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Pressemitteilung

Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Herbst 2016

Mittelstandskonjunktur weiterhin außerordentlich gut
(PM) Neuss, 20.10.2016 - Die gesamtwirtschaftliche Situation fr die mittelstndische Wirtschaft ist auch im Herbst 2016 sehr gnstig. Getragen von der guten Arbeitsmarktlage sind insbesondere Bauinvestitionen und Konsum konjunkturbestimmend. In dieser auergewhnlich guten Situation verbessert sich der Creditreform Geschftsklimaindex um weitere 1,9 Zhler gegenber dem Vorjahresstand und erreicht mit nunmehr 24,9 Punkten ein neues Zehnjahreshoch. Und der Mittelstand sieht offenbar kaum Widerstnde gegen eine Fortdauer der guten Wirtschaftslage. Sowohl die Geschftslage (26,2 Punkte) als auch die Geschftserwartungen (23,7 Punkte) beurteilen die rund 1.180 von Creditreform befragten Unternehmen besser als vor einem Jahr (2015 Lage: 23,5 Punkte; Erwartungen: 22,5 Punkte).

Goldener Herbst auf breiter Front

Im Rckblick der letzten Monate sehen die Geschftszahlen im Mittelstand berall sehr positiv aus. Gut ein Drittel der befragten Unternehmen (35,3 Prozent) hat mehr Auftrge hereinbekommen als im Frhjahr, nur jeder achte Befragte (12,4 Prozent) weniger. Dabei profitiert der Handel offenbar am strksten von der guten Binnennachfrage. Die Antworten der Hndler zur Auftragslage sind deutlich positiver ausgefallen als vor einem Jahr (gestiegen 2016: 36,4 Prozent; 2015: 33,4 Prozent). Auch die Umstze im Mittelstand legen im Herbst 2016 weiter zu. 41,1 Prozent der Unternehmen verbuchen ein Umsatzplus. Das ist ein hherer Prozentwert als im Vorjahr (38,2 Prozent). Gut entwickeln sich die Umstze nochmals im Baugewerbe, wo fast jedes zweite Unternehmen Zuwchse meldet, aber auch die Dienstleister und der Handel legen zu.

Hoher Personalbedarf, aber kein Plus bei Investitionen

Der Beschftigungsstand im Mittelstand hat sich weiter erhht. So hat nahezu ein Drittel der befragten Unternehmen (31,0 Prozent) die Mitarbeiterzahl zuletzt aufgestockt. Stellenstreichungen gibt es lediglich bei 8,4 Prozent der Unternehmen. Nochmal hher als im Vorjahr ist der Personalbedarf im Dienstleistungssektor und im Baugewerbe. Auch in den kommenden Monaten plant der Mittelstand weiteres Stellenwachstum. So will knapp ein Viertel der Befragten (23,1 Prozent) das Personal aufstocken (Vorjahr: 21,3 Prozent). 7,3 Prozent der Befragten bentigen weniger Arbeitskrfte (Vorjahr: 6,8 Prozent). Im Baugewerbe gibt es trotz des bevorstehenden Winterhalbjahres wachsenden Personalbedarf. Der Handel baut wohl weniger stark Personal auf (15,3 Prozent; Vorjahr: 16,7 Prozent), aber baut auch weniger ab (4,5 Prozent; Vorjahr: 7,7 Prozent).

Weitere Konjunkturentwicklung nicht berall gnstig

Gleichwohl wird die weitere konjunkturelle Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich eingeschtzt. Ein optimistisches Bild zeichnen dabei vor allem der Handel, aber auch Dienstleister, whrend sich Baugewerbe und Verarbeitendes Gewerbe zurckhaltender uern als vor einem Jahr. Insgesamt rechnen drei von zehn Mittelstndlern (29,3 Prozent) mit steigenden Auftragseingngen. 8,5 Prozent der Befragten zeigen sich pessimistisch.

Auch mit Blick auf die weitere Umsatzentwicklung herrscht im Grunde Zuversicht. Gut jeder dritte Befragte (34,3 Prozent) erwartet Zuwchse (Vorjahr: 33,7 Prozent). Nur eine Minderheit der Befragten (7,9 Prozent) rechnet mit einem Umsatzrckgang (Vorjahr: 8,4 Prozent). Allerdings gilt auch hier: Im Baugewerbe hat sich der Anteil der Pessimisten, die Umsatzeinbuen befrchten, erhht und weniger Betriebe als noch im Vorjahr glauben an weiter steigende Umstze. Der Handel hingegen blickt erheblich zuversichtlicher als im letzten Herbst auf die kommenden Monate.

Mittelstand schafft Sicherheitspolster, Brexit negativ

Aktuell will gut jedes zweite Unternehmen (51,2 Prozent) investieren. Gegenber dem Vorjahr hat sich dieser Prozentanteil kaum verndert. Dabei gibt es aber nur im Baugewerbe erhhte Investitionsabsichten, im Verarbeitenden Gewerbe sind diese sogar merklicher zurckgegangen. Die gute Einnahme- und Ertragssituation der letzten Monate nutzen die Unternehmen offenbar eher, um Eigenkapitalquote und Rcklagen zu strken.

So kann ein steigender Anteil der mittelstndischen Unternehmen auf eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent verweisen: Mittlerweile ist es jeder Dritte (33,5 Prozent), vor zehn Jahren war es kaum jeder Vierte (23,5 Prozent). Gestiegen ist allerdings auch der Anteil der Eigenkapitalschwachen, deren Eigenkapitalquote unterhalb von zehn Prozent liegt. Nunmehr sind es 29,9 Prozent (Vorjahr: 27,8 Prozent).

Mit dem anhaltenden Aufschwung macht das Zahlungsverhalten der Kunden immer weniger Sorgen. Mittlerweile hat jedes vierte Unternehmen (26,0 Prozent) gar keine Forderungsverluste mehr zu beklagen (Vorjahr: 24,5 Prozent).

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