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Dienstleistungswirtschaft schafft 450.000 neue Jobs - Industrieprodukte aufwerten durch intelligente Servicekonzepte

(PM) , 10.04.2007 - Berlin - Die Dienstleistungsbranche schafft in Deutschland 450.000 neue Jobs und sorgt fr mehr Auftrge und Investitionen. Laut aktuellem Dienstleistungsreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) www.dihk.de macht die Konjunktur in diesem Sektor im Frhjahr 2007 einen groen Satz nach vorne. "Die Geschftslage ist so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr", besttigte DIHK-Hauptgeschftsfhrer Martin Wansleben. Ursache hierfr sei der Export-Boom, von dem insbesondere die unternehmensbezogenen Dienstleister profitierten. Auerdem trgen jetzt auch personennahe Serviceanbieter wie zum Beispiel Leasinggesellschaften, private Bildungsanbieter, Kinos und Sportstudios, die Dynamik des Aufschwungs mit. Die Dienstleistungsunternehmen erwarten, dass im Jahr 2007 - neben dem boomenden Export - auch die Binnenkonjunktur weiter an Fahrt gewinnt. "Insbesondere Branchen wie zum Beispiel die IT-Dienste, die Werbewirtschaft, die Sicherheitsdienstleister, die Zeitarbeitsunternehmen und nach Jahren der Jobflaute auch wieder die Verkehrs- und Logistikwirtschaft schaffen neue Jobs", so Wansleben. "Sie suchen aber gleichzeitig nicht selten vergeblich nach passenden Mitarbeitern." Insbesondere die IT-Branche wrde davon profitieren, wenn fr qualifizierte auslndische Fachkrfte die Zugangshrden zum deutschen Arbeitsmarkt gesenkt werden. Vor allem Erleichterungen fr auslndische Absolventen einer deutschen Hochschule sind aus DIHK-Sicht lngst berfllig. Denn diese Personen beherrschten die deutsche Sprache und seien bereits gut integriert. Auslnder, die hier zu Lande im Anschluss an ihr Studium einen Job mit einem jhrlichen Mindestgehalt von 40.000 Euro finden, sollten daher in Deutschland bleiben knnen. "Die Produktivittsrevolution in der Industrie ist zu Ende", sagte Michael Mller, Geschftsfhrer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a&o-Gruppe www.ao-services.de und Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelstndische Wirtschaft (BVMW) www.bvmwonline.de . So florierend und Gewinn bringend sie einst gewesen oder in Spezialmrkten immer noch sei, sie gehe mit Riesenschritten der Vergreisung entgegen. "Die wirtschaftliche Prioritten der Industrielnder mssen in Anlehnung an den verstorbenen Managementexperten Peter F. Drucker darin bestehen, die Produktivitt in den Wissens- und Dienstleistungsbereichen zu erhhen. Der konomische Erfolg Deutschlands hngt nicht mehr in erster Linie davon ab, wie viele Autos, Daimer-Chrysler, BMW oder Volkswagen bauen. Der DIKH-Report belegt, dass Dienstleistungen ein wirklicher Jobmotor sind. Daher sollten wir alte Industrie-Zpfe abschneiden und uns anstrengen, damit in naher Zukunft 90 Prozent der Wirtschaftsleistung aus Dienstleistungen resultiert." Sehr vielen Industriegterherstellern fehlten schlichtweg Ideen, um das Kundendienst- und Servicegeschft zu einer strkeren Quelle von Umsatz und Ertrag zu entwickeln. "Da kann man schnell den Anschluss verlieren und sich abwrts bewegen. Es mangelt an innovativen, integrierten Informationssystemen. Nur wenige Firmen sind in der Lage, in der gesamten Serviceorganisation einheitliche Qualitts- und Leistungsstandards durchzusetzen. Auch in der Ersatzteillogistik und im Anlagenmanagement werden die Innovationspotentiale moderner Technologien noch zu wenig genutzt", moniert Mller. Besonders die klassischen Industrieprodukte, die mittlerweile berwiegend im Ausland hergestellt werden, knnten durch ausgefeilte Dienstleistungskonzepte eine Aufwertung erfahren. "Smarte Produkte fhren zu vllig neuen Dienstleistungen und verlngern die Wertschpfungskette. So knnen der After Sales-Service und die Logistikbranche in erheblichen Mae von den Zukunftstechnologien profitieren, etwa bei einer besseren berwachung fr eine vorbeugende Gertewartung, die zu reduzierten Betriebskosten und Ausfallzeiten fhrt. Die prventive Wartung optimiert die Betriebsbereitschaft der Produkte. GPS und die rasante Entwicklung von przisen Navigationsdiensten zeigen schon jetzt, wo die Reise hingeht", wei Dienstleistungskonom Mller. Bei der Diebstahlssicherung, Flschungssicherung, Rckverfolgung und Nachbestellung knne man Methoden entwickeln zur Einschtzung und Verrechnung des entstehenden Risikos. "RFID im Auto kann Daten zu Fahrstrecke, Tageszeit oder Geschwindigkeit ermitteln und die Grundlage zur Berechnung der monatlichen Versicherungskosten darstellen. Der smarte Werkzeugkasten bernimmt die Aufgabe der Vollstndigkeitskontrolle etwa bei der Flugzeugwartung und benachrichtigt Mechaniker, falls Werkzeuge fehlen oder sich an der falschen Stelle befinden. RFID-Chips entlasten den Mechaniker von aufwendigen Kontrollen und benachrichtigen ihn nur beim Auftreten von Fehlern. Der Einsatz von Mitarbeitern, Bauteilen und Werkzeugen erfolgt zielgerichteter und verringert unproduktive Ttigkeiten wie Suchaktionen oder Wartezeiten. Die Technologie kann sogar sicherstellen, dass die Mechaniker die richtigen Aktionen am Flugzeug ausfhren, die richtigen Bauteile und Werkzeuge verwenden", betont Mller. Nur wenn Deutschland in diesen neuen Geschftszweigen in der ersten Liga mitspiele, sei man auf den internationalen Mrkten wettbewerbsfhig.
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