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„Lasst die Kunden an der Markenpositionierung mitwirken!“

(PM) , 09.07.2008 - Unternehmen wollen im Netz oft nur ihre Werbebotschaften platzieren

Bonn/Dsseldorf - Mittlerweile haben auch die Unternehmen soziale Netzwerke wie MySpace fr sich entdeckt. Doch nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Jupiter Research www.jupiterresearch.com ist der Erfolg eher bescheiden, weil die Firmenauftritte oft nur Langeweile im Netz verbreiten. „Viele Unternehmen haben den Grundgedanken des Web 2.0 noch nicht verinnerlicht“, besttigt Michael Zondler, Sales Director beim IT-Beratungshaus Harvey Nash www.harveynash.com/de. „Werber und Marketingstrategen traditioneller Unternehmen neigen dazu, sich ausschlielich zu prsentieren. Dabei geht es in den sozialen Netzwerken ums Mitmachen, Mitarbeiten, Teilen und Kommunizieren.“

Der Nutzer beziehungsweise „Prosumer“ (aus Producer und Consumer) sei es gewohnt, in dieser Form aktiv zu sein. Diese Plattform mssten ihm die Unternehmen bieten: Laut Jupiter Research haben 78 aller europischen Unternehmensseiten auf MySpace aber weniger als 5.000 registrierte Freunde. Unternehmen und Werbeagenturen mssten sich daher im Vorfeld Gedanken machen, welche Services oder Produkte und welche Unternehmensbereiche berhaupt Web 2.0-fhig sind, fordert Zondler. In der anschlieenden Umsetzung sei sicherzustellen, dass die Nutzer einen echten Mehrwert erhalten. „In Online-Kampagnen in sozialen Netzwerken entsteht immer ein Dialog zwischen dem Werbetreibenden und seiner Zielgruppe. Das kann verschiedene Formen haben: ein tatschlicher Dialog, ein Wettbewerb oder ein Gewinnspiel. Auf jeden Fall geht es darum, eine Interaktion, eine Einbindung oder eine Begegnung mit der Marke herzustellen“, besttigt Joel Berger, Deutschlandchef von MySpace.

Anzeigen haben gegenber der Werbung 2.0 einen deutlichen Nachteil. Bewegt man sich in den Online-Gemeinschaften richtig, dann kommt man mit den potenziellen Kunden auch ins Gesprch. „Wenn ein Unternehmen zuhrt und die Kunden ernst nimmt, kann es sich auf diese Weise teuer Marktforschung sparen“, sagte Klemens Skibicki, Marketing-Professor an der Europischen Fachhochschule in Brhl, gegenber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) www.faz.net. Eifrige Internetbenutzer schreiben nmlich manchmal von selbst auf, was sie an einem Produkt schtzen und was sie gendert haben mchten. Die FAS nennt Beispiele, wie sich Unternehmen im Web engagieren: „BMW ldt Fahrer seiner Sportwagen-Serie ‚M’ in der ‚M Power World’ zum Chat mit Ingenieuren, der Autovermieter Sixt organisiert Fahrsicherheitstrainings fr die Mitglieder seiner Online-Welt ‚Carmondo’, und der Tiernahrungshndler Fressnapf hat inzwischen 200.000 Mitglieder in seine Gemeinschaft fr Tierfreunde gelockt.“

Eher langweilig seien hingegen andere Firmenauftritte. Auf MySpace finde sich zum Beispiel eine Handywerbung von Samsung mit Gewinnspiel und zwei Videos. Oder die Reklameseite fr einen Sportschuh von Puma, auf der der Werbespot zu sehen sei und ein paar Szenen vom Dreh. „Web 2.0-Angebote sollten das Unternehmen von seinen Wettbewerbern signifikant unterscheiden, einfach zu bedienen sein und Spa machen“, meint Zondler.

Er kann nicht nachvollziehen, dass beispielsweise Autohersteller immer noch gern mit Auszeichnungen, technischen Daten und Testergebnissen fr ihre Produkte werben. Dies sei zwar schn und gut, aber auch anonym und sehr produkt-, weniger nutzen- und kundenbezogen. Seine Empfehlung an die Branche: „Lasst die Kunden doch an der Markenpositionierung mitwirken.“
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