VOLLTEXTSUCHE
Pressearchiv
markt-studie.de c/o dynamic technologies GmbH
Pressemitteilung

EHI-Studie: Inventurdifferenzen 2010 bei markt-studie.de

EHI-Studie analysiert Inventurverluste von 3,9 Milliarden Euro im Einzelhandel Die Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel sind nach wie vor auf hohem Niveau.
(PM) Kln, 18.06.2010 - Sie summieren sich auf jhrlich 3,9 Milliarden Euro, stellt das EHI in seiner aktuellen Erhebung fest. Unehrliche Kunden verursachen hiervon knapp 2,0 Milliarden Euro, den eigenen Mitarbeitern werden ca. 800 Millionen angelastet. Nach wie vor stiehlt – statistisch gesehen – jeder deutsche Haushalt jhrlich Waren im Wert von ber 50 Euro im Einzelhandel. Bildlich bedeutet dies, dass rund jeder 200. Einkaufswagen unbezahlt die Kasse passiert. Dem Staat entgehen dadurch jedes Jahr ber 400 Millionen Euro Mehrwertsteuer.
Zu den am hufigsten geklauten Artikeln gehren im Lebensmittelhandel nach wie vor kleine, teure Waren wie Rasierklingen, Spirituosen, Kosmetik und Tabakwaren. Im Bekleidungshandel werden modische Waren wie Jeans, Accessoires, ausgesuchte Markenartikel sowie Dessous bevorzugt. Konsolenspiele, CDs, DVDs, Speicherkarten und Druckerpatronen gehren zu den Klaurennern im Elektronikhandel.

Schutz der Ware teuer erkauft

Um die sogenannten Inventurverluste zu reduzieren, investiert der Handel fast 0,4 Prozent seines Umsatzes, das sind rund 1,2 Milliarden Euro, um Ladendiebsthle bspw. durch Detektiveinsatz, Kamerainstallationen oder Warensicherungssysteme zu begrenzen. Die Gesamtaufwendungen fr Inventurdifferenzen und deren Vermeidung betragen also jhrlich rund 5,1 Milliarden Euro, die der Handel wie alle Kosten in seine Verkaufspreise einkalkulieren muss.
Gerechnet zu Verkaufspreisen geht dem Handel im Durchschnitt 1 Prozent seines Umsatzes verloren. Die Verluste sind im Vergleich zum Vorjahr konstant, weiterhin belastet eine zu Einkaufspreisen bewertete Inventurdifferenz von 0,65 Prozent vom Nettoumsatz das Betriebsergebnis stark.

Polizeiliche Statistik trgt: 30 Millionen Ladendiebsthle unentdeckt

Die offiziellen Daten der Polizeilichen Kriminalstatistiken suggerieren, dass die Ladendiebsthle – sprich der Kundendiebstahl – in den letzten Jahren stetig zurckgegangen sind. Die Einschtzungen des Handels zur aktuellen Kriminalittslage stehen jedoch im Widerspruch zur amtlichen Statistik. Durch die hohe Dunkelziffer von weit ber 95 Prozent besitzt die Statistik nur eine eingeschrnkte Aussagefhigkeit. Berechnet man den durchschnittlichen Schaden der Kriminalstatistik (63 Euro) in Relation zu dem geschtzten Kundendiebstahl (2 Milliarden Euro), ergibt sich, dass jhrlich rund 30 Millionen Ladendiebsthle unentdeckt bleiben – also 100.000 je Verkaufstag!

Nach Einschtzung des EHI bewerten die meisten Handelsunternehmen die Zusammenarbeit mit der Polizei bei der Bekmpfung des Ladendiebstahls als gut. Allerdings bemngelt der Handel die anschlieende Strafverfolgung als vollkommen unzureichend. Eine breitere ffentliche und politische Diskussion des Problemfeldes der Ladendiebsthle knnte zu einem strkeren Unrechtsbewusstsein und einer greren gesellschaftlichen chtung dieser Delikte beitragen.

Verursachergruppen

Nach Einschtzung der Handelsexperten entfallen im Durchschnitt aller Branchen 53 Prozent der Inventurdifferenzen auf Kundendiebsthle, whrend man den eigenen Mitarbeitern 21 Prozent anlastet. Der Rest entfllt auf Lieferanten, Servicekrfte und organisatorische Fehler. In absoluten Zahlen ergeben sich daraus etwa 2 Milliarden Schaden durch Kundendiebsthle und 800 Millionen durch eigene Mitarbeiter.

Zunehmende Kriminalitt im Handel erwartet

In allen Bereichen der Einzelhandelskriminalitt erwartet der Handel eine Zunahme. Ladendiebsthle in ihren unterschiedlichen Formen und Ursachen wie Gelegenheitsdiebsthle, Beschaffungskriminalitt, Diebstahl auf Bestellung, Bandendiebsthle usw. sind aber mit Abstand das grte Problem fr den Einzelhandel. Im Fokus steht der professionell "organisierte" Ladendiebstahl im Sinne von Bandendiebsthlen und Diebsthlen auf Bestellung von professionell agierenden Ttergruppen, die bei jedem Zugriff wertmig hohe Schden verursachen. Aber auch der gewhnliche Gelegenheitsdiebstahl durch Kunden und die zunehmende Gewaltbereitschaft potenzieller Tter bereitet den Einzelhndlern offensichtlich Sorgen.

An der aktuellen Untersuchung des EHI beteiligten sich 89 Unternehmen mit fast 13.000 Verkaufsstellen, die einen Gesamtumsatz von knapp 50 Milliarden Euro reprsentieren. Die Untersuchung wurde untersttzt vom Handelsverband Deutschland (HDE) und dem Bundesverband des Deutschen Mbel-, Kchen- und Einrichtungsfachhandels.

Zu der EHI-Studie: Inventurdifferenzen 2010:
www.markt-studie.de/studien/inventurdifferenzen-2010-p-85682.html

EHI: Weitere Marktdaten und Marktanalysen:
www.markt-studie.de/studien/ehi-retail-institute-gmbh-m-9.html
PRESSEKONTAKT
markt-studie.de c/o dynamic technologies GmbH
Herr Diplom Betriebswirt (FH) Manuel Bravo Sanchez
Zust�ndigkeitsbereich: Geschäftsführer
Siegburger Str. 233
50679 Köln
+49-221-677 897 22
E-Mail senden
Homepage
ZUM AUTOR
�BER MARKT-STUDIE.DE

dynamic technologies ist der Anbieter von www.markt-studie.de, www.reports-research.com und www.estudio-mercado.es. Auf diesen Portalen können Interessierte in mittlerweile über 61 000 Marktstudien von mehr als 200 europäischen ...
DRUCKEN| VERSENDEN | RSS-FEED |
SOCIAL WEB
PRESSEFACH
markt-studie.de c/o dynamic technologies GmbH
Agrippinawerft 6
50678 Kln
zum Pressefach
Anzeige
PRESSEARCHIV
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG