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Pressemitteilung

EOS PRÄSENTIERT ERSTE HOCHTEMPERATURANLAGE FÜR E-MANUFACTURING

(PM) , 03.12.2008 - Hochleistungspolymere zhlen zu den Schlsselwerkstoffen der Zukunft. Egal ob es sich um Anwendungen in der Luftfahrt, Medizin oder im Maschinenbau handelt: Diese Materialgruppe zeichnet sich durch eine auergewhnliche Kombination an Eigenschaften wie Brandfestigkeit, Leichtigkeit, Zugfestigkeit und Biokompatibilitt aus. Um die moderne Produktionsform e-Manufacturing auch fr diese zukunftstrchtigen Werkstoffe zu erschlieen, hat Weltmarktfhrer EOS jetzt mit der EOSINT P 800 die weltweit erste Hochtemperaturanlage zum Laser-Sintern von Hochleistungspolymeren entwickelt. Als erster Vertreter der Hochleistungspolymere wurde der Werkstoff EOS PEEK HP3 aus der Gruppe der Polyaryletherketone fr den Einsatz auf der neuen Anlage zur Marktreife entwickelt. Die neue Anlage EOSINT P 800 hat ihre Weltpremiere auf der EuroMold 2008 am EOS-Stand F70 in Halle 8.0.

„Als Weltmarktfhrer im Bereich e-Manufacturing war fr uns die Entwicklung einer Anlage fr Hochleistungspolymere ein folgerichtiger Schritt, weil sich das Laser-Sinter-Verfahren optimal fr hochwertige und komplexe Anwendungen eignet, die hufig auf Hochleistungspolymeren basieren“, erklrt Dr. Hans Langer, Grnder und CEO von EOS. „Allerdings galt die Entwicklung einer solchen Anlage aufgrund der hohen Temperaturen zunchst als technisch kaum realisierbar. Als Technologiefhrer haben wir uns dieser Herausforderung dennoch gestellt – mit sichtbarem Erfolg.“

SPIEL MIT DER WRME: EOSINT P 800
Hochleistungspolymere sind aufgrund ihrer hervorragenden Materialeigenschaften fr zahlreiche Anwendungen und Industriezweige interessant. Allerdings konnten sie bislang aufgrund ihrer Schmelztemperaturen zwischen 220C und 380C nicht fr den Laser-Sinter-Prozess eingesetzt werden. Die neue Anlage EOSINT P 800 erschliet durch ihre Eignung fr Prozesstemperaturen bis 385C als weltweit erstes System diese uerst interessante Werkstoffgruppe fr die Laser-Sinter-Produktion. Sie baut auf dem bewhrten und ausgereiften Design der EOSINT P730 auf und wird durch vllig neu konstruierte Baugruppen wie Prozesskammer und Wechselrahmen auf das Anforderungsniveau des Hochtemperaturprozesses angehoben.

Die Etablierung eines um ca. 200C hheren Temperaturniveaus als bei blichen Laser-Sinter-Anwendungen stellte dabei ganz neue Anforderungen an Dauerfestigkeit, Beherrschung von Wrmeausdehnung und Temperaturverteilung innerhalb der Anlage. Deshalb setzte EOS auf neue Werkstoffe, die bislang im Laser-Sinter-Anlagenbau nicht zur Verwendung kamen. Beispielhaft sei hier die patentierte Verwendung von Glaskeramik im Wechselrahmen genannt. Damit wird die Konstruktion sowohl den Prozessanforderungen an die Temperaturverteilung als auch den mechanischen Genauigkeitsanforderungen unter Bercksichtigung der temperaturbedingten Lngenausdehnung gerecht.

WERKSTOFF MIT ZUKUNFT
Mit PEEK HP3 stellt EOS erstmals ein Hochleistungspolymer fr die Laser-Sinter-Fertigung zur Verfgung. Das Basisprodukt wird durch EOS in Pulverform gebracht und prozessfhig aufbereitet. Die laser-gesinterten Produkte erreichen Zugfestigkeiten bis zu 95 MPa und einem E-Modul von 4.400 MPa. Diese Werte liegen auf einem um bis zu 100% hheren Niveau als die bisher marktbeherrschenden Werkstoffe PA12 und PA11. Die Dauergebrauchstemperaturen liegen je nach Einsatzfall zwischen 260C (elektrisch), 240C (mechanisch-statisch) und 180C (mechanisch-dynamisch).

Seine hervorragende chemische Bestndigkeit macht PEEK – von aggressiven Suren abgesehen – unempfindlich gegen jegliche Chemikalie. Hieraus leiten sich seine hervorragenden applikationsspezifischen Eigenschaften ab. In Anwendungen, wie z.B. der Luft- und Raumfahrt, wo Leichtigkeit und Brandfestigkeit von grter Bedeutung sind, hat sich PEEK zu einem beliebten Ersatz fr Metall entwickelt. Aufgrund seiner Reinheit, seiner hohen Festigkeit und seiner chemischen Resistenz ist er auch zum Goldstandard fr HPLC-Anwendungen (Hochleistungsflssigkeitschromatographie) in der analytischen Wissenschaft avanciert. In medizinischen Anwendungen machen Biokompatibilitt, Sterilisierbarkeit, hohe Zugfestigkeit und Gleitfhigkeit diesen Werkstoff zu einem idealen Ersatz fr Edelstahl und Titan. Doch auch der hohe Kosten- und Innovationsdruck, beispielsweise im Maschinenbau, lassen Entwickler und Designer zunehmend nach neuen Materiallsungen und Verarbeitungstechnologien im Kunststoffbereich suchen. Als eines der leistungsstrksten thermoplastischen Polymere gilt PEEK hier als zukunftstrchtiger Kandidat fr neue Mrkte.
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