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Entscheidung des BGH zur Direktansprache am Arbeitsplatz - Telefonmarketing profitiert von Headhunter-Urteil

(PM) , 06.10.2006 - Von Gunnar Sohn Karlsruhe/Bonn – Das jngste Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) ber Anrufe von Headhuntern am Arbeitsplatz hat nach Expertenmeinung auch positive Auswirkungen auf das Telefonmarketing bei Geschftskunden, berichtet der Branchendienst „Der Versandhausberater" www.versandhausberater.de und beruft sich auf den Wettbewerbsrechtler Dr. Stephan Pauly. Seiner Auffassung nach „knnen infolge dieses Urteils Anrufe bei Gewerbetreibenden nicht wettbewerbswidrig sein, wenn erstmalig Produkte vorgestellt werden, fr die es konkrete Anhaltspunkte eines Interesses beim Angerufenen gibt." Der BGH habe mit seinem Headhunter-Urteil (Az.: I ZR 73/02) die Interessen von Wettbewerbern und Werbetreibenden als ebenfalls schutzwrdig bercksichtigt, indem er ein vollstndiges Verbot der telefonischen Kontaktaufnahme am Arbeitsplatz als nicht gerechtfertigt abgelehnt habe. Bei der BGH-Entscheidung ging es darum, ob Headhunter einen ersten telefonischen Kontakt mit einem Arbeitnehmer an dessen Arbeitsplatz herstellen drfen. Das Gericht definierte solche Anrufe als wettbewerbsrechtlich zulssig, bei dem ein Mitarbeiter erstmalig auf sein Interesse an einer neuen Stelle angesprochen und diese kurz beschrieben wird. Ein eventuell weiteres Gesprch msse dann aber auerhalb des Unternehmens stattfinden. „Nach der Entscheidung des BGH ist es nach wie vor fr Personalberater mglich, einen Erstkontakt zu Mitarbeitern am Arbeitsplatz herzustellen, um ihnen vakante Positionen anzubieten. Die Richter am Bundesgerichtshof teilten die Ansicht eines klagenden Arbeitgebers nicht, dass das Verhalten der Headhunter wettbewerbswidrig sei. Das Abwerben von Mitarbeitern ist Teil des freien Wettbewerbs“, erklrt Marc Emde, Personalberater bei KirchConsult www.kirchconsult.de in Kln. Fr die berufliche Entwicklung von Menschen in Fhrungspositionen sei es eminent wichtig, Anschluss an aktuelle Arbeitsplatzentwicklungen zu haben. „Fr serise Personalberatungen ist der direkte und persnliche Kontakt die Grundvoraussetzung fr das Finden potentieller Kandidaten. Der Personalberater untersttzt die Menschen dabei, den ihnen zustehenden Marktwert zu erreichen. Das BGH-Urteil besttigt uns in unserem Vorgehen. Wir sind froh, auch in Zukunft fr unsere Kunden ttig sein zu knnen. Das Urteil entspricht hier originr meiner Auffassung von echter Marktwirtschaft. ber eine andere Entscheidung von Seiten des Gerichtes wre ich verwundert gewesen“, resmiert Emde.
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