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Sprachsteuerung: Google macht das iPhone zum Super-Handy

(PM) , 19.11.2008 - Mountain View/Berlin, 16. November 2008, www.ne-na.de – Anfang des Jahres wurde auf der Call Center World www.callcenterworld.de in Berlin noch darber spekuliert, wie die Sprachdialogszene am Super-Handy bastelt: Fortschrittliche Mensch-Maschine-Schnittstellen wie Spracherkennung oder Gestensteuerung knnten aus dem Handy eine Steuerzentrale fr Online-Inhalte machen und neue Geschftsmodelle erffnen: Sprachdialogsysteme sind nach Auffassung von Lupo Pape, Geschftsfhrer des Berliner Unternehmens SemanticEdge www.semanticedge.de, ein wichtiger Baustein fr das Super-Handy der Zukunft: „Wie hufig htten wir gerne im Alltag genaue Informationen zu Sportergebnissen, Telefonnummern oder Adressen. Unendlich viele Dinge, die wir, wenn wir gerade im Internet wren, sofort ber Google abrufen wrden. Da das aber in der Freizeit und von unterwegs selten der Fall ist und der Zugriff ber das Handy mit Tastatur oder Touchscreen zu mhselig ist, verzichten wir meistens darauf, unseren Wissenshunger sofort zu stillen. Anders wre es, wenn wir mit einfachen gesprochenen Suchbefehlen unsere Anfrage starten und die Suche dann bei Bedarf eingrenzen knnten, genauso, wie wir es derzeitig mit der PC-Tastatur und Maus tun und das ganze jederzeit und von jedem Ort aus”, erklrte Pape in Berlin.

Am Wochenende wurde bekannt, dass das keine Zukunftsvisionen mehr sind: Google bringt die Sprachsteuerungstechnik auf das iPhone de.youtube.com/watch?v=GQ3Glr5Ff28. Nutzer der frei abrufbaren Anwendung mssen nur das Telefon an ihr Ohr halten und knnen dann praktisch jegliche Art von Fragen stellen, wie beispielsweise „Wo finde ich den nchst gelegenen Starbucks?“ oder „Wie hoch ist der Mount Everest?” Der Sprachlaut wird in eine digitale Datei konvertiert und anschlieend an die Server von Google weitergeleitet. Die Suchergebnisse schlieen zum Teil lokale Informationen mit ein. Dabei nutzt man die iPhone-Funktionen fr die Bestimmung des konkreten Standorts. Die Fhigkeit, fast jeden gesprochenen Satz von einer x-beliebigen Person identifizieren zu knnen, war lange Zeit das hchste Ziel der Forscher fr Knstlichen Intelligenz. Das Management von Google hat noch nicht kommuniziert, wann der Service ausgereift sein soll. Die Verantwortlichen sagten nur, dass der Service zumindest akkurat genug ist, um den Nutzern den groen Vorteil zu bieten, nicht mehr wie bisher ihre Anfragen auf der Bildschirm-Tastatur ihres iPhones eintippen zu mssen.

Der Service kann genutzt werden, um Restaurant-Empfehlungen und Anfahrtsbeschreibungen zu erhalten, oder aber um Kontaktadressen aus dem Adressverzeichnis abzurufen. Auf die Frage “Welches ist das beste Pizza-Restaurant in Noe Valley?” wrde das Google-System beispielsweise mit einer Liste von drei Restaurants in der Nachbarschaft von San Francisco reagieren, jede einzelne mit Sterne-Kategorie-Beurteilungen der Google-Nutzer und weiterfhrenden Links, durch die man Telefonnummern und Wegbeschreibungen anklicken kann.

Fr Google ist die Technologie von entscheidender Bedeutung, um den nchsten Ansturm auf die Werbewelt vorzubereiten. Das Management kommentierte dies mit der Aussage, dass man durch lokale Anfragen beispielsweise hhere Werbekostenstze von Unternehmen aus der Region verlangen knne, obgleich der Verkauf einer solchen Werbeform bisher nicht Bestandteil ihres Portfolios sei. Wie auch bei den brigen Produkten von Google ist dieser Service fr die Nutzer frei verfgbar. Auerdem plant das Unternehmen, den Service spter auch anderen Telefonsystemen zur Verfgung zu stellen. „Durch die Aspekte ‘Standort’ und ‘Sprache’ erhhen wir gegenber den Werbetrgern den Service-Nutzen auf dramatische Weise,” erklrte Vic Gundotra, Ex-Manager von Microsoft und nunmehr verantwortlich fr das Mobile Business bei Google. Gundotra wies darauf hin, dass Google es geschafft htte, das doppelte Problem der Informationseingabe und der Informationsabfrage fr mobile Endgerte erfolgreich zu lsen. „Diese zwei zusammenhngenden Probleme auf Weltklasse-Niveau zu lsen, ist unser oberstes Ziel“, erklrte Gundotra. Die neue iPhone-Suchmglichkeit ist nicht das erste Sprachdialog-System von Google. Schon im Mrz hatte das Unternehmen verlauten lassen, dass der Auskunftsdienst GOOG-411 bereits zu einem reellen Produkt herangereift sei. Die Erfahrungswerte und Dateninformationen, die es durch das GOOG-411 gewinnen konnte, wurden fr die Entwicklung fr das iPhone herangezogen. Die neue Dienstleistung ist nach Expertenmeinung ein gutes Beispiel dafr, wie Google es schafft, elementare Informatik-Forschung mit Produkttechnik zu verbinden. Um dies zu erreichen, wurden einige der besten Spracherkennungs-Forscher der Welt engagiert. Die Teams in New York, London und Mountain View bearbeiten die Problematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Wer von den Suchanbietern das Rennen um die Hoheit beim mobilen Internet gewinnen wird, hngt nach Auffassung von Voice Days-Sprecher Bernhard Steimel www.voicedays.de davon ab, wer den „Kampf um die besten Kpfe“ mit der grten Marktmacht verbinden kann. „Den Kampf um die Kpfe hat Google bereits gewonnen – besonders durch die Art von Google, immer alles neu zu entwickeln und die geniale Strategie, mit GOOG411 im weltgrten ‚Freiland-Versuch’ das eigene Sprachmodell zu validieren und mit einer exzellenten Qualitt aufzuwarten“.
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