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Telekom-Festnetzsparte bleibt Sorgenkind – Anbieterwechsel zur Konkurrenz kann durch Portierungsdatenbank nachverfolgt werden

(PM) , 09.06.2006 - Bonn/Dsseldorf, www.ne-na.de - Die Fhrung der Telekom-Festnetzsparte www.t-com.de wrde kein Spaziergang werden, das wusste Vorstand Walter Raizner schon, bevor er im November 2004 von IBM zum TK-Branchenfhrer nach Bonn wechselte. Daran hat sich bis heute nichts gendert: Noch immer gibt es zuviel Personal, noch immer beklagt das Unternehmen einen kontinuierlichen Kundenverlust in der Festnetzsparte. „Selbst ein Riese wie die Telekom kann einen Aderlass von inzwischen mehr als 100.000 abwandernden Kunden pro Monat nicht lange verkraften", berichtet die Sddeutsche Zeitung www.sueddeustche.de. Der Bonner Konzern gert in seinem angestammten Festnetzgeschft immer strker unter Druck. Durch den Verlust von Telefonanschlssen und Einbuen bei den Erlsen aus den Verbindungsminuten schrumpfte der Umsatz dieser Sparte im ersten Quartal 2006 um mehr als sechs Prozent. Sascha Mattke schreibt fr Technology Review www.technology-review.de, dass der Telekom-Konzern von Vorstandschef Kai-Uwe Ricke schon weiter am Abgrund stehe, als er ffentlich zugebe. Trotz Millionen neuer DSL-Anschlsse sei das Festnetzgeschft seit Jahren rcklufig: "Insgesamt sank die Zahl der Telefonanschlsse bei der Telekom 2005 um 1,5 Millionen“. "Das grte Sorgenkind im Konzern bleibt die Tochterfirma T-Com, in der der Geschftsbereich Breitband/Festnetz gebndelt ist", analysiert die Financial Times Deutschland www.ftd.de die Prsentation der Ergebnisse des ersten Quartals. Bei den DSL-Anschlssen gewann das Unternehmen praktisch nur ber den Wiederverkauf. Lediglich jeden zehnten neuen DSL-Kunden habe die Telekom im ersten Quartal selbst hinzugewonnen. Zudem gingen 500 000 Telefonanschlsse im ersten Quartal verloren. „Viele der abwandernden Kunden nehmen ihre Rufnummern zu den anderen Anbietern mit, was wir an der zunehmenden Zahl der Portierungen ersehen knnen“, so Omar Khorshed, Vorstandschef der acoreus AG www.acoreus.de. Das Dsseldorfer Unternehmen fhrt eine Portierungsdatenbank, in der qualittsgesicherte Informationen zu Portierungen gespeichert sind und zwar zwischen allen Anbietern. Die Portabilitt der Rufnummer, also die Mglichkeit, sie beim Wechsel des Telefonanbieters behalten beziehungsweise mitnehmen zu knnen, gilt als einer der entscheidenden Bausteine bei der Neuordnung des deutschen Telekommunikationsmarktes. Insbesondere fr Unternehmen ist die Mglichkeit der Rufnummernbeibehaltung wichtig. Die Rufnummernmitnahme im Ortsnetz (Local Number Portability/LNP) wurde in Deutschland mit der Entmonopolisierung der Telekommunikation eingefhrt. "Das ursprngliche, bilateral zwischen den Netzbetreibern praktizierte, dezentrale Verfahren zum Portierungsdatenaustausch erwies sich zur zuverlssigen Gewinnung der Information als unzureichend. Denn die wichtigste Kernfrage zur Identifizierung einer Rufnummer blieb offen: in welchem Netz ist die Rufnummer aufgeschaltet. Das Verfahren wurde daher neu spezifiziert und ist durch eine Verfgung der Bundesnetzagentur fr alle Netzbetreiber in Deutschland seit Mai 2004 in der neuen Version Pflicht. „Dieser Situation haben wir Rechnung getragen und betreiben eine Portierungsdatenbank, die eine vollstndige, bundesweite Datenbasis zu Rufnummernportierungen darstellt. Die Dienstleistungen rund um diese Datenbank sind sowohl fr Teilnehmernetzbetreiber (TNB) wie fr Verbindungsnetzbetreiber (VNB) als auch fr Service Provider (SP) ntzlich", erklrt Khorshed. Fr Teilnehmernetzbetreiber interessant sei zum Beispiel die Funktion des Moduls fr den Portierungsdatenaustausch. Dieser Service knne auch Kunden angeboten werden, die ber keine eigene Infrastruktur verfgen. Und auch fr die Verbindungsnetzbetreiber bringe das Angebot Vorteile: Sie knnten ihr Routing und somit die Terminierungskosten optimieren. Andere, insbesondere Serviceprovider bentigen die Portierungsdaten fr die Abrechnung der eigenen Dienste gegenber den Endkunden.
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