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Mobile Sprachsteuerung: Das Handy als Serviceterminal

(PM) London/Nrnberg/Berlin, 03.08.2009 - London/Nrnberg/Berlin, 3. August 2009, www.ne-na.de - Die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine wird nach Expertenmeinung vor allen Dingen durch die mobile Spracherkennung vorangetrieben. So geht Datamonitor www.datamonitor.com in der Studie „The Proliferation of Innovative Speech Applications in Mobile Computing" davon aus, dass sich die Sprachsteuerung von Handsets in den kommenden fnf Jahren verdreifacht: von 32,7 Millionen US-Dollar auf 99,6 Millionen US-Dollar. In Fahrzeugen geht man von einer Steigerung von 64,3 Millionen auf 208,2 Millionen aus.

Als wichtigen Wachstumsfaktor sieht das CIO-Magazin www.cio.de die immer besseren Netzwerke, die zu neuen Wegen bei der Sprachbertragung fhren. „Der Trend scheint zu einer Mischung aus netzwerkbasierter und eingebetteter Sprache zu gehen, mit der man beispielsweise das Men steuern und eine Internetsuche durchfhren kann“, so die Fachzeitschrift. Vor allem bei Arbeitnehmern im Auendienst und in Lagerhallen wrde sich die Ntzlichkeit der Sprachsteuerung erweisen. Die Datamonitor-Studie berichtet von positiven Erfahrungen von Betreibern von Lagern, deren Mitarbeiter ihre Konzentration dank der mobilen Spracherkennung nicht von Ttigkeiten wie dem Heben von Gegenstnden abwenden mussten. Ein Wachstumsmarkt sei auch das Gesundheitswesen und hier vor allem die Altenpflege. Bei gleich bleibenden Budgets mssten immer mehr alte Menschen betreut werden.

Die von der Berliner Firma Aastra-Detewe entwickelte Sprachtechnologie soll Pflegedokumentationen in der stationren Altenhilfe einfacher, schneller und besser machen: „So ist eine Nachtschwester fr viele Bereiche und Bewohner zustndig und kann nicht alle Akten stndig bei sich tragen. Die Spracherfassung ber das mobile Telefon vereinfacht die Dokumentation, sichert die Qualitt und spart nebenbei noch Zeit“, erklrt Andreas Latzel, Deutschlandchef der Aastra-Gruppe www.aastra.de. Aastra-DeTeWe kombiniere interaktive Anwendungen auf DECT-Mobiltelefonen mit einem speziell von Pflegewissenschaftlern angepassten Sprachportal. So werden alle Eingaben in Echtzeit berprft und direkt in einer elektronischen Patienten-Akte abgelegt. Bei einem Pflegeheim mit etwa 100 Mitarbeitern und einer durchschnittlichen Fluktuation setzt Aastra-DeTeWe auf Sprachportale. Bei ihnen knnen interaktive Sprachdialoge zusammengestellt werden, um automatisiert mittels Sprache zu navigieren.

„Die Prognosen der Marktforscher und Branchenvertreter spiegeln die aktuelle Entwicklungsdynamik wider. Dabei zeichnen sich drei Trends ab, die getrennt zu betrachten sind. Erstens ist die Endgerte-Bedienung per Sprachbefehl im Auto stark im Kommen und wird die Akzeptanz von Spracherkennung in vielen anderen Anwendungsgebieten positiv beeinflussen. So bietet Navigon die Spracheingabe von Navigationszielen mit einem Satz in ihren Highend-Versionen ihrer Navigationssysteme an. Die groen Autokonzerne werden hier nachziehen“, erklrt Bernhard Steimel, Sprecher der Voice Days plus www.voicedays.com/de. Allerdings knne es noch zwei bis drei Jahre dauern, bis die Technik fr alle Fahrzeugklassen verfgbar ist. „Zweitens gibt es vielversprechende Anstze, Sprachsteuerung bei Smart Phones im Zusammenspiel mit anderen Eingabe- und Ausgabemodi einzusetzen. Ein gutes Beispiel ist die mobile Internetsuche ‚Google Mobile App’ fr das iPhone. Innovationsmotor ist hier die rasant wachsende Entwickler-Community fr den App Store von Apple“, so Steimel.

Als dritten Faktor sieht er die intelligente Verknpfung von mobilen Applikationen und Sprachcomputern im Call Center-Umfeld. „Das Handy wird hier zu einem Serviceterminal, wo man hnlich wie am Bankautomat seinen Kontostand abfragt oder eine Buchung vornimmt. Bei komplexeren Transaktionen kann jederzeit eine Telefon-Verbindung mit einem Service-Mitarbeiter aufgebaut werden; das intelligente Sprachsysteme bergibt alle Eingaben an dessen Arbeitsplatz“, erlutert Steimel. Auf den Voice Days plus in Nrnberg werden T-Mobile und Vodafone erste Prototypen im Praxisforum „Mobile Service“ am 7. Oktober vorstellen.

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