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Frauen, Zuwanderer, Personalmanagement – Deutschland steht vor dem Problem der Arbeiterlosigkeit

(PM) , 23.04.2008 - Bonn/Kln – Deutschland leidet unter Fachkrftemangel. Dieser Befund ist nicht neu. Doch jetzt wird er dramatisch besttigt. Nach einer aktuellen Umfrage des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) www.vdi.de und des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Kln www.iw-koeln.de fehlen der heimischen Wirtschaft rund 95.000 Ingenieure. Damit liege die Zahl wesentlich hher als in den Jahren zuvor. „Diese Zahl und vor allem die Steigerungsrate ist alarmierend“, warnte VDI-Direktor Willi Fuchs bei der Prsentation der Studie auf der Hannover Messe. „Wenn wir diesen Trend nicht stoppen, wird sich der Technikstandort Deutschland knftig nicht mehr mit Japan, den USA und China messen, sondern mit Lndern, die heute auf der Hightech-Landkarte noch gar nicht existieren.“

Migrationsforscher und Arbeitsmarktexperten pldieren schon seit lngerem dafr, die Zuwanderung fr hoch qualifizierte auslndische Ingenieure, rzte oder Techniker zu erleichtern. Doch viele Fachleute zieht es nicht unbedingt nach Deutschland. „Kann man es ihnen wirklich verdenken, dass sie sich nicht gerne vom Stacheldrahtverhau deutscher arbeits- und auslnderrechtlicher Bestimmungen behindern lassen wollen?“, zitiert die Rheinische Post (RP) www.rp-online.de Klaus J. Bade, Migrationsforscher an der Universitt Osnabrck www.kjbade.de.

Bade fordert einen Mix aus einem Punktesystem nach kanadischem Muster und arbeitsmarktorientierten Kriterien. In „unserem berregulierten Wohlfahrtsstaat“ werde immer wieder „zugewandertes Humankapital“ verschleudert. Den Schaden habe die deutsche Volkswirtschaft. In Deutschland lebt rund eine halbe Million hochqualifizierter auslndischer rzte und Techniker, ohne das deren Potenzial ausreichend genutzt wird, schreibt die RP. Nach Angaben des Philologenverbandes www.dphv.de fehlen derzeit 16.000 Lehrer. Zudem kann jede zweite deutsche Klinik offene Arzt-Stellen nicht besetzen. Bis 2014 rechnet man mit bis zu 43.000 fehlenden Krankhaus-Medizinern.

„Personalmanagement wird zum berlebensfaktor“, schreibt daher Peter Holl, Bereichsleiter Ver- und Entsorgung beim Klner Personaldienstleister KCP Executives www.kcp-executives.de, in einem Kommentar fr EW Das Magazin fr die Energiewirtschaft. Holl empfiehlt der Energiebranche im Bereich Human Resources einen schnellen Neustart mit frischen „Strukturen, Methoden und Werkzeugen“. In der Branche herrsche bei den Spitzenkrften „Arbeiterlosigkeit“. „Der bisherige Liberalisierungsprozess in der Energiewirtschaft war nur ein Vorspiel dessen, was in den nchsten Jahren an Vernderungen zu erwarten sein wird“, so Holl. „Anreizregulierung, Marktprozessregulierung und die neu erffnete Jagd groer Player auf Privatkunden drften einen immensen Kostendruck auslsen, der viele Versorger finanziell in Atemnot bringen und zur Aufgabe der Selbststndigkeit zwingen wird. Die Zeit fr eine grundlegende Marktbereinigung scheint endgltig gekommen.“ Der Branche fehle jedoch das Personal, um in diesem harten Existenzkampf zu bestehen.

Experten hoffen, dass der Fachkrftemangel dadurch etwas abgemildert werden kann, dass verstrkt Frauen auch Zugang zu technischen und naturwissenschaftlichen Berufen finden. Als klassische Mnnerdomne wird hufig noch die Druckindustrie wahrgenommen. Doch auch hier ist einiges im Fluss. Frauen sind auf dem Vormarsch – auch in der Printmedien-Industrie. Diesem Trend trgt die Print Media Academy (PMA) der Heidelberger Druckmaschinen AG www.heidelberg.com auf der drupa 2008 www.drupa.com in Dsseldorf Rechnung. Mit dieser Veranstaltung, die in dieser Form erstmals internationale Zuschnitt hat, soll fr weibliche Fhrungskrfte eine gemeinsame Ebene zum Gedankenaustausch geschaffen werden. „Ich bin berzeugt, dass ‚Women in Print’ neue Wege fr Frauen in unserer Industrie aufzeigen kann – und dies auf einer internationalen Basis. Dabei kann das weltweite Netzwerk der Print Media Academy von Heidelberg wertvolle Untersttzung leisten“, erklrte Adriana Nuneva, bei Heidelberg fr das Global Marketing zustndig.
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