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Brandenburgischer Abfallzweckverband ZAB startet MBS-Anlage in Niederlehme

(PM) , 17.11.2006 - Von Sabine Krause Wetzlar/Niederlehme/Trier - Im sdbrandenburgischen Niederlehme bei Berlin wurde im Oktober die Restabfallbehandlungsanlage des Zweckverbandes Abfallbehandlung Nuthe-Spree (ZAB) www.sbazv.de eingeweiht. Die mechanisch-biologische Stabilisierungs-Anlage (MBS) arbeitet nach dem Trockenstabilat-Verfahren und kann jhrlich bis zu 135.000 Tonnen Restabfall verwerten. Die Bausumme wird vom Auftraggeber ZAB mit 49 Millionen Euro beziffert. Neben den Landrten der im ZAB zusammengeschlossenen Landkreise Teltow-Flming, Dahme-Spreewald und Oder-Spreewald nahm als Ehrengast Brandenburgs Ministerprsident Matthias Platzeck an der Einweihung teil, der schon in seinem vorherigen Amt als Umweltminister die mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA) in Brandenburg mageblich frderte. Mit der Anlage in Niederlehme seien nunmehr alle 14 in Brandenburg geplanten Restabfallbehandlungsanlagen in Betrieb, betonte Platzeck. In allen Anlagen erfolge eine stoffspezifische Auftrennung und Aufbereitung des Restmlls. Fr Brandenburg bedeute dies: "Kurze Entsorgungswege lassen sich mit groer Wertschpfung kombinieren". Der ZAB beauftragte im September 2005 die hessische Ingenieurgesellschaft Waste Tec www.wastetec-gmbh.de, wesentliche Leistungen zur Fertigstellung der MBS-Anlage zu erbringen. Zum Auftragsumfang zhlen diverse Planungsleistungen, die Untersttzung des ZAB bei der Auswahl und Beauftragung der gesamten Maschinen- und Verfahrenstechnik, die Erstellung und Visualisierung der Prozessleittechnik sowie die Durchfhrung der gesamten Elektroinstallation und die Auslegung und Lieferung der Entstaubungstechnik. Waste Tec ist darber hinaus mit der Gesamtprojektleitung (Koordination aller Gewerke) betraut, schult das Anlagenpersonal des ZAB und fhrt die derzeit laufende Anlageninbetriebnahme verantwortlich durch. Kurz gesagt ist Waste Tec allein fr die Funktionsfhigkeit der Anlage verantwortlich. Die MBS in Niederlehme verarbeitet den Restabfall von etwa 460.000 Einwohnern. Der Abfall wird je nach Zusammensetzung und Konsistenz in zwei Bunkerbereichen angenommen, mit zwei automatisierten Kransystemen zunchst einer Zerkleinerung und dann der biologischen Trocknung in neun Rottetunneln zugefhrt. Der Rotte- und Trocknungsprozess erstreckt sich ber sieben Tage in einem Temperaturbereich von 50 bis 60 Grad Celsius. Die im Abfall enthaltene Feuchtigkeit geht dabei in den Luftstrom ber, der das Rottegut stndig von unten nach oben durchstrmt. Durch Khlung mit Wrmetauschersystemen auerhalb der Rottetunnel kondensiert die Feuchtigkeit des Luftstroms. Das Kondensat wird biologisch-mechanisch gereinigt und das entstehende Permeat anschlieend ber Khltrme verdunstet. Die nachfolgende rockenmechanische Sortierung trennt den zuvor in verschiedene Korngrenklassen aufgeteilten trockenen Abfall mittels Sieb- und Dichtetrenntechnik in leichte, brennbare und schwere, inerte Bestandteile auf und sortiert Metalle aus, die als Stahl-Eisen-Schrott und Nichteisenmetalle vom ZAB direkt verkauft werden. Die gewonnene Leichtfraktion, der Ersatzbrennstoff, kann bedarfsorientiert als loses Schttgut, angekollert („Softpellet“) oder pelletiert („Hardpellet“) fr die energetische Verwertung konfektioniert werden. Zu den regionalen Abnehmern gehren das Zementwerk Rdersdorf und Kohlekraftwerke von Vattenfall. Das Werk in Niederlehme wird vom ZAB im Zwei-Schicht-Betrieb mit etwa 16 Mitarbeitern gefahren. Die Bauzeit der Anlage war mit knapp zweieinhalb Jahren ungewhnlich lang. Die Verzgerung ergab sich aus der Insolvenz des ursprnglichen Generalunternehmers Herhof-Umwelttechnik Anfang 2005. Waste Tec baut Abluftreinigung fr MBA Trier Mitte Oktober erhielt Waste Tec den Auftrag, an der Fertigstellung einer weiteren ehemaligen Herhof-Anlage mitzuwirken. In Mertesdorf bei Trier soll bis Mitte 2007 eine Abfallanlage vollendet werden, die im Mrz 2000 bei Herhof-Umwelttechnik als MBA bestellt war, nun aber als reine Abfalltrocknung gebaut wird. In dieser reduzierten Version entfllt die mechanische Aufbereitung des Abfalls. Er wird biologisch getrocknet, um eine Massenreduktion zu erreichen. Diese fhrt zu einer Reduzierung der Entsorgungskosten fr den Auftraggeber und Betreiber der Anlage, den Zweckverband Regionale Abfallwirtschaft (RegAb). RegAb ist ein Zusammenschluss der Stadt Trier und der Kreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prm, Daun und Trier-Saarburg mit insgesamt 514.000 Einwohnern, der die Anlage zuvor vom Herhof-Insolvenzverwalter bernommen hatte. Die Jahreskapazitt wird im Normalbetrieb 180.000 Tonnen betragen, bei Spitzenlast bis zu 220.000 Tonnen. Waste Tec ist in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Firma E.I.Tec. GmbH fr das Gewerk Abluftreinigung zustndig. Diese ist als thermisch-regenerative Oxidation (RTO) ausgelegt. Die Abluft aus den Rottetunneln durchluft hierbei Brennkammern, in denen organische Geruchs- und Schadstoffe vollstndig oxidiert werden. Durch Wrmerckgewinnung wird die Abluft so weit gekhlt, dass sie gereinigt mit weniger als 50 Grad C in die Umgebung austritt. Mit dieser Technik werden die strengen Anforderungen der fr MBA geltenden 30. BimSchV sicher eingehalten.
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