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Das Salz in der Suppe der Kommunikation – Die Politische Meinung feiert ihren 50. Geburtstag

(PM) , 13.06.2006 - Bonn/Sankt Augustin – Die Politische Meinung (PM) www.politische-meinung.de feiert ihren 50. Geburtstag mit einem Jubilumsheft. Seit 1967 engagiert sich die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) www.kas.de fr die Zeitschrift. In seinem Editorial bescheinigt Bernhard Vogel, der die PM im Auftrag der KAS herausgibt, der Publikation, unbestechlich im Grundstzlichen und kritisch-konstruktiv im Konkreten zu sein. Nach dieser Magabe sei die PM ein „unverwechselbares und unverzichtbares Forum fr die Diskussion christlich-demokratischer Positionen geworden. Alois Rummel, ehemaliger Chefredakteur des Rheinischen Merkur (RM) www.merkur.de, schreibt ber die „Publizistischen Lotsen der Nachkriegsgeschichte“. Unter dem Chefredakteur Karl Willy Beer und dem Redakteur Anton Bhm habe die PM ihren groe Ruf erworben, „den sich noch heute in weiten politisch-ffentlichen Kreisen besitzt“. Beer ging aus der religis-sozialistischen Bewegung in den zwanziger Jahren hervor. Er schrieb Kommentare fr die berhmte Weltbhne, die von dem von den Nazis ermordeten Carl von Ossietzky herausgegeben wurde. Bhm, der in der Weimarer Republik unter anderem fr die katholische Wochenschrift „Schnere Zukunft“ zur Feder gegriffen hatte, nahm parallel zu seiner Redakteursttigkeit fr die PM „in der ra Adenauer groen Einfluss auf das politische Meinungsbild der Bundesrepublik Deutschland“. Von Karl Willy Beer bernahm 1970 Ludolf Herrmann die Chefredaktion der Zeitschrift. In seinem Portrt zeichnet Ansgar Lange, Chefredakteur der Zeitschrift NeueNachricht www.neue-nachricht.de, Herrmann als einen „Anwalt der Kultur des Politischen“. Alles Parteisoldatische sei dem katholischen Publizisten, der auch Chefredakteur von Christ und Welt und Capital war, fremd gewesen. Lange betont, dass Herrmann nicht immer auf Unionskurs schwamm. So kritisierte er 1985 in einem Beitrag fr den Rheinischen Merkur die Haltung von Helmut Kohl und Michael Strmer zur deutschen Frage: „Die Geschichte hat den Publizisten eindrucksvoll besttigt. Nach 1990 htte er sich fr kein frheres Wort in Sachen deutsche Einheit schmen mssen.“ Als Christ seien Herrmann alle Anzeichen europischer oder deutscher Hypermoral zuwider gewesen. Daher habe sich der frh verstorbene Journalist auch gegen wohlfeile Beurteilungen der Situation in Sdafrika gewandt. „Wir grenzen zum Beispiel den Strom der Hilfe Suchenden durch immer strengere Mastbe des Asylrechts von unseren Fleischtpfen aus. Ist unsere Moral wirklich so unendlich hoch berlegen ber die der Sdafrikaner, die mit ihrer Homelandpolitik doch nur den gleichen Effekt erzielen wollen?“, frage Herrmann damals. Am Ende seines Essays skizziert Lange seine Vorstellungen von einer politischen Zeitschrift, die mit denen Herrmanns konform gehen: „Als Ludolf Herrmann im Mrz 1979 die Leitung der PM-Redaktion bernahm, trat er mit dem Anspruch an, die geistigen Auseinandersetzungen der Zeit sollten sich auf den Seiten dieser Zeitschrift spiegeln. Nur wenn die PM eine gewisse intellektuelle Offenheit ausstrahle, werde sie auch wahr- und ernstgenommen. Ludolf Herrmann hat noch auf dem Krankenbett dafr gekmpft, dass dieser Anspruch erfllt wurde.“ In einem grundstzlichen Beitrag beleuchtet PM-Chefredakteur Wolfgang Bergsdorf den Charakter der politischen Monatszeitschriften. Sie seien das Salz in der Suppe der Kommunikation und trotzten dem Diktat der Unterhaltung. Die Gesamtauflage der politischen Zeitschriften belaufe sich auf 100.000 Exemplare. Fr die vertiefte Information ber eine mglichst rationale Auseinandersetzung ber Politik seien sie unverzichtbar. „Die politischen Monatszeitschriften sind das Medium der hochkartigen Multiplikatoren. Ihr Publikum ist jener winzige Anteil der Bevlkerung, der sich fr Politik interessiert und fr Politik engagiert“, so Bergsdorf. Die PM gehrt zur „elitren Presse“, in der die Kunst des Essays gepflegt wird: „Er leistet dies idealerweise in einem Sprachstil, der vom Jargon ebenso weit entfernt ist wie von der wissenschaftlichen Fachsprache.“ Ein Beitrag von Norbert Seitz, verantwortlicher Redakteur der sozialdemokratischen Neuen Gesellschaft/Frankfurter Hefte (NG/FH) www.frankfurter-hefte.de, rundet die interessante Jubilumsausgabe der Politischen Meinung ab.
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