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Pressemitteilung

Rauchverbot in der Gastronomie – es bleibt existentiell !

(PM) , 26.08.2008 - Gastronomen als Spielball von Wahlkmpfern und Verbots-Fanatikern

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts Ende Juli zur vorlufigen Aufhebung des Rauchverbots, haben die Bundeslnder nun Zeit, bis Ende 2009 eine einheitliche Regelung herbeizufhren. Die Gastronomen von sog. Einraumkneipen unter 75 qm knnen zwar ein wenig aufatmen, mssen allerdings auch weiterhin um ihre Existenz bangen. Denn von Frequenz- und Umsatzrckgngen an allen gastronomischen Fronten ist die Rede.
Gerade bei den Kneipenwirten fiele die Entscheidung eines absoluten Rauchverbots geschftlich immens ins Gewicht. Die DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststttenverband) rechnet sogar damit, dass ber 11% dieses Gaststttentyps schlieen mssen, wenn keine branchengerechte Lsung gefunden wird. Eine ebenso fatale wie inakzeptable Folge.

Dass sich dem gegenber Bayerns Ministerprsident Beckstein bezglich seines bereits eingefhrten, totalen Rauchverbots in der hchstrichterlichen Empfehlung besttigt sieht, ist zum einen unverstndlich und zum anderen wohl auch nur eine Frage der Zeit. Immerhin ist derzeit in Bayern Wahlkampf und an der Parteibasis rumort es bereits. Zumindest wre es nicht verwunderlich, wenn der Verbotswahn der Politiker nicht doch noch zu einer spten Einsicht fhrt, weil es auch ein Kreuzzug gegen eine unbestimmte Mehrheit ist. Laut DIE WELT sind 56% befragter Bundesbrger fr Ausnahmen beim Rauchverbot. 20% lehnen das Rauchverbot ganz ab, whrend nur 23% ein absolutes Rauchverbot befrworten wrden. Die Umfrageergebnisse des FOCUS kommen zu nahezu identischen Ergebnissen. Auch hier sind ber die Hlfte davon berzeugt, dass ein Nichtraucherschutzgesetz mit Ausnahmeregelungen fr die Gastronomie die beste Lsung wre.

Doch was ist das Beste fr diejenigen, die mit ihrer Existenz nicht die Wahl haben und am Ende doch dem lauten Wahlgetse unterliegen. Ein Wirt kann nicht mal eben aus seinem Betrieb aussteigen. Traditionell gehren zumindest in der Getrnkegastronomie schon immer ein Bierchen und die Zigarette zusammen. Ob in der Einraumkneipe, in Diskotheken oder im bayerischen Festzelt. Und solange es Raucher gibt, die ebenfalls nicht mal eben mit ihrem Laster aufhren knnen, so lange sollte es Politikern untersagt sein, sich zwecks Whlerstimmen oder aus berzogenem Unterwrfigkeitsdenken gegenber Brssel unberlegt ins Zeug zu legen. Vielmehr sollten sie die Wahlfreiheit – als demokratisches Gut – fr Gaststtten unter 100 qm und Diskotheken – auch bezeichnet als 'Spanisches Modell' – vor Augen haben und es dem Gastronomen berlassen, welchen Markt er bedienen mchte: Den Rauchermarkt? Oder lieber doch die Nichtraucher? Letztendlich wre dieses ein Vertrauen in die Mndigkeit der Brger, entfernt von planwirtschaftlichen Stigmata, deren Heiligkeit sowieso keiner so Recht versteht.

Der Markt reguliert sich selbst. Ausnahmen sind laut allen Umfragen akzeptiert. Gerade mit der Einschrnkung zum Schutz der Jugend und auch gegenber dem Nichtrauchen whrend des Essens in Restaurants. Die "Zigarette danach" strt keinen, solange es im Kreise von Rauchern passiert.
Und letztendlich wre die ganze Diskussion eine Chance, die speziell Nichtraucher-Etablissements eine neue Alleinstellung beschert. Sie wren attraktiv, weil es vielleicht mehr Raucher-Betriebe gbe (wie z.B. aktuell in Spanien auf Basis der Wahlfreiheit). Sie knnten von smtlichen Nichtrauchern (immerhin fast zwei Drittel der Bevlkerung) frequentiert werden. Raucher knnten weiterhin in ihre Kneipen gehen. Die Welt wre in Ordnung.

Stattdessen verkrampfen sich die Gegebenheiten in immer weiteren Differenzierungen und Notlsungen wie z.B. das Thema Raucherclub. Von den Bundesrichtern als Alternative freigestellt, mssten sich Gastronomien demnach von der wichtigen Laufkundschaft verabschieden, gar isolieren. Denn es heit: Ausschlielich mit festem Mitgliederbestand, ohne Mitgliedschaftserwerb am Eingang. Sicherlich in Zeiten von Unklarheiten das kleinere bel, doch letztendlich keineswegs ein Mittel, die Existenz – gerade mit Blick auf die Laufkundschaft – zu sichern. Das Spanische Modell (Wahlfreiheit) wrde sich in Form von vielen Mitgliedskarten und Antrgen widerspiegeln. Der rauchende Gast, der schon heute z.B. in Mnchen die Mitgliedschaft in ber 800 Raucherclubs beantragen kann, wrde am Ende nicht mehr durchblicken: „Darf ich hier als Mitglied rauchen und mein Bierchen genieen oder war es doch die andere Kneipe dort drben?“.
Zudem ist davon auszugehen, dass mit Blick auf die bereits von DIE WELT erwhnten 56% der Brger, die sich fr eine Ausnahmeregelung ausgesprochen haben, sich auch anteilige Nichtraucher als Mitglied einschreiben lassen. Auer brokratischem Aufwand htte man in dieser Angelegenheit also nichts dazu gewonnen.

Und doch: Wenn es tatschlich dazu kommt, dass sich die Bundeslnder statt fr das spanische, fr das "bayerische Modell", also das absolutes Rauchverbot ohne Ausnahme entscheiden, wre der Raucherclub die einzige Lsung. Ein vermeintlich neuer Typ von Gastronomie. Letztendlich aber auch „alter Wein in neuen Schluchen“, der stets daran erinnert, wie man ihn einst genoss, im Kreise derer, denen Spa und Geselligkeit noch etwas bedeutete.
Die GASTRO-AWARD Deutschland AG ist dennoch zuversichtlich, dass der gesunde Menschenverstand siegt und sich die Geselligkeit bald wieder einstellt. Wer bis dato hinsichtlich der Grndung eines gesetzeskonformen Raucherclubs informiert werden mchte, dem steht man gerne mit Rat und Tat unter raucherclub@gastro-award.de zur Seite.
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