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IT-Sicherheit: Mittelstand hat Nachholbedarf – Mitarbeiter werden zu wenig geschult

(PM) , 23.04.2007 - Von Gunnar Sohn Dsseldorf/Stuttgart - Die IT-Sicherheit bleibt eine der wichtigsten Baustellen deutscher Unternehmen. Einer Umfrage der Fachzeitschrift WIK www.wik.info und des Arbeitskreises Sicherheit der deutschen Wirtschaft unter 208 Unternehmen erwarten 87 Prozent der Befragten Sicherheitschefs eine Etatsteigerung bei der IT-Sicherheit. „Konkret befrchten die Unternehmen nicht nur zerstrerischen Virenbefall in ihren Computern, sondern auch das elektronische Ausspionieren von Daten, Datendiebstahl und Produktpiraterie. Das Angstgefhl bei den fr den Betriebsschutz Verantwortlichen hat wieder zugenommen“, berichtet die Koblenzer Rhein-Zeitung www.rhein-zeitung.de. Demnach erwarten drei Viertel der Befragten „eine Zunahme der allgemeinen Gefhrdung der Wirtschaft, und eine Mehrheit von 54 Prozent rechnet auch damit, dass die eigenen Ausgaben deshalb erhht werden mssen. Bei den nachgefragten Sicherheitsprodukten rangieren Biometrie zur besseren Zugangskontrolle, elektronische Schlietechniken, Videoberwachung und Verschlsselungstechnologien ganz oben. Auch die neuen Mglichkeiten der Fahrzeugortung per GPS sind in den Vordergrund gerckt.“ Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) htten Nachholbedarf. Das besttigt auch das CIO-Magazin www.cio.de: „Die kleinen und mittelstndischen Unternehmen in Europa schludern bei der Aufklrung ber IT-Sicherheit. Die Zahlen untermauern das eindeutig: Kmmerliche 32 Prozent der Firmen schulen neue Mitarbeiter. Richtlinien fr Inhalte und Wortwahl von E-Mails gibt es nur in 39 Prozent der Unternehmen. Die mobile Nutzung von Laptops auerhalb der eigenen vier Wnde regelt nicht einmal jede vierte Firma.“ Auch einer Untersuchung der Nationalen Initiative fr Internetsicherheit www.nifis.de zufolge werden deutsche Unternehmen bis 2011 ihre Ausgaben fr die Informationssicherheit deutlich erhhen. Die Studie hatte unter anderem belegt, dass derzeit die grte Gefahr fr die Informationssicherheit eines Unternehmens von den eigenen Angestellten ausgeht.„Hier besteht definitiv noch Nachholbedarf. Zumindest die mittelstndischen und groen Unternehmen sollten einen schriftlichen Verhaltenscodex etablieren, der den Umgang mit Daten verbindlich regelt", so Nifis-Chef Peter Knapp. „Auch mit der intelligentesten Technologie sind Sie nicht automatisch vor Angriffen geschtzt. Ein gutes Beispiel dafr, dass der Missbrauch um sich greift, sind Abrechnungsbetrug und Identittsdiebstahl", erluterte Matthias Schtte, Sicherheitsspezialist beim Stuttgarter ITK-Systemintegrator Nextiraone www.nextiraone.de, bei einer Security-Roadshow seines Unternehmens in Dsseldorf. Besonderes Augenmerk msse dem Faktor Mensch gelten: „Mitarbeiter sind immer fter Ursache dafr, dass auch wertvolle und vertrauliche Unternehmensinformationen ungeschtzt dem Zugriff Unbefugter ausgesetzt sind." Ein Groteil der Ursachen fr Attacken auf das eigene Netzwerk sei daher im eigenen Unternehmen zu finden. Das knnten sowohl beabsichtigte Manipulationen von Mitarbeitern sein, aber auch durch Nachlssigkeiten und Unwissenheit verursachte Schden. Gem Nifis wird der Informationssicherheit gerade im Hinblick auf eine kontinuierliche und langfristige Datenabsicherung immer noch nicht der Stellenwert eingerumt, der eigentlich notwendig ist. Das liegt nach Ansicht des Nifis-Vorsitzenden Knapp daran, dass „mittlerweile zwar die meisten Unternehmen Sicherheitslsungen implementieren, dann aber glauben, damit sei alles fr die Informationssicherheit getan. Informationssicherheit lsst sich aber nicht durch eine einmalige Aktion herstellen, sondern nur ber einen kontinuierlichen Prozess, der stetige Aufmerksamkeit verlangt und weiterentwickelt werden muss.“
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