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Max-Planck-Institute: Rente mit 68 – Und keiner lamentiert

(PM) , 03.04.2007 - Von Ansgar Lange Bonn/Berlin – Die Rente mit 67 ist ein uerst umstrittenes Projekt. Fr die Direktoren der bundesweit achtzig Max-Planck-Institute www.mpg.de ist auf einen Schlag die Rente mit 68 Pflicht. Doch niemand protestiert bisher vernehmlich dagegen, nun drei Jahre lnger arbeiten zu mssen. Im Gegenteil: Viele betrachten die Chance, weiter forschen zu drfen, sogar als Privileg. „Die meisten Wissenschaftler in fhrenden Positionen mchten lnger arbeiten als bis zum 65. Lebensjahr“, sagte Christiane Nsslein-Volhard, Direktorin am Max-Planck-Institut fr Entwicklungsbiologie in Tbingen und Nobelpreistrgerin fr Medizin. Mglich wurde die Rente mit 68 durch eine entsprechende nderung des niederschsischen Hochschulgesetzes, an das die in Mnchen ansssige Gesellschaft der Spitzenforscher seit ihrer Grndung 1947 in Gttingen gebunden ist, berichtet Christian Schwgerl in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) www.faz.net. Wieder einmal gehre die renommierte Institution damit zur „gesellschaftlichen Avantgarde“, so der Autor. „Da die Max-Planck-Gesellschaft sich rhmt, nur die Besten der Besten zu beschftigen, muss dies nun auch fr Menschen mit mehr als 65 Jahren gelten, also fr eine Altersgruppe, die auf dem deutschen Arbeitsmark bisher als geistig erstarrt und nicht vermittelbar abgestempelt wurde.“ Udo Nadolski, Geschftsfhrer des Dsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash www.harveynash.de, hofft, dass dies auch ein Signal sein knnte, dass nicht nur fr Spitzenforscher gilt: „Es ist klar, dass krperlich sehr schwer arbeitende Menschen mit 65 meist ‚verbraucht’ sind. Doch auf den Groteil der Arbeitnehmer trifft dies ja nicht zu. Warum sollte ein Arbeitnehmer in unserer Dienstleistungsgesellschaft, der seine Arbeit in der Regel vor seinem Computer verbringt, nicht auch bis 68 arbeiten knnen?“ Selbstverstndlich werde dazu nicht jeder gesundheitlich in der Lage sein, aber dies knne man ja auch medizinisch berprfen lassen. Nadolski verweist auf den aktuellen Executive Recruiter Index von Korn/Ferry www.kornferry.com, wonach zahlreiche Fhrungskrfte eine Zweitkarriere im Rentenalter anstreben. Viele frchten schlicht Langeweile im Ruhestand, auerdem wollen sie weiterhin produktiv und intellektuell gefordert sein. Dass ltere Menschen viel lernfhiger sind als vermutet, das belegten auch die Wissenschaftler der Max-Planck-Institute fr Bildungsforschung in Berlin und fr demographische Forschung in Rostock, so Schwgerl. Eine verlngerte Lebenserwartung msse „keineswegs eine Sackgasse des Verfalls“ sein.
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