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Pressemitteilung

Deutsche Kunststoffindustrie im ersten Halbjahr weiter ohne Schwung

Besserung in der zweiten Jahreshälfte erwartet / Energieeffizienz aktuell im Fokus / Shale Gas noch kein Hoffnungsträger
(PM) Bad Homburg, 23.07.2013 - Entgegen den Erwartungen vom Jahresbeginn 2013 haben sich die Geschfte der deutschsprachigen Kunststoffbranche im ersten Halbjahr leicht negativ entwickelt. Der Negativtrend war allerdings weniger stark als in der zweiten Hlfte 2012. Fr das zweite Halbjahr 2013 berwiegen die optimistischen Einschtzungen. Dies berichtet der Branchendienst „KI – Kunststoff Information“ als Ergebnis seiner aktuellen Umfrage zur Kunststoff-Konjunktur, an der sich rund 500 Unternehmen beteiligt haben. KI befragt seit 2001 im halbjhrlichen Rhythmus Fhrungskrfte der Kunststoffindustrie zu Geschftsverlauf und -erwartung, Investitionen und Beschftigung.

Im ersten Halbjahr 2013 verzeichneten 27 Prozent der befragten Unternehmen bessere Geschfte, whrend 38 Prozent eine Verschlechterung und 35 Prozent keine Vernderung meldeten. Zum Jahresbeginn hatten noch 52 Prozent mit unvernderten und nur 20 Prozent mit schlechteren Geschften gerechnet. Whrend sich 2012 der Geschftsverlauf im Inland besser als der Export entwickelt hatte, wird er fr beide Bereiche im ersten Halbjahr nahezu identisch beurteilt. Einen Anstieg der Beschftigtenzahl meldeten 26 Prozent der Unternehmen, 19 Prozent verzeichneten einen Rckgang.

Fr die zweite Jahreshlfte 2013 berwiegen die positiven Erwartungen: 34 Prozent der Unternehmen rechnen mit besseren Geschften, whrend 19 Prozent schlechtere Geschfte befrchten. Die Entwicklung des Exports wird dabei etwas optimistischer beurteilt als die der Inlandsaktivitten.

Die hohen Energiekosten zwingen die Kunststoffindustrie zu Reaktionen. Im Fokus der durchgefhrten oder geplanten Manahmen steht die Optimierung der Energieeffizienz auf betrieblicher Ebene (65 Prozent der Unternehmen) sowie auf Verfahrensebene (44 Prozent), gefolgt vom Einsatz energieeffizienter Maschinen (36 Prozent). Die „Besondere Ausgleichsregelung“ haben 16 Prozent, Produktionsverlagerungen 8 Prozent der Unternehmen auf der Agenda.

Beim vieldiskutierten Thema Shale Gas hegt die Branche derzeit keine besonderen Erwartungen. Ein gutes Drittel der Befragten (36 Prozent) sieht mittelfristig positive Auswirkungen der Shale Gas-Frderung auf die Rohstoffversorgung der europischen Kunststoffverarbeitung und lediglich 21 Prozent rechnen mit positiven Impulsen auch fr das eigene Geschft. Zum Thema Shale Gas ist offensichtlich die Meinungsbildung noch im Gange, da immerhin 31 Prozent mit „wei nicht“ zu diesem Thema antworteten.
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