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Design im Licht des lasers

(PM) , 31.07.2008 - Krailling bei Mnchen, 31.7.2008 - Wird Design in den kommenden Jahrzehnten neu erfunden? Vielleicht ja, wie Firmen wie Materialise, FKM, Freedom of Creation oder Future Factories mit ihrer Erfolgsgeschichte demonstrieren: Ihre Konstrukteure kreieren Designs fr Lampen, Sthle, Schmuckstcke oder Mode-Accessoires am PC und lassen diese dann per Laser-Sinter-Technologie fertigen. Das Revolutionre daran: Fast jede erdenkliche Form wird konstruierbar, weil das Laser-Verfahren keine gestalterischen Restriktionen kennt. Doch nicht nur Designer jubeln. Auch andere Industriezweige, die auf individualisierte Fertigung oder Personal Customization setzen, stehen vor einem Paradigmenwechsel. Das betrifft Automobil- und Luftfahrtkonstrukteure genauso wie Hersteller von Medizingerten, Robotern oder Zahnersatz. Die Laser-Sinter-Technologie, welche diese revolutionre Entwicklung anschiebt, hat ihre Hochburg in Krailling bei Mnchen. Dort unterhlt die Firma EOS nicht nur ihren Hauptsitz, hier werden auch die Laser-Sinter-Anlagen fr den gesamten Weltmarkt hergestellt.

„Bayern hat sich zum Silicon Valley der Laser-Technologie entwickelt“, freut sich Dr. Hans Langer, CEO und Grnder von EOS. „Wir demonstrieren, dass High Tech auf Weltniveau in Deutschland geschieht. Mit unserem Laser-Sinter-Verfahren, der Schlsseltechnologie fr e-Manufacturing, ermglichen wir Designern und Konstrukteuren knftig ein Universum an Mglichkeiten. Und das gilt fr Schmuckdesigns genauso wie fr die Fertigung von Robotergreifern. Vieles wird herstellbar werden, was bis heute technisch undenkbar war.“

DESIGNER AUF DER LASERWELLE
Entsprechend wchst das Geschft mit lasergesinterten Objekten in der Design-Branche. Durch die Fertigung in Schichten werden Objekte mit komplexen Geometrien in einem Arbeitsgang mglich. Firmen wie Freedom of Creation aus den Niederlanden oder Materialise aus Belgien beschftigen inzwischen eigene Abteilungen, in denen Produktdesigner systematisch die Mglichkeiten der neuen Technik ausloten. Sie nutzen die Laser-Sinter-Technologie, um Einrichtungsgegenstnde wie Lampen oder Sthle, aber auch Modeartikel wie Schmuck, Handtaschen oder Brillen mit ungewhnlichen Formen und Strukturen zu produzieren. Abgesehen davon, dass die Firma Materialise ber die grte Fertigungskapazitt im industriellen Rapid Prototyping in Europa verfgt, erschliet das Unternehmen gegenwrtig durch seine Design-Abteilung MGX den Markt fr Rapid Manufacturing mit innovativen Designs als Unikate wie auch als Serienobjekte. Fr die Schmuckindustrie bietet das Laser-Sinter-Verfahren zudem das Potenzial, die Produktion von extrem filigranen und komplexen Strukturen zu industrialisieren. Das gleiche gilt fr die Hersteller von Spielfiguren und Spieleteilen, die ebenfalls von dem hohen Individualisierungsgrad dieser Produktionsform profitieren.

JEDEM DAS SEINE
Aber auch Sportartikelhersteller strecken zunehmend ihre Fhler nach der Laser-Sinter-Technologie aus. Zu den mglichen Anwendungen zhlen Sporthelme, Skischuhschnallen, Sportschuhsohlen oder spezielle Fahrradsttel. Auch hier gilt: Die neue Produktionsform ermglicht neue und individuelle Formen fr unterschiedlichste anatomische Anforderungen, aber auch ganz neue Produkteigenschaften in punkto Funktionalitt und Tragekomfort. Durch die individuelle Anpassung reduziert sich zudem das Verletzungsrisiko.

EINE INDUSTRIE IM AUFBAU
Daneben entwickelt sich eine ganz eigene Branche an Dienstleistungsfirmen und Zulieferern, die wiederum die Fertigung von Teilen oder kompletten Produkten bernehmen, wenn die Hersteller keine eigenen Laser-Sinter-Anlagen einsetzen. Eine erfolgreiche Vertreterin dieser neuen Zunft heit FKM Sintertechnik aus dem nordhessischen Biedenkopf. FKM hat sich seit den Anfngen in den 90er Jahren zum europaweit grten Dienstleistungsunternehmen im Kunststoffbereich entwickelt und betreibt einen eigenen Maschinenpark mit 16 Maschinen, davon alleine 13 EOS-Anlagen. Als e-Manufacturing Partner von EOS liefert FKM fr verschiedenste Firmen lasergesinterte Teileserien von bis zu 5.000 Stck. Zu den Kunden zhlen Designer wie die Firma Freedom of Creation, aber auch Hersteller aus den Bereichen Maschinenbau, Flugzeugbau oder Automotive. Die jhrlichen Umsatzsteigerungen von ber 20 Prozent und eine stetig wachsende Kundenzahl belegen auch hier, dass diesem Markt die Zukunft gehrt.
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