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Deutschland braucht eine forschere Forschungspolitik – Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft muss vorangetrieben werden

(PM) , 05.02.2007 - Von Ansgar Lange Bonn/Berlin – Die berschriften in der Wirtschaftspresse stiften Verwirrung: „Firmen investieren mehr in Forschung“, titelte das Handelsblatt www.handelsblatt.de. Anders sieht es die Berliner Zeitung www.berlinonline.de und schreibt: „Deutsche Wirtschaft gibt zu wenig fr die Forschung aus“. Um aus dieser Zwickmhle herauszufinden, empfiehlt sich ein Griff zur abgeklrten Neuen Zrcher Zeitung (NZZ) www.nzz.ch, die mit etwas Distanz auf das Geschehen in Deutschland blickt. „Stockende Forschungsausgaben in Deutschland“ lautet die berschrift des NZZ-Berichts, in dem zu lesen ist, dass das Land zwar weiterhin zu den fhrenden Forschernationen in Europa gehre. Doch die Forschungsausgaben verfehlten den im Rahmen der Lissabon-Strategie festgelegten Zielwert von drei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) bei weitem. Die gesamten Forschungsausgaben von Staat und Unternehmen gingen 2004 um nominal ein Prozent zurck und haben 2005 um magere 1,5 Prozent auf 55 Milliarden Euro zugenommen, so die Schweizer Tageszeitung. Der Anteil am BIP sei von 2,52 Prozent im Jahr 2003 auf 2,46 Prozent zwei Jahre spter gesunken. Mit dieser Quote liege Deutschland aber immer noch auf einem Spitzenplatz in Europa. So kamen die EU-15-Lnder 2005 im Durchschnitt auf eine Quote von 1,87 Prozent, vor allem die groen Lnder wie Italien (1,10 Prozent), Grobritannien (1,73 Prozent) oder Frankreich (2,13 Prozent) schnitten deutlich schlechter ab. Bei den kleineren Lndern sieht die Bilanz besser aus: Schweden (3,86 Prozent), Finnland (3,48 Prozent) und die Schweiz (2,9 Prozent) sind ber beziehungsweise knapp unter der Lissabon-Marge. Der Stifterverband fr die Deutsche Wissenschaft www.stifterverband.de, der die jngsten Zahlen zu den F&E-Aktivitten verffentlichte, beklagte laut NZZ „die ungengenden Fortschritte und forderte von der Politik bessere Rahmenbedingungen“. Die Wirtschaft trage 69 Prozent der Forschungsfinanzierung, weit mehr als in den meisten europischen Lndern. In den vergangenen Jahren sei der Anteil der Wirtschaft wegen der Finanzprobleme des Staates gestiegen. „Staat und Wirtschaft drfen sich nicht gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben. Das bringt nichts“, sagt Tobias Janen von der Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft Goldfish Holdings www.goldfish-holdings.com in Neuss. „Deutschland muss aufpassen, dass es nicht den Anschluss verliert. Ich wrde mir fr die Computertechnik, Unterhaltungselektronik und die Biotechnologie hnliche Erfolge und Anstrengungen wnschen wie in der Automobilsparte, dem Maschinenbau und der Umwelttechnik.“ Doch ob Deutschland auch weiterhin zur Weltspitze bei Forschung und Entwicklung gehre, sei nicht nur eine Frage des Geldes. „Wirtschaft und Wissenschaft sind bei uns immer noch viel zu sehr voneinander abgeschottet“, bemngelt Janen.
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