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Pressemitteilung

Postbank Finanzberatung AG: Ein brodelnder Skandal kocht hoch

Anleger erheben schwere Vorwürfe gegen die Postbank und deren Vertrieb.
(PM) Kiel, 22.11.2012 - Die Kanzlei Helge Petersen & Collegen erhebt schwere Vorwrfe gegen die Postbank AG und die Postbank Finanzberatung AG. Vermutlich verkaufte das Bankhaus ber ein ausgeklgeltes Vertriebssystem „freier“ Mitarbeiter insbesondere lteren und unbedarften Postbank-Kunden toxische Anlagepapiere. Dabei nutzte die „freie“ Beratung offenbar systematisch Kundendaten der Postbank, lautet die These des Kieler Fachanwalts fr Bank- und Kapitalmarktrecht Helge Petersen.

Der eigentliche Postbank-Skandal

„Freie“ Berater meldeten sich daraufhin vorzugsweise bei Bankkunden, die das Rentenalter berschritten hatten, behauptet Helge Petersen. Ein naheliegender Grund fr diese These: fr die Banken meist die letzte Mglichkeit, an diesen Kunden berhaupt noch zu verdienen.

„Viele Anleger dieser Altersgruppe wollten konservativ anlegen, wurden aber hufig falsch beraten“, so Petersen. Vermutlich nutzten einige Bankberater ihren Vertrauensvorschuss aus. „Aber auch wohlhabende Kunden im mittleren Alter verloren nach der Beratung groe Teile ihres Vermgens. Es hat den Anschein, die Berater ‚arbeiteten‘ sich in manchen Fllen systematisch durch ganze Familien und Bekanntenkreise“.

Beste Beispiele hierfr liefern die systematischen Verkufe von Schiffsfonds sptestens ab 2002, die bereits 2007 krnkelten und 2009 schlicht untergingen. 2009 offerierten Berater aber weiterhin aggressiv offene wie geschlossene Fonds. „Knallhart verkaufte die Postbank in einen implodierenden Markt, wobei die Schiffe und Betriebskosten umgekehrt zu den fallenden Charterraten teurer wurden“, so Petersen. Die aktuellen Kurse liegen whrenddessen fast immer bei 5 bis 15 Prozent des Ausgangswertes. „Der Anleger merkt zu spt, dass in vielen Fllen Schadensersatz mglich ist, und dann knnte der Anspruch schon verjhrt sein. So werden unbemerkt Tausende um ihr Erspartes gebracht. Es ist also allerhchste Zeit zu warnen, bevor mgliche Ansprche verjhren“, fordert Petersen.

Hohe Schadenssumme

ber das Handelsregister und anhand hunderter Kundendaten lsst sich in Bezug auf einen Fonds nachweisen, dass an ltere Kunden, Geburtsdatum zwischen 1930 und 1945, im Schnitt Produkte im Wert zwischen 15.000 und 45.000 Euro verkauft wurden. „Die Masse an Beweisen ist erdrckend. Wir versuchen berdies nachzuweisen, dass diese Anleger zum Groteil nur das ‚Risikokapital‘ zur Finanzierung von Schiffen beisteuerten“, erklrt Petersen. „Wir wollen den Nachweis fhren, dass die Vertrge stets so ausgestattet waren, dass viele Anleger nur verlieren konnten“. Der Fachanwalt Petersen vermutet gar, dass derlei toxische Produkte vorstzlich aufgesetzt wurden, in Zusammenarbeit mit den Emissionshusern. Um den Nachweis zu erbringen, arbeitet die Kanzlei eng mit Universitten, Reedern und Mitarbeitern aus diesem Fonds-Bereich sowie Insidern aus dem Postbanksystem zusammen.

Immer mehr Betroffene wehren sich

Besonders viele Geschdigte leben in Kiel, Neumnster, Hamburg und Eckernfrde, aber auch im restlichen Teil der Bundesrepublik. In manchen Fllen droht eine Verjhrung schon zum 31.12.2012. Eine erste Demonstration vor der Postbankfiliale in Neumnster, auf der mehr als 30 Geschdigte den Mut fassten, das Schweigen zu brechen, zeigt, wie ernst die Lage inzwischen ist. Nach Information Petersens wird es weitere Demonstrationen auch in Hamburg und Berlin geben. Zudem erfordern die Vielzahl der Betroffenen sowie die Gesamt-Schadsumme einen Gesamtvergleich fr Deutschland. ber die Postbank AG wird dann wohl die Deutsche Bank als „Mutterhaus“ mitfinanzieren mssen, vermutet Helge Petersen.

Ein deutschlandweiter Skandal, bankenbergreifend!

„Allein in Deutschland mssten nach unseren Berechnungen in Anbetracht der jahrelangen Praxis mithilfe der 4.000 Vertriebler tausende Geschdigte existieren“, so Petersen. Seine Rechnung ist erschreckend: Wenn nur 4.000 Mitarbeiter einmal in der Woche 50.000 Euro mit geschlossenen Fonds umsetzen, sind das 200 Millionen in der Woche und in 5 bis 6 Jahren 50 bis 60 Milliarden Euro. „Nach unseren Aufarbeitungen ergbe sich fr den gesamten geschlossenen Fondsbereich nur der Postbank Finanzberatung eine erschreckende Zahl von circa 18 Milliarden. Damit drfte es bankenbergreifend zwischen 200.000 und 360.000 Betroffene geben. Hinter den Zahlen verbergen sich tragische Schicksale. Viele Menschen wurden um ihre Altersversorge gebracht. Andererseits msste demnach die Postbank Finanzberatung, bei etwa 18 Prozent Provisionen, rund 3,6 Milliarden Euro verdient haben. Ein bundesweiter Skandal“, so Petersen.
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Die Fachanwaltskanzlei Helge Petersen & Collegen, Kiel wurde 2007 gegründet und ist seit Beginn auf Fälle im Bank- und Kapitalmarktrecht- spezialisiert. Der Fachanwalt Helge Petersen verfügt über umfangreiche Erfahrungen auf ...
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