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Klimaschutz als Konjunkturprogramm?

(PM) , 11.06.2008 - Harvey Nash-Chef Udo Nadolski hat Zweifel an der Ankndigungspolitik der Bundesregierung

Bonn/Dsseldorf - Wie sieht es aus auf dem Arbeitsmarkt? Der Monster Employment Index www.monster.de verzeichnet fr den Mai 2008 ein leichtes Wachstum. Die Zahl der im Internet angebotenen Stellen sei leicht angestiegen, so das Karriere-Portal. Die Top-Sektoren im Mai waren Gesundheitswesen und Sozialarbeit, Produktion, Herstellung, Wartung und Reparatur, Gastronomie und Tourismus, Transport, Post und Logistik sowie Marketing, PR und Medien. Baden-Wrttemberg, Sachsen und NRW sind die Regionen mit den hchsten Zuwchsen. Im Stadtstaat Bremen sah es hingegen ziemlich mies aus. Dort gingen die online angebotenen Stellen schon zum zweiten Mal zurck.

„Das deutsche Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2008 ist so stark wie schon seit zwlf Jahren nicht mehr. Auch die Ergebnisse des Monster Employment Index im Mai unterstreichen dies und zeigen, dass die Nachfrage nach Arbeitskrften stabil geblieben ist“, kommentierte Marco Bertoli, Geschftsfhrer Central Europe bei Monster Worldwide.

„Drfen wir uns also ganz entspannt im Sessel zurcklehnen?“, fragt Udo Nadolski, Geschftsfhrer des Dsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash www.harveynash.de, in seinem Blog www.harveynash.com/blogs/udo_nadolski/2008/06/regierung_sieht_klimaschutz_al.html. Seine Antwort: „Nein, dies drfen wir auf keinen Fall. Die Wirtschaft wird auf absehbare Zeit nicht mehr so stark wachsen wie bisher. Und auerdem stehen im Herbst 2009 wieder Bundestagswahlen an. Es ist zu befrchten, dass sich die Groe Koalition bis dahin weiter zerstreiten wird und in einen berbietungswettbewerb in puncto vermeintlicher sozialer Wohltaten eintreten knnte. Der unbezahlbare sozialpolitische Kurs der Linkspartei schafft ein zustzliches Problem fr diejenigen Politiker, die bei den Brgern fr die Gesetzmigkeiten des freien Marktes werben wollen.“

Die Bundesregierung erhoffe sich bis 2020 rund 500.000 neue Arbeitspltze durch ihr Klimaschutzprogramm. Umweltminister Gabriel verspreche, durch aktiven Klimaschutz knnte die Zahl der Arbeitslosen auf unter drei Millionen gesenkt werden. „Doch dies sind alles noch ungelegte Eier“, so Nadolski. Solche schnen Versprechungen knnten heute noch nicht berprft werden.

Messe man die Politik an ihrem derzeitigen Handeln, dann sehe die Bilanz dsterer aus. Groe Sorgen macht sich zum Beispiel die deutsche Automobilbranche. Ansgar Klein, Geschftsfhrer des Bundesverbandes freier Kfz-Hndler www.bvfk.de, warnte in der Bild-Zeitung www.bild.de vor dem Verlust jedes zwlften Arbeitsplatzes bei Autohndlern und Werksttten. Mit ihrem umweltpolitischen Hick-Hack verunsichere die Bundesregierung die Verbraucher und erzeugt Kaufzurckhaltung. Auch das Marktforschungsunternehmen Puls hat herausgefunden, dass die Unklarheit der Umwelt-Gesetze die Kufer aus den Autohusern treibt.

„Neue Jobs werden so mit Sicherheit nicht entstehen“, meint der Harvey-Nash-Geschftsfhrer, der bei der Klimapolitik die ntige Stringenz vermisst. „Letztlich tickt ein gut gefhrter Staat genauso wie ein Unternehmen: Brger wie Mitarbeiter bentigen Verlsslichkeit, Bestndigkeit und einen klaren Kurs. Leider ist dies alles zurzeit nicht zu erkennen.“
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