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Mit 50 Cent junge Leser gewinnen – Tageszeitungen verlieren Marktanteile wie kein anderes Medium

(PM) , 30.08.2006 - Bonn/Dsseldorf – Die Tageszeitungen sind in strmische See geraten. Seit Jahren entwickeln sich Auflage, Reichweite und Anzeigumsatz rcklufig. Das Fachmedium Absatzwirtschaft www.absatzwirtschaft.de sieht gar das Geschftsmodell der Zeitungen auf dem Prfstand. Allein seit 2000, dem bislang mit Abstand besten Werbejahr fr die gesamten Medien, htten die Zeitungen fast 30 Prozent ihrer Nettowerbeeinnahmen eingebt. Von 1995 bis 2005 seien die Anzeigeneinnahmen um fast 20 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro zurckgegangen. Speziell die Tageszeitungen htten so stark an Marktanteilen verloren wie kein anderes Medium. „Wir gehen von weiter sinkenden Anzeigen- und Vertriebserlsen aus“, sagte Konstantin Neven DuMont, Geschftsfhrer des Klner Zeitungsverlags M. DuMont Schauberg www.dumont.de. Nun gehe es darum, „innovative Produkte und Geschftsfelder aufzubauen“. So versuchen verschiedene Verlage, mit Tabloid-Zeitungen insbesondere das junge und bisweilen „lesefaule“ Publikum zu erreichen. Titel wie Welt kompakt, News, und 20 Cent stehen fr diese Richtung. Diese Zeitungen, so Absatzwirtschaft, unterscheiden sich von den klassischen Blttern durch ihr handliches Format, krzere Texte und den gnstigen Preis zwischen 20 und 50 Cent. „50 Cent ist dem jugendlichen Publikum wahrscheinlich in erster Linie als amerikanischer Rapper bekannt. Nun will man vor allem die jungen Leser mit gnstigen Preisen fr eine Tageszeitung kdern. Der Kampf um die junge Zielgruppe lsst sich aber nicht allein ber die Kosten-Schiene gewinnen. Die so genannten Geiz-ist-geil-Welle hat sich ja auch in anderen Marktsegmenten nicht unbedingt als Erfolg erwiesen“, sagt die Bonner Kommunikationsexpertin Sabine Sohn, Geschftsfhrerin der PR-Agentur network integrated communication nic.pr www.nic-pr.de. Die Medienhuser sollten versuchen, junge wie alte Leser ber alle Kommunikationskanle zu erreichen, die ihnen zur Verfgung stehen. Man msse allerdings kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die Zukunft noch strker als bisher dem Internet und seinen vielfltigen Mglichkeiten gehre. Auch fr Mathias Dpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlages www.axelspringer.de, steht fest: „Als Informationstrger wird das gedruckte Papier durch elektronisches Papier ersetzt“. Daher versucht man in seinem Haus, die verschiedenen Springer-Zeitungen Welt, Welt kompakt, Welt am Sonntag und Berliner Morgenpost gemeinsam unter einem Dach entstehen zu lassen. Print und Online werden in einer Redaktion gebndelt. Vielleicht sei das der richtige Ansatz, mein Sohn, die von allzu starren Grenzziehungen nicht viel hlt. Auch andere Zeitungen wie etwa die Rheinische Post www.rp-online.de demonstrierten, das Print und Online immer strker zusammenrcken.
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