VOLLTEXTSUCHE
Pressearchiv
Wertplan Nord GmbH
Pressemitteilung

Weniger Miete mangels fehlender Ausstattung nach dem Mietspiegel

Die im Mietspiegel aufgeführten Merkmale, die zu einem Mietabschlag führen, hat grundsätzlich der Mieter zu beweisen. Bei Anmietung der Wohnung empfiehlt es sich deren Ausstattung genau niederzulegen und von beiden Parteien unterschreiben zu lassen.
(PM) Hasloh, 04.04.2012 - Der Sachverhalt

Anfang 1980 mietete der sptere Beklagte eine Wohnung in Mnchen an. Der ursprngliche Mietzins betrug 410 DM. Im Laufe der Jahre stieg er auf 410 Euro an. Im Mietvertrag wurde die Wohnung beschrieben. Dabei wurden die Ausstattungsmerkmale "Zentralheizung" und "Warmwasserversorgung" durchgestrichen. Die Wohnung wurde zwischenzeitlich verkauft. Im April 2011 verlangte die neue Vermieterin eine Mieterhhung auf 492 Euro. Das Mieterhhungsverlangen begrndete sie mit dem Mietspiegel der Landeshauptstadt Mnchen.

Der Mieter weigerte sich die Mieterhhung zu akzeptieren. Die jetzige Miete sei vllig angemessen, schlielich seien bei Anmietung der Wohnung eine Warmwasserversorgung und eine Heizung nicht vorhanden gewesen. Auch in der Wohnkche habe es nur einen einfachen Dielenboden gegeben. Auch die Elektroleitungen habe er selbst unter Putz legen lassen. Diese schlechtere Ausstattung der Wohnung fhre zu Abschlgen nach dem Mietspiegel und mssten bercksichtigt werden.

ber die ursprngliche Ausstattung der Wohnung wisse sie nichts, entgegnete die neue Vermieterin. Der Mietzins sei gerechtfertigt. Die Vermieterin erhob daraufhin Klage vor dem Amtsgericht Mnchen.

Die Entscheidung

Der zustndige Richter gab ihr aber nur zum Teil Recht und entschied mit Urteil. Wird das Mieterhhungsverlangen mit dem Mietspiegel begrndet, hat das Vorliegen der Umstnde, die zu einer Reduzierung der Miete fhren, der Mieter zu beweisen. Abschlge seien wegen einer fehlenden Warmwasserversorgung und einer fehlenden Heizung anzusetzen.

Grundstzlich msse der Mieter die fr ihn gnstigen Umstnde beweisen. Im vorliegenden Fall knne die Vermieterin auch die Ausstattung der Wohnung bestreiten. Sie habe die Wohnung im ursprnglichen Zustand nicht gekannt, da sie sie erst spter erworben hat.

Im vorliegenden Fall habe der Mieter beweisen knnen, dass keine Warmwasserversorgung und Heizung in der Wohnung gewesen sei. Schlielich seien gerade diese Punkte im Mietvertrag gestrichen worden. Auerdem sei im letzten Mieterhhungsverlangen der vorherigen Vermieterin bereits Abschlge fr diese Merkmale vorgenommen worden.

Beweisschwierigkeiten

Ein Abschlag wegen eines einfachen Bodens sei allerdings nicht zu machen. Der Fubodenbelag in einer Kche spiele nach dem Mietspiegel keine Rolle. Ob die Elektroinstallation auf Putz oder unter Putz war, knne heute nicht mehr festgestellt werden, da der Mieter dafr keine Beweise mehr habe. Ein Abschlag sei daher hier nicht mglich.

Es verbleibe aus diesem Grund nur bei obigem Abschlag. Der Mietzins errechne sich daher mit 456 Euro. Im brigen sei die Klage abzuweisen.

Gericht: Amtsgericht Mnchen, Urteil vom 05.12.11 - 424 C 19813/11 (rechtskrftig)

Weitere aktuelle Urteile finden sich auf www.wertplan-nord-immobilien.de
PRESSEKONTAKT
Wertplan Nord GmbH
Herr Michael Schneider
Schulstraße 9
25474 Hasloh
+49-4106-651314
E-Mail senden
Homepage
ZUM AUTOR
�BER WERTPLAN NORD IMMOBILIEN GMBH

WERTPLAN Nord Immobilien ist ein bankenunabhängiges Dienstleistungsunternehmen der Immobilienbranche, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, individuelle Verkaufskonzepte für Wohn- und Gewerbeimmobilien in Hamburg und Umland zu ...
DRUCKEN| VERSENDEN | RSS-FEED |
SOCIAL WEB
PRESSEFACH
Wertplan Nord GmbH
Schulstrae 9
25474 Hasloh
zum Pressefach
Anzeige
PRESSEARCHIV
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG