VOLLTEXTSUCHE
Pressearchiv
Zagni Rechtsanwalt
Pressemitteilung

Erfolgreiche Verfahren für WGS-Anleger

(PM) , 30.07.2008 - BAG bzw. Volksbank kann Darlehen nicht zurckverlangen.

In einem von Rechtsanwalt und Fachanwalt fr Bank- und Kapitalmarktrecht Patrick M. Zagni gefhrten Rechtsstreit erzielte der klagende WGS-Anleger vor dem Landgericht Stuttgart einen wirtschaftlich erfolgreichen Vergleich.

In diesem Fall hatte sich der Klger Ende 1992 an der „Grundstcks-, Vermgens- und Verwaltungs-GbR Wolfstor 1, 7300 Esslingen a.N.“ (WGS Nr. 29) mit zwei Anteilen mit einer Nominalbeteiligungssumme von insgesamt DM 61.300,00 beteiligt. Diese Beteiligungen wurden vollstndig von der beklagten Volksbank Esslingen eG finanziert.

Im Jahr 2004 wurde dem Klger lapidar mitgeteilt, dass das Darlehen mit Ausgliederungsvertrag vom 27.07.2004 auf die BAG Bankaktiengesellschaft mit Sitz in Hamm bertragen wurde. Seitdem wurde der Kredit von der BAG weiter gefhrt.

In den vorvertraglichen Beratungsgesprchen wurde der Klger von einem Mitarbeiter der fr die WGS als Hauptvertrieb eingesetzten Firma AmTra GmbH beraten. Die Beratungen sowie die Vertragsabschlsse - bis auf den Notarstermin - fanden allesamt zu Hause beim Klger statt.

Der Klger hat durch seinen Prozessbevollmchtigten seine Willenserklrung auf Abschluss des Kreditvertrages nach den Vorschriften des Haustrwiderrufsgesetzes (HWiG) in 2006 widerrufen.

Im Rahmen der Beweisaufnahme vor dem Landgericht Stuttgart besttigte der damalige Vermittler unter anderem die Haustrsituation sowie die Tatsache, dass die Volksbank Esslingen eG sich bereits vor Vertriebsbeginn gegenber den Fondsinitiatoren bereit erklrt hatte, die WGS-Beteiligungen zu finanzieren.

Weiter besttigte der Vermittler, dass weitaus mehr als die in den Prospekten ausgewiesenen DM 1.839,00 pro Anteil an Innenprovisionen an den Vertrieb und sonstige Beteiligte geflossen sind.

Damit stand fr das Landgericht Stuttgart fest, dass der Klger die von ihm bezahlten und im vorliegenden Rechtsstreit geltend gemachten Kreditraten zurckfordern konnte und nicht verpflichtet ist, das noch offene Darlehen zurckzuzahlen.

Aufgrund dieser eindeutigen Hinweise des Gerichts erklrte sich die Beklagte zum Vergleichsabschlu bereit, nachdem sie vorgerichtlich nur unzureichende Zugestndnisse einrumte. Auch der Klger akzeptierte letztendlich den Vergleich, da damit der Rechtsstreit sofort und einvernehmlich erledigt werden konnte.

Im Rahmen dieses Vergleichs verzichtet die beklagte Volksbank Esslingen eG sowie die zum Vergleichsabschluss beigetretene BAG Bankaktiengesellschaft auf die Rckzahlung der offenen Darlehensvaluta (immerhin rd. EUR 40.000,00) Zug um Zug gegen bertragung der Fondsanteile an die Bank. Gleichzeitig muss die Beklagte die zur Sicherheit abgetretene Lebensversicherung freigeben.

In einem weiteren von Rechtsanwalt Patrick M. Zagni gefhrten Rechtsstreit wiederum gegen die Volksbank Esslingen eG beteiligte sich die dortige Klgerin im Jahr 1993 an der „Grundstcks-, Vermgens- und Verwaltungs-GbR Esslingen / Stuttgart“ (WGS Nr. 31).

Auch hier wurde auch nach entsprechenden Hinweisen des Landgerichts Stuttgart ein hnlicher fr die Klgerin wirtschaftlich akzeptabler Vergleich geschlossen, der allerdings noch nicht rechtskrftig ist.

Diese Flle zeigen wieder einmal, dass das Widerrufsrecht nach den Vorschriften des Haustrwiderrufsgesetzes (HWiG) die erfolg versprechendste Waffe des geschdigten Anlegers ist und bleibt.

Wir raten deshalb smtlichen Fondsanlegern, die im Rahmen einer Haustrsituation (worunter u.a. auch der Arbeitsplatz oder eine vom Unternehmer initiierte Freizeit- oder Verkaufsveranstaltung gemeint ist) zu den Vertragsunterzeichnungen berredet worden sind, an, ihre etwaigen Ansprche jedenfalls vor einer Ablsung oder Umschuldung des Darlehens prfen zu lassen.

Patrick M. Zagni

Rechtsanwalt / Fachanwalt fr
Bank- und Kapitalmarktrecht
DRUCKEN| VERSENDEN | RSS-FEED |
SOCIAL WEB
PRESSEFACH
Zagni Rechtsanwalt
Kesselstr. 19
70327 Stuttgart
zum Pressefach
Anzeige
PRESSEARCHIV
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG