass die Vielfalt einer Applikation ausgereift ist und dass der Verbraucher gerne bereit sein wird, in der Zukunft mehr Geld auszugeben“, so der Experte. MVNOs htten mittlerweile in Deutschland einen Marktanteil von zehn Prozent, der sich aber insbesondere durch Ausdifferenzierungen in den Angeboten noch erhhen liee. So gebe es Ausdifferenzierungen zum Beispiel entlang unterschiedlicher Zielgruppen mit eigenem Nutzungsverhalten. Markenunternehmen wie Daimler etwa htten lngst damit begonnen, MVNO-Modelle als Bestandteil der eigenen Markenwelt zu etablieren.

Wie Telekommunikationsunternehmen ihre Angebote ausweiten und zunehmend Fernseh- und Videoangebote in ihre bestehende Produktwelt integrieren, stellte RTL Mobile-Vice President Robert Fahle vor. Das mobile Internet steht fr ihn als Synonym fr die Verbindung zwischen Medien- und Mobilfunkbranche. Eine Analyse der Mediennutzung zeige, dass am Wochenende am wenigsten stationre Medien wie Fernsehen oder Internet genutzt wrden. Mit entsprechenden mobilen Inhalten knnte sich dies ndern. Allerdings wies er auch auf den notwendigen Nachholbedarf bei der Netzinfrastruktur hin: „Wer die Fachmagazine liest, der bekommt ja wirklich den Eindruck, dass da drauen fr den Kunden die gesamte Netzinfrastruktur steht und wir knnen jetzt eigentlich mit Mobile TV, aber auch mit Mobile Internet und Mobile Video kommen. Aber das stimmt natrlich einfach nicht. Denn ber die Netze hinweg in Deutschland haben wir als Anbieter von Inhalten natrlich schon sehr starke Serviceunterschiede“, so Fahle. Leider sei es Realitt, dass die deutschen Mobilfunknetze lngst noch nicht als Multimedianetze ausgelegt seien.

Fr Jens Uwe Bornemann von der UFA Film- und TV-Produktion GmbH www.ufa.de wird es immer wichtiger, zielgruppengerechte Angebote zu etablieren. Begleitend beispielsweise zu TV-Soaps setzt er auf Brand Extension, die Programmmarkenverlngerung. Damit wrden die Nutzer in anderen Communities abgeholt. Fr diese wie fr Mobile Gaming-Angebote sieht er nach wie vor Potenzial. Wichtig ist nach Ansicht der Teilnehmer des Business Forums vor allem die Benutzerfreundlichkeit der jeweiligen Geschftsmodelle fr den Massenmarkt, mithin fr den Endnutzer. „Komplizierte Registrierungs- und Abrechnungsmodelle wirken dabei eher abschreckend“, resmierte Andreas Dippelhofer, Mitglied der acoreus-Geschftsleitung und verantwortlich fr den Vertrieb. „Die Abrechnung selbst ist keine Innovation.“ Aber eingebettet in das Geschftsmodell beeinflusse sie den wirtschaftlichen Erfolg, so das Fazit von Dippelhofer.
DRUCKEN| VERSENDEN | RSS-FEED |
SOCIAL WEB
PRESSEFACH
NeueNachricht
Ettighofferstr. 26a
53123 Bonn
zum Pressefach
Anzeige
PRESSEARCHIV
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG