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Mobile Mitarbeiter brauchen flexible Arbeitszeiten – Deutsche Unternehmen pochen oft stur auf physische Anwesenheit

(PM) , 01.07.2008 - Bonn/Dsseldorf – Jeder fnfte deutsche Erwerbsttige ist stndig mobil. Die meisten davon sind Fernpendler mit tglich mindestens zwei Stunden Fahrzeit, so das Ergebnis der europischen Studie „Job Mobilities and Family Life“ unter Federfhrung des Soziologischen Instituts der Uni Mainz, ber die das Handelsblatt berichtet. Mobilitt, so die Zeitung, fhre heute nicht mehr berwiegend zu einem Aufstieg auf der Karriereleiter. Sie diene eher dazu, Arbeitslosigkeit und sozialen Abstieg zu vermeiden.

Berufspendler haben einige Nachteile zu tragen. „Die Unfallgefahr ist nicht zu unterschtzen. Sie ist gerade fr Autopendler das Gesundheitsrisiko Nummer eins“, sagt Verkehrspsychologe Thomas Wagenpfeil vom Tv Sd www.tuev-sued.de. Auerdem fhrt die Dauerpendlerei dazu, dass die Mobilen weniger Zeit mit Freunden und der Familie verbringen knnen und sich stndig organisieren mssen.

„Damit insbesondere mittelstndische Unternehmen die richtigen Fachkrfte in die Provinz holen, mssen sie bei den Arbeitszeiten deutlich flexibler werden. Es motiviert Mitarbeiter ungemein, wenn sie auch mal am Montag oder Freitag vom Home Office aus arbeiten drfen“, sagt der Personalexperte Marc Emde, Geschftsfhrer von KCP-Executives www.kcp-executives.de in Kln.
„Die technischen Voraussetzungen fr rumlich und zeitlich flexibles Arbeiten sind durch die moderne Telekommunikation gegeben. Wer die besten Kpfe fr sein Unternehmen gewinnen will, muss ihnen mehr bieten als nur eine angemessene Bezahlung. Dazu gehrt auch ein mglichst flexibles Arbeitsumfeld. Zudem kommt dieses Modell berufsttigen Mttern und Vtern entgegen. Allerdings verhindert eine konservative, ja starre Kultur in manchen Unternehmen, dass Telearbeit oder Gleitzeitmodelle auch wirklich zum Einsatz kommen“, beklagt Emde.
In einer globalisierten Arbeitswelt mssten sich auch die Arbeitszeiten internationalen Standards anpassen, so Emde. „In Europa klammern sich einige noch viel zu stark an die 35-Stunden-Woche oder den geregelten Arbeitstag von neun bis 17 Uhr. Das gehrt der Vergangenheit an. In den Vereinigten Staaten geht man teilweise schon viel radikalere Wege“, wei der Personalexperte. Dort gebe es weder vorgeschriebene Stundenzahlen fr die Beschftigten, noch Anwesenheitspflicht bei Besprechungen und auch keine Kernzeit. Statt Stunden nachzuweisen, zhlt nur das Ergebnis: erledigte Aufgaben, abgearbeitete Projekte. „Flexibilitt bei der Arbeitszeitgestaltung ist fr die gehetzten Berufsnomaden ein Segen“, stellt Emde fest.
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